29 Mai

Weil Jahn aufsteigt: Wir bekommen die zweite Chance!

Es gibt noch Hoffnung für den TSV 1860 Rosenheim! Nachdem Jahn Regensburg am Sonntagnachmittag das Relegationsspiel gewinnen konnte, ist ein Aufstieg wieder möglich.

In Rosenheim darf wieder gehofft werden. Nachdem der TSV gegen die zweite Mannschaft von Augsburg eine bittere Niederlage im Rückspiel ertragen musste, schien der Aufstieg schon in weite Ferne gerückt. Ein kleiner Funken Hoffnung blieb jedoch: Denn wenn Regensburg den Sprung in die dritte Liga schaffen sollte, gäbe es noch eine Chance.

DSC_1209Am Sonntagnachmittag war es dann soweit. Um 13:30 Uhr spielte Regensburg gegen Wolfsburg an. Die Rosenheimer trafen sich geschlossen im Gasthof Höhensteiger, um sich die Partie gemeinsam anzuschauen. Was sie sahen dürfte für Begeisterung gesorgt haben, denn Jahn Regensburg schaffte den umjubelten 2:0-Erfolg und gibt somit 1860 die Chance, in zwei weiteren Relegationsspielen, ihre Klasse unter Beweis zu stellen.

In den letzten Tagen war Regeneration bei den Rosenheimern angesagt, um den großen Kraftaufwand in Augsburg wegzustecken. Nachdem nun aber klar ist, dass der Aufstieg noch möglich ist, geht es sofort wieder ans Eingemachte. Am Sonntagabend startet der TSV mit einer lockeren Trainingseinheit, am Montag gibt es dann frei, bevor es dann am Dienstag richtig los geht.

„Die Jungs sind jetzt natürlich total heiß auf die Relegationsspiele“, sagte Hansjörg Kroneck, sportlicher Leiter beim TSV, am Sonntag. Normalerweise war der Trainingsauftakt für die neue Saison auf den 11. Juni angesetzt. Durch die zusätzlichen Spiele wird sich das jetzt aber um circa zwei Wochen verschieben.

Das Hinspiel gegen Viktoria Aschaffenburg findet am Dienstagabend , den 31. Mai um 18:30 Uhr in Rosenheim statt. Das Rückspiel steigt am Freitag, den 3. Juni um 18:30 Uhr auswärts. Wichtig für die Rosenheimer wird noch sein, ob alle Spieler kurzfristig am Freitag frei bekommen, da Aschaffenburg circa sechs Stunden entfernt ist und die Mannschaft gerne schon am Donnerstag anreisen möchte.

Gegner Aschaffenburg verlor übrigens beide Relegationsspiele gegen Bayern Hof mit jeweils 1:2. Der psychologische Vorteil liegt also durchaus auf Seiten der Rosenheimer, da diese immerhin ihr Heimspiel gewannen und auch in Augsburg eine gute Figur machten.

Quelle: Beinschuss

28 Mai

Ist das bitter! Auswärtstor bricht Herren das Genick!

Aufgrund der Tatsache, dass der FC Augsburg II ein Auswärtstor erzielen konnte und die Rosenheimer nicht, spielen die Schwaben auch nächstes Jahr in der Regionalliga. Die Sechziger waren jederzeit in Schlagdistanz, müssen jetzt allerdings Jahn Regensburg die Daumen drücken um noch eine zweite Chance zu erhalten.

DSC_1367Beste Temperaturen, grandioses Fußballwetter – es war alles angerichtet im Augsburger Rosenaustadion für einen großen Fußballabend. Und der sollte es ja schließlich auch werden im Rückspiel der Relegation zur Regionalliga Bayern. Das erwarteten offensichtlich auch unzählige Zuschauer, so dass das Spiel aufgrund des hohen Zuschauerandrangs erst einmal mit einer viertelstündigen Verspätung begann. Eine vollbesetzte Haupttribüne in der Rosenau und diese altehrwürdige Schüssel, die schon soviele denkwürdige Fußballmomente gesehen hatte – ein tolles Flair und ein würdiger Rahmen für dieses entscheidende Match. Knapp über 2.000 Zuschauer waren letztlich gekommen, die diesem Relegationsschlager zwischen Augsburg und Rosenheim beiwohnen wollten. Unter ihnen teilweise auch die hohe Fußballprominenz – wie FC Bayern Sportchef Matthias Sammer.

Dann konnte es endlich losgehen. Und das Spiel begann auch so, wie es zu erwarten war. Augsburg II mit forschem Beginn. Klar, als Heimmannschaft mit dem Publikum im Rücken. Klar, als Regionalligist. Und klar, weil sie nach dem Hinspiel mit 1:2 zurücklagen. Die Sechziger hingegen aus genau den selben Gründen als Auswärtsteam und Bayernligist, der im Hinspiel einen gefährlichen Auswärtstreffer hinnehmen musste, darauf bedacht bloß keinen weiteren und schon gar keinen schnellen Gegentreffer hinzunehmen und den Favoriten aufzubauen.

Und natürlich waren die die Gäste anfangs auch nervös, angesichts der großen Zuschauerkulisse. Das merkte man zu Beginn bei jedem Ballbesitz. Schnell waren die Bälle weg und man bangte ein wenig um die junge Rosenheimer Truppe, wenn die Hausherren in Ballbesitz waren. Vor allem in den ersten zehn Minuten machten die Augsburger gehörig Dampf, drückten aufs Tempo. Ähnlich also, wie im Hinspiel. Allerdings konnten sie sich nicht ganz so oft durchsetzen und die Gefahr blieb hauptsächlich eine gefühlte, abstrakte. Denn die Rosenheimer kannten ihren Gegner natürlich mittlerweile auch besser und waren taktisch gut eingestellt. Auf konzentrierte Abwehrarbeit fokussiert, empfingen sie die Schwaben tief gestaffelt und erst ein ganzes Stück in der eigenen Hälfte.dsc_1651.jpg

So überstanden die Rosenheimer auch die Anfangsviertelstunde trotz der ein oder anderen Unsicherheit unbeschadet und wurden nach und nach selbst aktiver. Wie so oft in solchen Spielen wuchs der Underdog von Minute zu Minute und wurde selbstbewusster. Mit den schnellen und technisch beschlagenen Spielern in eigenen Reihen und der bekannten Offensivstärke ja auch durchaus zu Recht.

Da die Augsburger Spieler aber genauso schnell nachließen, wie sie angefangen hatten, hatte die erste wirklich gefährliche Chance des Spiels der TSV 1860. Und wie gefährlich die war! Fast hätte der Außenseiter den unglaublich wichtigen dritten Treffer und auch ein Auswärtstor erzielt: Freistoß Rosenheim von linksaußen auf Höhe des Fünfmeterraumes. Linor Shabani brachte das Leder wunderbar nach innen, am langen Fünfereck setzte sich Kapitän Christoph Wallern durch, stieg von allen am höchsten – doch sein wuchtiges Kopfballgeschoss strich ganz knapp am gegenüberliegenden linken unteren Pfosten vorbei (18.)! Nicht wenige der 200 mitgereisten Rosenheimer Fans hatten hier schon den Torschrei auf den Lippen! Definitiv ein erstes Ausrufezeichen, dass hier auch für Rosenheim etwas möglich war.

In der Folgezeit baute Augsburgs Bundesliga-Reserve immer mehr ab. Der Nachwuchs der Schwaben schien einerseits gemerkt zu haben, dass es gegen diesen Gegner ein harter, unbequemer Abend werden könnte – anderseits ließ der FCA auch jede Kreativität und jeden Spielwitz vermissen, der nötig gewesen wäre um sich gegen topmotivierte Rosenheimer mehr zu erspielen, als ein paar Prozentpunkte Feldvorteil und Ballbesitz. Ganz umsonst wird man eben auch nicht Sechzehnter in der Regionalliga. Für einen Favoriten und Regionalligisten war das ganz schwach, was die Elf von Christian Wörns in dieser Phase anbot. Und zu wenig um diese Rosenheimer zu schlagen.

Konsequenter und zielstrebiger waren da schon die Aktionen der Sechziger: Sascha Marinkovic sah aus dem Zentrum Markus Wallner am linken Flügel und bediente diesen. Wallner legte diagonal zurück an die Strafraumgrenze zu Shabani. Der drang in den Strafraum ein, sah die Schusschance und suchte den Abschluss – doch sein Versuch war zu schwach und ohne Druck. Kein Problem für Ioannis Gelios zwischen den Augsburger Pfosten (30.).

Augsburg II wurde zwar in den letzten Minuten der ersten Halbzeit nochmals etwas dominanter, allerdings lange nicht mehr so, wie zu Beginn des Spiels. Insgesamt hatten beide Mannschaften in Hälfte Eins auch die ein oder andere Halbchance – die große Möglichkeit zum Führungstreffer hatten allerdings die Rosenheimer.

Die zweite Hälfte hätte fast mit einem Paukenschlag begonnen: Die Rosenheimer mit ihrem feinen Kombinationsspiel, für das sie bekannt sind, spielten Josip Tomic schön am rechten Flügel frei. Tomics Flanke aus gut 30 Metern Torentfernung geriet zum Schuss – oder war das etwa Absicht? Gelios fischte das Leder im Rückwärtsspringen im allerletzten Moment aus dem Winkel (47.)!

In den folgenden fünfzehn Minuten nahm das Spiel den bereits gewohnten Verlauf. Augsburg mit leichten Vorteilen, was den Ballbesitz anging – allerdings ohne jede konkrete Torgefahr. Rosenheim weiter tief stehend, geschickt die Räume verengend und auf einen entscheidenden Konter lauernd. Die jungen Sechziger machten ihre Sache hier im Rosenaustadion wirklich ordentlich.DSC_1053

Aber wie es einem Außenseiter dann so oft ergeht, machten die Schwaben fast aus dem Nichts ein Tor. Weite Flanke von Orkun Tugbay aus dem rechten Halbfeld der Augsburger, in der Mitte setzte sich der körperlich unheimlich präsente Kevin Danso im Luftduell durch und hämmerte seinen Kopfball mit ungeheurer Wucht in die Maschen (63.)! Keine Chance für Dominik Süßmaier im Rosenheimer Tor. 1:0 für den FCA. Dank ihres Auswärtstreffers hatten jetzt die Schwaben die Nase vorn.

Nun natürlich umgekehrte Vorzeichen. Nach dem sich die Rosenheimer von diesem Schockmoment erholt hatten, mussten sie selbst aktiv werden. Fragen, ob das verdient war oder nicht, spielte jetzt keine Rolle. Von jetzt an waren es die Augsburger, die sich zurückzogen und versuchten ihren Vorsprung über die Zeit zu bringen und mit ihren spielerischen überlegenen Mitteln vielleicht per Konter für eine endgültige Entscheidung zu sorgen.

DSC_1243Was war das plötzlich für ein verändertes Bild in diesem Riesenrund. Der TSV 1860 Rosenheim jetzt dauerhaft im Ballbesitz, die großen Kleinen vom FC Augsburg mit allen Mann in der eigenen Hälfte, zu Befreiungsschlägen gezwungen. Als Abstiegskandidat, der reihenweise Spiele verloren hat glänzt man sicherlich nicht mit überschäumenden Selbstbewusstsein – aber das war für die Reserve eines Bundesligisten schon ganz schön wenig. Das sich nur noch hinten hineingestellt und auch noch die Balljungs abgezogen wurden, sagt einiges.

Entscheidend durchsetzen konnten die Sechzigern sich allerdings auch kaum. Obwohl sie alles versuchten. Zu selten konnten sie durchbrechen. Da ihnen in der 89. Minute nach auch noch ein fälliger Strafstoß nach klarem Foulspiel an Sascha Marinkovic, der von gleich zwei Gegenspielern in die Zange genommen und gelegt wurde, verwehrt wurde, zitterte sich der FC Augsburg II letztlich über die Nachspielzeit und holte den hauchdünnen 1:0 Heimsieg. Nimmt man die strittigen Schiedsrichterentscheidungen des Hinspiels dazu, kann man sicher zurecht davon sprechen, dass die Sechziger in diesem Relegationsduell nicht gerade vom Glück verfolgt wurden.

Aufgrund des 2:1 für die Rosenheimer im Hinspiel setzten sich aufgrund der Auswärtstorregelung schließlich die Augsburger durch und sind auch in der nächsten Saison in der Regionalliga Bayern vertreten. Für die Rosenheimer heißt es nun hoffen auf den Aufstieg des SSV Jahn Regensburg. Wenn die Oberpfälzer im Rückspiel ihr Duell gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg noch umbiegen, gibt es einen weiteren Regionalligaplatz zu verteilen. Dann erhalten die Sechziger eine zweite Chance in Hin- und Rückspiel gegen den Verlierer der anderen Partie der ersten Relegationsrunde Viktoria Aschaffenburg.

Quelle: Beinschuss

24 Mai

Weiter alles offen in der Relegation – Sieg gegen Augsburg 

In einer heiß umkämpften Partie vor trotz regnerischem Wetter ansprechender Kulisse von 1.100 Zuschauern, gelang den Sechzigern tatsächlich der ersehnte Heimsieg. Zwar müssen sie ein Auswärtstor hinnehmen, doch trotzdem gibt die Leistung weiter jeden Grund zu Optimismus. Im Rückspiel am Freitag in Augsburg ist alles drin. Auch das Regionalliga-Ticket.
Das Spiel das so sehnsüchtig erwartet worden war hatte seinen ersten Aufreger praktisch mit dem Anpfiff: Anstoß Rosenheim, doch der zurückgespielte Ball geriet zu kurz, Augsburg dazwischen – dann geht es ganz schnell. Der Ball kam sofort nach vorne, Sechzigs Abwehr überrumpelt, David Spieß wurde halblinks im Strafraum freigespielt, hatte freies Schussfeld – doch Dominik Süßmaier rettete mit Bravour und ersparte seinem Team den K.O.-Start nach nicht einmal 30 gespielten Sekunden. Was für ein Schock-Moment!

DSC_1350In der Anfangsviertelstunde Augsburg ganz stark, mit viel Tempo. Die Schwaben hatten sich offensichtlich einiges vorgenommen, wollten zeigen, wer hier der Regionalligist und die Bundesliga-Reserve war. Für die Rosenheimer ging das in dieser Phase alles einen kleinen Ticken zu schnell – es ist eben doch noch einmal ein gehöriger Tempo-Unterschied zwischen Regionalliga und Bayernliga.

Die Gastgeber waren an diesem Tag auch etwas defensiver aufgestellt als zuletzt und mit einer vorsichtigeren Marschroute unterwegs. Hinten gut stehen, Sicherheit gewinnen, die Europapokal-Arithmetik hinsichtlich der Auswärtstore immer im Kopf. Auch fehlte ihnen anfangs etwas das Zutrauen in die eigene Spielstärke. Oft kamen sie bei ihren Bemühungen sich freizuspielen den einen Schritt zu spät, sprang der Ball den einen Meter zu weit weg. Der Regionalligist FC Augsburg II beeindruckte halt doch – nicht nur durch den Namen. Da war schon auch einiges an Nervosität im Spiel.

Nachdem die ersten elanvoll vorgetragenen Angriffswellen der Augsburger jedoch überstanden waren, kamen die Sechziger von Minute zu Minute besser in die Partie auf dem regennassen Geläuf an der Jahnstraße, gewannen mehr und mehr Sicherheit und Vertrauen in ihr Können. Und zeigten dann auch erst vereinzelt und dann immer öfter, was sie drauf haben. Rosenheim wurde mutiger.

In der 21. Spielminute dann auch die erste Torchance für die Roten: Danijel Majdancevic kam nach einem Ball von rechts, den Augsburgs Abwehr nicht klären konnte halbrechts im Strafraum in Ballbesitz und schloss in gewohnter Torjäger-Manier sofort ab. Doch nicht genau genug – sein Schuss ging zwei Meter am rechten unteren Eck des von Ioannis Gelios gehüteten Gehäuses der Schwaben vorbei.

DSC_1449Fünf Minuten später Foul der Augsburger vor dem eigenen Strafraum und es gab einen direkten Freistoß aus 25 Metern zentraler Position. Kapitän Christoph Wallner führte ihn aus und ballerte das Leder frontal in die Mauer, die per Kopf klären konnte. Am rechten Flügel verlor Rosenheims Josip Tomic zunächst leichtfertig den Ball, doch der Konterversuch des FCA wurde sofort resolut unterbunden. Der flach nach vorne gedroschene Ball ging durch alle Abwehrbeine hindurch in die Mitte – und fand dort Majdancevic. Kein Abseits, der abgezockte Goalgetter blieb ganz allein vor Gelios ganz cool – und schob das Leder unhaltbar ins rechte untere Eck. 1:0 für die Sechziger (26.)!

Von diesem Gegentreffer geschockt, waren es nun die Gäste, welche das Selbstvertrauen mehr und mehr verloren. Ganz so einfach ließ sich der Rückstand hier, auswärts im Regen des gut gefüllten Jahnstadions, nicht wegstecken. Man merkte den Schwaben nun regelrecht an, dass sie begannen nachzudenken und nicht so recht wussten, was sie hier gegen Gastgeber die nun endgültig Lunte gerochen hatten und vor allem für ihr blitzschnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn bekannt sind, vielleicht noch zu erwarten hatten.

Augsburg verunsichert und ideenlos, ganz im Gegensatz zur guten Anfangsphase – wenn nach vorne etwas ging gehörten diese Momente der Heimelf. Und so bekamen auch die nächste Großchance die Rosenheimer, die nun immer besser ins Spiel kamen und sich zunehmend offensiv und was die Spielanteile anging Vorteile erspielten: Einwurf durch Markus Wallner auf links in Strafraum-Höhe. Der Ball kam postwendend zu ihm zurück und Wallner brachte ihn schön per Schlenzer ans Fünfereck. Dort nahm Majdancevic den Ball an, verarbeitet ihn super und schoss aus der Drehung – doch sein Aufsetzer ging knapp am langen Eck vorbei (37.).

Sechzig wurde jetzt immer selbstbewusster, blieb am Drücker. Nach 41 Minuten machte sich dies bezahlt. Wieder ging es über Markus Wallner. Der bediente Raphael Obermair auf links und der ging direkt ins Eins gegen Eins und zog in den Sechzehner. Obermair setzte sich mit seiner Schnelligkeit durch, tauchte frei vor dem Fünfer auf und konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Was folgte war dramatisch: Tomic übernahm die Verantwortung, schoss – und knallte die Kugel ans rechte Kreuzeck des Gehäuses. Doch wieder stand Majdancevic goldrichtig. Der Abpraller kam direkt zu ihm und Majdancevic drosch das Leder zum 2:0 in die Maschen (42.)! Wahnsinn im Jahnstadion!

Dann war Halbzeit in einer Partie, die durchaus so etwas wie typischen Pokalcharakter hatte. Der Außenseiter zunächst nervös – dann verunsichert er den Favoriten. Aber auch die Relegation hat ja bekanntlich ihre eigenen Gesetze.

Auch die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag der Augsburger. Diesmal allerdings waren die Schwaben erfolgreicher. Rosenheim war noch gar nicht wieder richtig auf dem Feld, da gab es auch schon einen direkten Freistoß für die Gäste in ähnlicher Position wie kurz vor dem ersten Treffer der Hausherren.

Erik Thommy, der bereits Erstliga-Einsätze für die Augsburger vorzuweisen hat und erst im Winter von seiner Ausleihe nach Kaiserslautern zurückkam, schlenzte den Ball fein über die Mauer. Sein Schuss war passgenau in die linke untere Ecke platziert, jedoch eigentlich nicht allzu fest. Doch Süßmaier, der ins Eck flog und eigentlich am Ball war – war es eben doch nicht ganz. Anschlusstreffer für den FCA (48.). Unhaltbar war der nicht. Bitter.

Nun mussten also die Rosenheimer ihrerseits einen Rückschlag verkraften. Doch dies gelang ihnen nicht schlecht. Auch der Push, den die Augsburger durch ihren Treffer bekamen, war nur von kurzer Dauer.DSC_1053

Fast hätten die Gastgeber sofort wieder die Gelegenheit bekommen, ihre Führung zu erhöhen. Einwurf von rechts. Der Ball kam im Getümmel vor dem Sechzehner zu Tomic, der sofort abzog und ein Augsburger Abwehrspieler nahm kurz vor der Linie die Hand zu Hilfe, die er anschließend auch reflexartig wegriss. Dies hätte den zweiten Elfmeter der Partie geben müssen, doch die Pfeife blieb stumm. Dabei hatte eigentlich auch der Linienrichter beste Sicht (50.)! Die Interpretation, dies als unabsichtlich zu bewerten war äußerst streitbar.

Danach waren die Rosenheimer mehr und mehr darauf bedacht hinten nichts mehr zuzulassen und zogen sich auch weiter zurück, standen jetzt auch tiefer. Augsburg mit deutlich mehr Ballbesitz, fand jedoch kaum einmal ein Mittel gegen die konzentriert arbeitenden Abwehrreihen der Roten. Sechzig wollte den Heimsieg über die Zeit bringen, dem FCA fiel nichts ein. Enttäuschend für einen Regionalligisten.

Bei einem der spärlichen Konter hätte beinahe wieder Majdancevic zugeschlagen. Nach einem Fehler und Verwirrung in Augsburgs Hintermannschaft plötzlich Ballbesitz für den Stürmer der Sechziger auf Höhe der beiden letzten Abwehrspieler der Fuggerstädter. Doch auch Gelios war weit außerhalb seines Strafraums geeilt. Majdancevic schob den Ball aus 40 Metern am Keeper vorbei – aber eben auch am Kasten (73.). Riesen-Glück für den FCA.

Die letzte Chance des Spiels, in dem die Rosenheimer nun gehörig in die Abwehr gedrückt wurden, gehörte dann noch einmal dem Favoriten. Das Schiedsrichtergespann übersah dabei erneut ein Handspiel. Augsburgs Marco Richter nahm das Leder im Zweikampf unerlaubt mit, zog sofort ab – und knallte es über den verdutzten Süßmaier hinweg an die Latte (86.). Diesmal großes Glück für Sechzig! Oder ausgleichende Gerechtigkeit.

Dann war Schluss im Jahnstadion. Rosenheim brachte seinen Sieg mit großem Kampf unter Dach und Fach. In einer Partie, die sich aufgrund des stürmischen Beginns der Gäste, sowie der anschließenden halbstündigen Dominanz der Sechziger und einer relativ ausgeglichenen zweiten Hälfte, in der jeder mit seinen Mitteln agierte, auf Augenhöhe präsentierte. Freitag geht es zum Rückspiel nach Augsburg. Eine enge Kiste. Alles offen. Und damit genau das, was die Sechziger erreichen wollten. Es bleibt spannend!

Quelle: Beinschuss

23 Mai

U15 und U17 siegen in Kroatien

Fast schon traditionell verbringen die Jugendmannschaften Ihre Pfingstferien beim Internationalen Turnier in Kroatien.

Diesmal war die U15 und die U17 vom 14. bis 18.5. im Einsatz. Und das mit vollem Erfolg! Beide Mannschaften setzten sich gegen starke Konkurrenz durch und holten jeweils den Turniersieg!! Herzlichen Glückwunsch.

23 Mai

Relegation!!! Wir brauchen Eure Unterstützung!

Nachdem man nun tatsächlich den Sprung in die Relegation zur Regionalliga noch schaffte, wurde 1860 Rosenheim am Sonntag als Gegner die zweite Mannschaft des FC Augsburg zugelost. Das Hinspiel findet bereits am Dienstag, den 24.05.16 um 18:30h im Jahnstadion statt....
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19 Mai

Entscheidung über Relegation bei BFV.TV

„Bayernliga pur“, das Video-Angebot des Bayerischen Fußballverbands hat am Sonntag, 22. Mai unser Auswärtsspiel in Ruhmannsfelden im Programm. In „Bayernliga Pur“ präsentiert Christian Ortlepp ab 18 Uhr die Höhepunkte des aktuellen Spieltags in der Bayernliga Nord und Süd. Insgesamt sind im...
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