23 Apr

Eminent wichtig und absolut verdient: 2:1-Heimsieg gegen Ingolstadt

Einen ebenso wichtigen wie verdienten Sieg feierte der TSV 1860 Rosenheim am 30. Regionalliga-Spieltag. Nach langer Durststrecke im eigenen Stadion machten es die Sechziger beim 2:1 (2:1)-Erfolg gegen den FC Ingolstadt 04 II am Ostermontag aber viel spannender als nötig.

Denn in der abwechslungsreichen und phasenweise auch sehr temporeichen Begegnung waren die Hausherren bereits im ersten Durchgang die bessere Mannschaft. Nach 17 Minuten schlug sich dies auch auf der Anzeigetafel nieder, als Matthias Heiß eine Ecke von links am langen Pfosten wieder ins Zentrum köpfte und Markus Einsiedler aus kurzer Entfernung per Kopfball-Lob erfolgreich war – 1:0. Gästekeeper Florian Rauh „klebte“ auf der Linie und hinterließ keine gute Figur.
Noch schlechter sah allerdings 1860-Keeper Mario Stockenreiter in der 20. Minute aus, als er nach einem scharfen Diagonalball in den Sechzehner aus seinem Tor kam und mit einem frühen „Leo“-Ruf seine Abwehr irritierte. Patrick Sussek war der Nutznießer und markierte mühelos per Kopf aus 10 Metern das 1:1. Glück hatte Stockenreiter hingegen in Minute 31, als er Marcel Kosuch knapp außerhalb des Strafraums von den Beinen holte. Da der Ingolstädter Angreifer nach außen unterwegs war, blieb es bei einer Gelben Karte für den Rosenheimer Keeper.
Dass die Gastgeber mit einer verdienten Führung in die Kabine gehen konnten, war einem schönen Spielzug über die linke Seite über Luftetar Mushokolaj und Max Mayerl zu verdanken. Nach dessen Flanke köpfte Einsiedler die Kugel am langen Pfosten gegen die Laufrichtung von Rauh zum 2:1 ins lange Eck (37.).
Nach dem Pausentee suchten die Gastgeber die Vorentscheidung. Fans und Verantwortliche rauften sich dabei aber mehr als einmal die Haare, weil die Emilo-Elf rund ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten ausließ. Zweimal Mushkolaj (48./65.), Einsiedler (61.) und Korbinian Linner am Ende einer irren Dreifach-Möglichkeit (66.) sowie Christoph Wallner (77.) hatten allesamt den dritten oder sogar vierten Treffer für die Hausherren auf dem Schlappen.
So blieb es irre spannend, wobei die Schanzer allerdings nur zu zwei nennenswerten Chancen kamen. Den Drehschuss von Sussek parierte Stockenreiter gut (72.) und die Direktabnahme von Nico Rinderknecht zischte deutlich über die Querlatte (83.). In der hektischen Schlussphase hatte der souveräne Schiedsrichter Martin Speckner dann teilweise Schwerstarbeit zu verrichten. Erst sah Thomas Keller nach einer Notbremse an Mushkolaj die Rote Karte (86.), zwei Zeigerumdrehungen später musste der Referee aus Cham erneut in die Gesäßtasche greifen, als Mushkolaj nach einem harten Einsteigen von Patrick Hasenhüttl den Sünder mit beiden Händen zu Boden stieß (88.).
Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – FC Ingolstadt 04 II 2:1 (2:1)
TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Heiß (46. Lenz), C. Wallner, Krätschmer – Linner (90.+2 Tobias), Räuber, Maier, Mayerl – Einsiedler – Majdancevic (82. Jahic), Mushkolaj – Trainer: Kasparetti.
FC Ingolstadt 04 II: Rauh – Ananou, Keller, Gerlspeck, Grauschopf – Schröck (46. Pöllner) – Sussek, Senger (62. Hasenhüttl) – Rinderknecht – Breunig, Kosuch (55. Suljic) – Trainer: Strobl.
Schiedsrichter: Speckner (Cham).
Tore: 1:0 (17.) Einsiedler, 1:1 (20.) Sussek, 2:1 (36.) Einsiedler.
Gelb: Stockenreiter, Majdancevic / Rinderknecht, Keller, Hasenhüttl.
Rot: Mushkolaj (88./Tätlichkeit) / Keller (86./Notbremse).
Zuschauer: 380.
Bes. Vorkommnisse: keine.
16 Apr

Punkt bei den Bayern – Einsatz, Wille und Moral passen

Mit einem Erfolgserlebnis kehrte der TSV 1860 Rosenheim gestern Abend aus München zurück. Bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern holten die Sechzger im Grünwalder Stadion nach 0:1-Rückstand noch einen Zähler, am Ende stand es 1:1. Zwar belegen sie damit weiter einen direkten Abstiegsplatz in der Regionalliga Bayern, immerhin aber fehlt den Rosenheimern nun nur noch ein Punkt zum ersten Relegationsplatz.

Trainer Thomas Kasparetti, der erst kürzlich unabhängig vom Ligaverbleib seinen Vertrag verlängerte, konstatierte, dass seine Elf „den Plan heute perfekt umgesetzt“ habe und er so „den Punkt gerne mitnehme“. Nur ein Sieg gelang seiner Mannschaft in den letzten elf Partien, nie blieb sie dabei ohne Gegentreffer. Dass diese schwarze Serie auch am gestrigen Abend Bestand haben würde, stand bereits nach einer knappen Viertelstunde fest: Nach einem Foul von Rosenheims Linor Shabani flankte dessen Namensvetter Meritan Shabani in den 1860-Strafraum und Maxime Awoudja drückte den Ball aus wenigen Zentimetern über die Linie (14.).

Als die Münchner nur wenige Minuten später wegen eines vermeintlichen Handspiels auch noch einen Elfmeter zugesprochen bekamen, schienen die Gäste vor einem ungemütlichen Abend zu stehen. Der 19-jährige Koreaner Wooyeong Jeong allerdings setzte den Strafstoß neben das von Mario Stockenreiter gehütete Tor der Rosenheimer (21.). Nachdem sich Kasparettis Mannschaft also über den Halbzeitrückstand nicht beklagen durfte, übernahm sie zur Mitte des zweiten Abschnitts zunehmend die Initiative. Zunächst wurden sie von Bayerns Derrick Köhn mit einem zu kurzen Rückpass eingeladen, Awoudja aber konnte in höchster Not noch klären (65.).

Diese Szene allerdings stellte den Startschuss für die beste Phase der Sechzger dar: Kurz darauf scheiterte der erst kurz zuvor eingewechselte Luftetar Mushkolaj nur am Lattenkreuz (66.) und nur wenig später setzte Georg Lenz den Ball aus gut zehn Metern knapp über das Bayern-Tor. So musste es wieder einmal Torjäger Markus Einsiedler richten. Nachdem der 30-jährige Angreifer zunächst noch an Bayern-Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann gescheitert war, köpfte er den Ball aus sieben Metern über Awoudja zum Ausgleich ins Tor (75.).

220 Jugendspieler und Eltern im Grünwalder Stadion

Anschließend brachten die Rosenheimer das Resultat relativ ungefährdet über die Ziellinie, der 35-jährige Coach zeigte sich vollauf zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf: „In solchen Spielen brauchst du auch das Quäntchen Glück, nach dem 1:1 hatten wir aber sogar das Momentum auf unserer Seite. In dieser Saisonphase geht es vor allem darum, regelmäßig zu punkten, entschieden wird das Ganze wohl eh erst am letzten Spieltag.“ Der Ausflug nach München jedenfalls war keineswegs umsonst gewesen. Vor allem nicht für die 220 Jugendspieler und Eltern, die ihren TSV 1860 Rosenheim im Grünwalder Stadion unterstützten.

Die Spielstatistik

FC Bayern München II: Hoffmann – Yilmaz, Mai, Awoudja, Köhn – Feldhahn, Rochelt – M. Shabani (81. Nollenberger) – Jeong, Wriedt, Davies.

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Linner, Heiß, Wallner, Lenz, Mayerl – Räuber, Tobias (63. Mushkolaj), L. Shabani (46. Krätschmer) – Majdancevic (84. Köhler), Einsiedler. Tore: 1:0 Awoudja (14.), 1:1 Einsiedler (75.).

Schiedsrichter: Huber (Wurmannsquick)

Zuschauer: 755

Besondere Vorkommnisse: Jeong schießt Handelfmeter neben das Tor (21.)

Quelle: OVB

13 Apr

Die beste Förderung zukunftssicher machen – TSV 1860 Rosenheim und SpVgg Unterhaching vertiefen bestehende Kooperation

Im Dezember 2017 begann die Zusammenarbeit des TSV 1860 Rosenheim mit der SpVgg Unterhaching. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Jugend“ haben sich die Vereine zum Ziel gesetzt, ambitionierte Fußballtalente der Region bestmöglich zu fördern. Seither stehen Jugendleitung und Jugendtrainer in stetigem Austausch. Schwerpunkte sind hierbei die gegenseitige Weiterentwicklung der Talente, sowie die gemeinsame Weiterbildung der Trainer.

Nach den guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit vertiefen die beiden Vereine nun ihre Kooperation bis in den Herrenbereich hinein.
Die Förderung von jungen regionalen Talenten soll nicht im Jugendbereich abgeschlossen werden, sondern seinen Fortbestand auch im Herrenbereich finden, um ihnen dort die nötige Spiel- und Wettkampfpraxis zu bieten. So kann für eine nachhaltige und langfristige Förderung für alle Talente im Südost-Oberbayerischen Raum gesorgt werden. Ein einmaliges Modell in der Region, von dem die Talente der ganzen Region profitieren werden und das die langfristige, nachhaltige und strategische Ausrichtung der beiden Vereine zeigt.

„Rosenheim ist für uns der optimale Partner bei diesem Projekt. Der TSV 1860 Rosenheim hat eine ganz besondere Tradition in der Talentförderung und in den letzten Jahren mit seiner Jugendarbeit sehr überzeugende Leistungen gebracht. Wir denken von der Philosophie her gleich und sehen die große Chance, dass beide Vereine nachhaltig und langfristig von dieser Kooperation profitieren werden“, so Manfred Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching.

Franz Höhensteiger, Abteilungsleiter Fußball beim TSV 1860 Rosenheim: „Es ist ein tolles gemeinsames Zusammenarbeiten auf Augenhöhe. Unsere

Die weitere Ausgestaltung der Zusammenarbeit wird in den nächsten Wochen konkretisiert. „Es wartet noch viel Arbeit auf uns, aber wir freuen uns drauf“, so alle Beteiligten unisono.

Die sportliche Leitung dieses Kooperationsprojekts übernimmt der Sportliche Leiter der 60er Hans Kroneck, der künftig im engen Austausch mit den Verantwortlichen der SpVgg Unterhaching zusammenarbeiten wird.

Die weitere Ausgestaltung der Zusammenarbeit wird in den nächsten Wochen konkretisiert. „Es wartet noch viel Arbeit auf uns, aber wir freuen uns drauf“, so alle Beteiligten unisono.

6 Apr

Nie aufgesteckt, aber am Ende doch leer ausgegangen

Die Luft im Abstiegskampf für den TSV 1860 Rosenheim wird immer dünner. Obwohl die Schützlinge von Thomas Kasparetti nie aufsteckten, mussten sie sich dem VfB Eichstätt mit 3:4 (2:3) geschlagen geben und sind jetzt auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen.

Die erste Halbzeit verlief munter, aber angesichts einiger kapitaler Patzer in der Abwehr nicht nach Wunsch der Gastgeber. Fabian Schäll wurde in der 10. Minute in höchster Not noch abgeblockt, zwei Minuten später war aber das 0:1 durch den Ex-Rosenheimer Michael Zant fällig, der das Leder – halb mit dem Hinterkopf, halb mit dem Rücken – nach einer Ecke ins lange Eck lenkte (12.). 
Rosenheim antwortete aber sofort mit einer gefährlichen Direktabnahme von Markus Einsiedler (15.), ehe Danijel Majdancevic nach einem tollen Pass von Pius Krätschmer mit einem Heber von der Strafraumgrenze den Ausgleich markierte (17.). Die Gäste blieben unbeeindruckt und sorgten vor allem bei Standards und nach hohen Bällen immer wieder für Gefahr. Am 1:2 war jedoch ein kapitaler „Bock“ der 60er-Abwehr schuld, so dass Schäll am langen Pfosten keine Mühe mehr hatte (20.). 
Vier Zeigerumdrehungen später kam es noch schlimmer, als VfB-Kapitän Benjamin Schmidramsl aus halbrechter Position flach ins lange Eck traf – Torwart Herzig sah hier nicht wirklich gut aus. Die Partie blieb in der Folge offen – und den Gastgebern gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer, als Einsiedler in einen Schussversuch von Max Mayerl spritzte und die Kugel aus 16 Metern mit links satt ins rechte Eck zimmerte (41.).
Im zweiten Abschnitt hatte Eichstätt anfangs mehr Spielkontrolle und stellte folgerichtig in der 53. Minute durch Dominik Wolfsteiner auf 2:4. Anschließend hatten Fabian Eberle (60.) und Thomas Haas (63.) jeweils die Vorentscheidung auf dem Schlappen. Rosenheim steckte jedoch nie auf und kam durch den eingewechselten Luftetar Mushkolaj per Hacke zum 3:4 (67.).
In der Schlussphase wurde es dramatisch. Erst forderten die Hausherren nach einem Handspiel im VfB-Strafraum vehement Elfmeter (90.+4). Schiedsrichter Jochen Gschwendtner wollte jedoch ein Stürmerfoul von Matthias Heiß gesehen haben. In der 95. Minute stockte den 300 Fans im Jahnstadion der Atem, als Heiß und Lucas Schraufstetter in einem Luftzweikampf heftig mit den Köpfen zusammen rasselten. Heiß kam mit einem Cut davon, doch den Eichstätter erwischte es schlimm. Er blieb minutenlang bewusstlos am Boden liegen und musste schließlich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. Die Partie wurde anschließend gar nicht mehr angepfiffen.
Stimmen zum Spiel:
Markus Mattes (Trainer VfB Eichstätt): „Bei Lucas Schraufstetter habe ich leider noch keine genaue Diagnose. Gott sei Dank konnte er alles bewegen und wusste auch, wo er ist, nachdem er wieder aufgewacht ist. Irgendwie war es ein seltsames Spiel. Wir haben das 1:0 postwendend hergegeben. Danach war es ein wildes Spiel. Nach der Pause hatten wir 15 Minuten mehr Spielkontrolle, am Ende war wieder alles offen.“
Thomas Kasparetti (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Es ist natürlich bitter, wenn du nach drei Standards bzw. drei hohen Bällen drei Gegentore bekommst. Trotzdem muss ich den Hut vor meinem Team ziehen, das nie aufgesteckt hat und immer wieder zurückgekommen ist. Ich habe zu keiner Zeit hängende Köpfe gesehen, wir haben bis zum Schluss dran geglaubt.“
Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – VfB Eichstätt 3:4 (2:3)
TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Lenz, Räuber, Heiß  – Mayerl, Maier, Shabani (59. C. Wallner), Linner – Krätschmer (38. Mushkolaj) – Majdancevic, Einsiedler – Trainer: Kasparetti.
VfB Eichstätt: Özhitay – Haas, Zant, Schmidramsl, Steinhöfer – Schelle, Fries (78. Schraufstetter), Federl – Ngankam (46. Wolfsteiner), Eberle, Schäll (71. Calderon Buitrago) – Trainer: Mattes.
Schiedsrichter: Gschwendtner (Wurmannsquick).
Tore: 0:1 (12.) Zant, 1:1 (17.) Majdancevic, 1:2 (20.) Schäll, 1:3 (24.) Schmidramsl, 2:3 (41.) Einsiedler, 2:4 (53.) Wolfsteiner, 3:4 (67.) Mushkolaj.
Gelb: Heiß, C. Wallner / Schelle, Zant.
Gelbrot: Maier (86./wiederholtes Foulspiel) / –
Zuschauer: 300.
Bes. Vorkommnisse: keine.
31 Mrz

Auswärtssieg! Derbysieg!

Der SV Wacker Burghausen hat den Schwung vom 3:0 in Buchbach nicht ins Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim mitnehmen können und unterlag dem Rivalen vom Inn am Samstag mit 1:2. Für das Team von Trainer Thomas Kasparetti der erste Dreier des Jahres und ein ganz wichtiger Sieg im Abstiegskampf, Wacker wartet hingegen weiter auf den ersten Heimdreier 2019.

Burghausen mit schwungvollem Beginn und gleich mit einem Lattenkracher von Matthias Stingl, der aus 20 Metern trocken abgezogen hat (6.). Doch nur fünf Minuten später die kalte Dusche, als Luftetar Mushkolaj sich aus 18 Metern ein Herz fasste, Franko Flückiger den Aufsetzer nicht zu fassen bekam und die Kugel zum 0:1 in die Maschen trudelte – das erste Tor des Schweizers und ein böser Nackenschlag für Wacker, der das Spiel der Hausherren lähmte. Aber es kam noch schlimmer: Erst überstand Burghausen eine Doppelchance durch Danijel Majdancevic und Linor Shabani (17.), aber in der nächsten Situation klingelte es erneut im Wacker-Kasten, als Majdancevic eine Ecke ins Zentrum köpfte, wo Georg Lenz einnicken konnte (19.).

Die Führung spielte natürlich den Sechzigern in die Karten, die nun mit weiten Bällen das Mittelfeld überbrückten, aber keine ernsthaften Nadelstiche setzen konnten. Die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer verpasste erneut Stingl, dessen Kopfballaufsetzer nach Ecke von Muhamed Subasic aus sechs Metern über die Latte sprang (43.).

Mit Wiederbeginn Burghausen wieder mit mehr Elan und auch prompt wieder mit einer Chance durch Marius Duhnke, dessen Schuss geblockt wurde (47.). Den Nachschuss setzte der für den angeschlagenen Kevin Hingerl eingewechselte Christoph Maier übers Lattenkreuz. Auf der anderen Seite verfehlte Shabani aus sieben Meter das Tor von Flückiger, ehe Gäste-Keeper Marius Herzig einen gut geschossenen Subasic-Freistoß aus 16 Metern aus dem Eck fischte (57.). Bis die 856 Zuschauer in der Wacker-Arena die nächste Chance zu sehen bekamen, dauerte es bis zur 81. Minute und wieder war es Stingl, der mit einem schönen Kopfball Pech hatte, als Herzig den Ball aus dem Triangel holte. In der 89. Minute verhinderte Flückiger nach einem Alleingang von Robert Köhler den dritten Treffer für Rosenheim, ehe Felix Bachschmid in der Nachspielzeit mit einem Nachschuss wenigstens der Ehrentreffer glückte.

Während Kasparetti viel Lob für seine Mannschaft fand, war Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg mächtig angefressen: „Wir hatten ein Einstellungsproblem sowohl in läuferischer Hinsicht als auch bei der Konzentration aufs Spiel. Nach der Pause haben sich einige gegen die Niederlage gestemmt, aber nicht alle.“ Das klingt nach einer unangenehmen Trainingswoche!

SV Wacker Burghausen: Flückiger – Scheidl, Hingerl (46. Maier), Buchner, Nicklas (74. Schulz) – Aigner – Wächter, Stingl, Subasic, Bachschmid – Duhnke (74. Bosnjak). Trainer: Schellenberg.

TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Linner (78. Köhler), Lenz, Räuber, Krätschmer, Mayerl – Maier, Shabani – Majdancevic (82. Tobias), Einsiedler (90. Eminoglu) , Mushkolaj. Trainer: Kasparetti.

Tore: 0:1 Mushkolaj (11.), 0:2 Lenz (19.), 1:2 Bachschmid (90. +1)

Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang)

Zuschauer: 856

Gelb: Nicklas, Buchner – Krätschmer

Quelle: Beinschuss

23 Mrz

Warten auf ersten Sieg im neuen Jahr geht weiter

Der TSV 1860 Rosenheim muss im Fußballjahr 2019 weiter auf den ersten Sieg warten. Im Abstiegsduell gegen die SpVgg Greuther Fürth II kamen die Sechziger am 26. Regionalliga-Spieltag vor 340 Zuschauern über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden nicht hinaus.
Die erste Halbzeit war spielerisch überschaubar und rar an Höhepunkten. Auf Rosenheimer Seite köpfte Markus Einsiedler nach Flanke von Danijel Majdancevic unter Bedrängnis am langen Eck vorbei (17.). Auf der Gegenseite traf Patrick Ort nach einem Eckball aus der Drehung nur den Außenpfosten (32.).
Eine Viertelstunde nach dem Pausentee sah dann die Rosenheimer Abwehr inklusive Torwart Marius Herzig nicht gut aus, als ein simpler langer Ball und ein Heber des eingewechselten Tim Danhof zum 0:1 für Fürth führten (60.) – das hatte sich davor überhaupt nicht angedeutet.
Aber die Gastgeber zeigten eine Reaktion. Der eingewechselte Korbinian Linner brachte frischen Schwung ins Spiel und war auch am Ausgleich fünf Minuten später beteiligt. Nach einem Heber von Philipp Maier in den Rücken der Abwehr legte der Griesstätter die Kugel auf Majdancevic, der aus zentraler Position zum 1:1 vollendete (65.). In der 70. Minute hatten die Gastgeber Glück, dass nach einer Ecke sowohl Ort als auch Benedikt Kirsch den Ball nicht richtig trafen.
Für den unrühmlichen Höhepunkt der Partie sorgte Daniel Adlung in der Nachspielzeit, als er Maier, der eine schnelle Freistoßausführung zuvor blockiert hatte, zwischen die Beine trat und von Schiedsrichter Steffen Grimmeißen dafür zurecht die Rote Karte sah (90.+1). Die letzte Aktion gehörte den Gästen, als Maier nach einem Fehler von Wiggerl Räuber eine Flanke von Danhof in höchster Not zur Ecke klärte (90.+3).

Stimmen zum Spiel:
Petr Ruman (Trainer SpVgg Greuther Fürth II): „Wir wollten in einem wichtigen Spiel drei Punkte. Leider ist uns das nicht gelungen. Ich bin mit der Einstellung meiner Mannschaft aber zufrieden. Die Rote Karte fand ich ungerecht. Daniel Adlung ist ein fairer Sportsmann. Er hat in dem Moment woanders hingesehen und dann ist es schwer, das Bein noch zu stoppen.“
Thomas Kasparetti (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Wir wollten den Spirit aus dem Schweinfurt-Spiel in die Partie bringen, was uns in der ersten Halbzeit phasenweise ganz gut gelungen ist. Insgesamt müssen wir mit dem 1:1 vom Spielverlauf her aber zufrieden sein. Korbi Linner hat nach seiner Einwechslung nochmal frischen Wind reingebracht. In den nächsten Wochen werden wir immer über unsere Schmerzgrenze gehen müssen.“
Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SpVgg Greuther Fürth II 1:1 (0:0)
TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Heiß, Räuber, Lenz – Köhler (63. Linner), Shabani, Maier, Mayerl – Majdancevic (90.+1 Eminoglu), Mushkolaj (82. Sattelberger) – Einsiedler – Trainer: Kasparetti.
SpVgg Greuther Fürth II: Schaffran – Minz, Sollfrank, Ort, Trenkwald – Kirsch, Adlung – Hilbert, Jost (12. Schulz), Loo (54. Danhof) – Gashi (68. Große) – Trainer: Ruman.
Schiedsrichter: Grimmeißen (Löpsingen).
Tore: 0:1 (60.) Danhof, 1:1 (65.) Majdancevic.
Gelb: Heiß, Shabani, Maier / Loo.
Rot: – / Adung (90.+1/Tätlichkeit).
Zuschauer: 340.
Bes. Vorkommnisse: keine.
20 Mrz

Neuigkeiten zur Regionalliga Reform

Die Vereinsvertreter der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern sowie die Drittligisten aus diesem Gebiet haben sich bei ihrer Tagung zur Regionalliga-Struktur und der Drittliga-Aufstiegsregelung klar positioniert und sich ohne Gegenstimme für eine Beibehaltung der drei Regionalligen ausgesprochen. 47 Vereinsvertreter (vier Enthaltungen) votierten bei der Zusammenkunft in Landsberg vor den Toren der Saalestadt Halle für den Fortbestand einer fünfgleisigen vierten Liga in Deutschland. Damit akzeptierten die Klubverantwortlichen auch die Tatsache, dass die Meister der Regionalligen Süd und Südwest direkt aufsteigen werden, während die Erstplatzierten aus Nord, Nordost und Bayern zwei Aufsteiger in einem noch zu entwickelnden Modus ermitteln müssen. Dafür votierten 35 Sitzungsteilnehmer, fünf enthielten sich, zwölf stimmten dagegen.

„Wir sind heute zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass es schlicht nicht möglich ist, aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Ligen zu bilden. Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar, dazu sind die Distanzen zu groß, außerdem ist die regionale Identität gerade im Nordosten viel zu bedeutsam, um ihn in zwei Teile zu zerschneiden. Zusätzlich haben heute alle auch nochmals klar unterstrichen, dass die nicht vorhandene pyramidale Ligenstruktur oberhalb der Regionalligen eine adäquate Aufstiegsregelung zur 3. Liga quasi unmöglich macht“, sagte Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), der die Sitzung geleitet hatte – abgestimmt hatten indes ausschließlich die Vereine, nicht die Verbandsfunktionäre um Koch, Erwin Bugar, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOVF) und Günter Distelrath, Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV). Das letzte Wort über das jetzt gefasste Meinungsbild und die Regelung des Aufstiegs von den Regionalligen in die 3. Liga haben jetzt die Delegierten des am 26. und 27. September in Frankfurt am Main stattfindenden DFB-Bundestages.

Die Vereinsvertreter hatten bei ihrem Treffen in Sachsen-Anhalt vier Stunden lang offen und kontrovers, aber ebenso pragmatisch und konstruktiv diskutiert, um am Ende zu einer Lösung zu gelangen. Die hatte die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzte Ad-hoc-AG zur Neuregelung des Aufstiegs zur 3. Liga auch gefordert und ursprünglich den Auftrag erteilt, aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Ligen zu bilden, um der Vorgabe „Der Meister steigt auf“ gerecht zu werden. „Es gibt keinen Königsweg, das haben wir heute gesehen“, sagte Sven-Uwe Kühn als Sprecher der 3. Liga im DFB-Spielausschuss, der ebenso wie die Regionalliga-Sprecher Christoph Heckl (Bayern), Volkhardt Kramer (Nordost) sowie Reenald Koch (Nord) auf dem Podium vertreten waren: „Letztlich ist es für uns nicht schön, dass die Meister im Süden und Südwesten zwei direkte Aufsteiger stellen und wir aus drei Meistern zwei Aufsteiger ermitteln müssen. Das ist schlicht ungerecht. Letztlich aber gab es bei all den Gegensätzen und Unterschiedlichkeiten nur diesen einen Weg“, betonte Kühn. 42 Vereinsvertreter stimmten für diese Lösung, neun waren bei zwei Enthaltungen dagegen: „Das war letztlich pragmatisch und ein klares Signal. Fakt ist, dass die oftmals zitierte Kluft zwischen Drittligisten und Regionalligisten bei weitem nicht so groß ist. Das hat der Tag heute auch bewiesen, beide Seiten haben Verständnis für die jeweiligen Positionen. Gemeinsam wollen wir diese jetzt auch angehen und Lösungen vor allem im Hinblick auf die finanziellen Rahmenbedingungen der Drittligisten und des Unterbaus finden“, unterstrichen NOFV-Präsident Erwin Bugar und sein Nord-Kollege Günter Distelrath.

Deutliche Ergebnisse brachten indes auch die Abstimmungen, eine zweigleisige (45 Nein-Stimmen, 9 Enthaltungen) oder dreigleisige (45 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen) vierte Liga einzuführen. Auch eine Zusammenlegung der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Bayern zu einer Liga, das sogenannte „Fanszenenmodell“, verfehlte eine Mehrheit bei weitem (39 Nein-Stimmen, 11 Enthaltungen). Ebenfalls abgelehnt wurde die jährlich wechselnde freie Einteilung von vier Regionalligen nach ausschließlich geographischen Gesichtspunkten: (51 Nein-Stimmen, 1 Enthaltung).

18 Mrz

Sport & Talk bei BMW Unterberger: Toller 60er Veranstaltung mit Manni Schwabl

Der TSV 1860 Rosenheim und das Autohaus Unterberger haben am Donnerstag Abend eingeladen zu Sport & Talk. 90 Minuten – alles Fußball.

Als Gesprächsgast konnten die 60er den Präsidenten der SpVgg Unterhaching Manfred Schwabl gewinnen, die beiden Vereine verbindet ein enge Partnerschaft in der Jugendarbeit. Thema des Abends war:„Talentförderung (Jugendförderung) im Fußball – zwischen Profifußballer und Stütze im Unternehmen“.Wie werden junge Fußballer heute ausgebildet? Welche Rolle spielt Persönlichkeitsbildung? Wie können Wirtschaft und Verein sinnvoll zusammenarbeiten? Wie können Unternehmen profitieren? Wie kann der Verein profitieren? Manfred Schwabl gewährte einen interessanten und unterhaltsamen Einblick in die Arbeit der SpVgg Unterhaching.

Auf dem Podium war auch 60er Kapitän Matze Heiß, der von seiner Erfahrungen berichtete, wie man Beruf und Sport unter einen Hut bringt.

Auch 60er Abteilungsleiter Franz Höhensteiger präsentierte den Ansatz der Rosenheimer in der Jugendarbeit, die beiden Vereine verfolgen eine ganz ähnliche Philosophie und betonten ihre sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit.

Nach einer unterhaltsamen amerikanischen Versteigerung zu Gunsten der Jugendarbeit der 60er hatte Robert Seebacher und Hakki Dolgun von Unterberger noch eine tolle Überraschung für die 60er und überreichten eine tolle Spende.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, da waren sich die beiden Partner Autohaus Unterberger und der TSV 1860 Rosenheim mit den Gästen einig.

17 Mrz

Traurige Sechziger – knappe Niederlage beim klaren Favoriten

 Nächste knappe Niederlage für den TSV 1860 Rosenheim. Beim klaren Favoriten 1. FC Schweinfurt 05 gab es trotz einer engagierten ersten Hälfte eine knappe Niederlage. Heimtrainer Wenzel bewies ein goldenes Händchen und wechselte mit Adam Jabiri, der beim Tor stark assistierte, den größten Unruheherd ein.

Mit einer 15 minütigen Verspätung begann das Duell zwischen dem 1. FC Schweinfurt 05 und dem TSV 1860 Rosenheim, da die Oberbayern aus Rosenheim mit ihrem Bus im Stau standen. Jedoch merkte man den Rothosen absolut keine Reisestrapazen an. Von Beginn weg spielten die beiden Teams mutig nach vorne und suchten den direkten Weg zum Tor. Dass die Sechziger in dieser wichtigen Partie auf Stürmer Danijel Majdancevic, der am vergangenen Spieltag seine fünfte gelbe Karte sah, verzichten musste, war zu Beginn der Partie nicht bemerkbar. 

Die erste torgefährliche Aktion der Partie hatte der Favorit aus Schweinfurt. Lukas Billig setzte seinen Drehschuss rechts am Kasten von Marius Herzig vorbei. In der Folgezeit waren es aber immer wieder die mutigen Gäste, die immer wieder für Gefahr sorgten, so durften die Gästfans in der 18. Spielminute auch den vermeintlichen Führungstreffer bejubeln. 1860-Neuzugang Luftetar Mushkolaj, der immer wieder für Gefahr sorgte, stand bei seinem Treffer allerdings im Abseits – weiterhin 0:0.

In der 29. Spielminute hatte Linor Shabani die bis dahin beste Chance der Begegnung. Shabani setzte sich mittig stark durch und lief ganz alleine auf FC-Schlussmann Eiban zu, Eiban blieb allerdings lange stehen und vereitelte die riesen Möglichkeit für die abstiegsbedrohten Rosenheimer. Fast im Gegenzug hätte es dann 1:0 für die Hausherren stehen können. Diesmal war Dominik Weiß durch, doch der junge TSV-Keeper Marius Herzig reagierte mit einem tollen Reflex und bewahrte seine Farben vor dem Rückstand. 

Die letzte Möglichkeit vor dem Pausenpfiff hatten wieder die engagierten Gäste. Diesmal versuchte Pius Krätschmer sein Glück per Freistoß. Aus 25 Metern streifte sein Pfund allerdings über das Gehäuse, womit die erste Hälfte, die einige tolle Szenen und auch gute Torraummöglichkeiten hatte, mit der Nullnummer endete. 

Schweinfurt-Coach Timo Wenzel reagierte in der Pause und brachte Stürmer Adam Jabiri, der von Beginn an voll im Spiel war und sofort für Unruhe in der Rosenheimer Verteidigung sorgte. 60 Sekunden nach Wiederanpfiff war es eben jener Jabiri, der sich stark  an der Grundlinie durchsetzte und scharf in die Mitte gab, wo Sturmkollege Nicolas Görtler nur knapp verfehlte. In der 56. Minute war es wieder Jabiri, der den nächsten Akzent setzte. Einen Torwartabschlag nutzte Jabiri zum Konter, zog halblinks trocken ab, doch Herzig konnte erneut parieren. 

In der 61. Spielminute war es dann allerdings so weit und die Heimelf belohnte sich. Wieder setzte sich Jabiri robust durch und behielt die Übersicht, Jabiri legte auf Stefan Maderer, der eiskalt zur Führung für den klaren Favoriten einnetzte. Gefühlt war Jabiri in dieser zweiten Hälfte an jedem Angriff der Schweinfurter beteiligt, so auch in der 74. Spielminute, als er auf Maderer flankte, der jedoch über das Gehäuse köpfte. Die Rosenheimer, die so dringend Punkte brauchen, hatten in der zweiten Halbzeit doch Probleme sich Chancen zu kreieren und konnten nicht mehr an ihre starke erste Hälfte anknüpfen. Eher war es weiter Jabiri, der immer wieder Chancen für Schweinfurt erarbeitet, diese jedoch nicht zur Vorentscheidung nutzen konnte. 

Dadurch, dass Jabiri immer wieder scheiterte, blieb die Begegnung bis zum Schluss spannend, doch die Rosenheimer konnten einfach nicht mehr richtig zwingend werden und mussten so die nächste knappe Niederlage hinnehmen. Mit einer effizienteren Chancenverwertung wäre auch hier beim klaren Favoriten mehr drinnen gewesen. 

Quelle: Beinschuss

9 Mrz

1860 rutscht nach Pleite gegen Heimstetten auf Abstiegsplatz

„Abstiegskampf pur“ hieß es am Samstagnachmittag im Jahnstadion: Nach einer ziemlich dürftigen Leistung und einer letztlich verdienten 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten SV Heimstetten ist der TSV 1860 Rosenheim nach dem 24. Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz in der Regionalliga Bayern abgerutscht.
In einer zerfahrenen ersten Halbzeit setzte Heimstetten das erste Ausrufezeichen, als Marcel Ebeling in der 2. Minute nur knapp über den Kasten zielte. Obwohl die Gäste anschließend zunächst mit cleverem Angriffspressing tonangebend blieben, hatte die Emilo-Elf die besseren Chancen.
Nach einem schweren Fehler von Paul Thomik stand Ludwig Räuber halblinks frei vor SVH-Keeper Maximilian Riedmüller, zielte aber am langen Eck vorbei (3.). Die Direktabnahme von Christoph Wallner nach einer Ecke klärte Riedmüller stark zur Ecke (25.). Und einmal konnte sich auch Markus Einsiedler in Szene setzen, er wurde allerdings aus spitzem Winkel in höchster Not abgeblockt (33.). Zu dieser Zeit hatten die Sechziger bereits mehr Spielkontrolle.
Zwischendurch rasselten Matthias Heiß und Moritz Hannemann im Luftduell heftig mit den Köpfen zusammen. Beide Akteure erlitten stark blutende Wunden. Während der Rosenheimer Kapitän nach kurzer Behandlung weitermachen konnte, musste Hannemann mit dem Sanka ins Krankenhaus gebracht werden. Die letzte Szene vor der Pause gehörte wieder den Gästen. Ebeling versuchte es diesmal per Freistoß, doch 1860-Keeper Marius Herzig lenkte das Leder zur Ecke (38.).
Auch nach dem Pausentee bekamen die 300 Zuschauer über weite Strecken nur schwer verdauliche Fußball-Kost präsentiert. Ein Drehschuss von Mohamad Awata (46.) und ein Fernschuss von Fabio Sabbagh (66.), der zur Ecke geblockt wurde, blieben lange die einzigen Höhepunkte. Heimstetten bekam dabei mit zunehmender Spieldauer jedoch immer mehr Oberwasser.
In der 82. Minute leisteten sich die Hausherren im Mittelfeld einen üblen Ballverlust. Beim folgenden Konter wurde Ebeling steil geschickt und traf schließlich aus halbrechter Position flach ins lange Eck – 0:1. Erst jetzt erwachten die Hausherren aus ihrer Lethargie und hatten im Finish durch Korbinian Linner (83.), Danijel Majdancevic (88.) und Einsiedler (90.+1) noch drei Riesenchancen.
Bei den beiden letzten Szenen war die Partie jedoch bereits entschieden, da Awata in der 86. Minute einen Foulelfmeter sicher zum 0:2 verwandelt hatte. Die Berechtigung des Pfiffes des ansonsten guten Schiedsrichters Luka Beretic war aber ganz nicht unumstritten (Rempler von Ludwig Räuber gegen Tim Schels).

Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SV Heimstetten 0:2 (0:0)
TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Köhler (74. Linner), Heiß, C. Wallner, Lenz – Shabani (61. Mushkolaj), Krätschmer (28. Jahic) – Mayerl, Räuber, Majdancevic – Einsiedler – Trainer: Kasparetti.
SV Heimstetten: Riedmüller – Thomik, Regal, Beierkuhnlein, Ulusoy – Sabbagh, Schels – Hannemann (34. Hintermaier), Ebeling (87. Sengersdorf), Laverty (80. Date) – Awata – Trainer: Schmitt.
Schiedsrichter: Beretic (Augsburg).
Tore: 0:1 (82.) Ebeling, 0:2 (86.) Awata (Foulelfmeter).
Gelb: Lenz, Mayerl, Majdancevic, Einsiedler, Heiß / Ebeling, Ulusoy.
Zuschauer: 300.
Bes. Vorkommnisse: keine.