22 Nov

Im Bewusstsein der eigenen Stärken geht 1860 optimistisch ins Derby

Zum 21. Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 24.11.18 um 14:00h den TSV Buchbach zu Gast im Jahnstadion.

Die bittere 1:2 Niederlage bei der U23 des FC Augsburg konnte das Team von Trainer Ogi Zaric schnell abhaken, jetzt ist der Fokus ganz auf das bevorstehende Derby gegen den TSV Buchbach ausgerichtet. Der ewige Kontrahent spielt bis dato eine hervorragende Runde. Mit Tabellenlatz acht liegt man fünf Plätze vor den Gastgebern, dieselbe Differenz an Zählern weist derzeit auch das Punktekonto (27 zu 22) beider Mannschaften auf. Dem Team des erfahrenen Regionalliga-Trainers Anton Bobenstetter gehören einige Akteure an, die auch schon höherklassig aktiv waren. Allen voran dabei ist sicherlich der verlängerte Arm des Coaches und Mittelfeld-Organisator Aleksandro Petrovic zu erwähnen, der eine immens wichtige Rolle im Team der Gäste einnimmt und für nahezu alle Mannschaften der Liga eine Bereicherung wäre.

Dem ist sich auch der Trainer der Gastgeber Ogi Zaric bewusst: „mit Petrovic und Ammari verfügt der TSV Buchbach über zwei Topspieler der Liga. Auch auf der Trainerbank ist mit meinem Kollegen Anton Bobenstetter ein sehr erfahrener und erfolgreicher Regionalliga-Coach tätig. Wir haben größten Respekt vor der tollen Arbeit die dort seit Jahren abgeliefert wird. Die Vorfreude meiner Jungs ist riesig, sie sind bis in die Haarspitzen motiviert. Wir werden vermutlich taktisch etwas anders auftreten und uns akribisch auf die aggressive aber faire Spielweise mit und ohne Ball des TSV Buchbach vorbereiten. Natürlich brauchen wir einen Sahnetag, um gegen die beachtliche Qualität unserer Gäste bestehen zu können. Wir setzen dabei auf unsere Stärken und sind davon überzeugt, im Derby ein erfolgreiches Resultat einzufahren“.

In den letzten Jahren gab es zwischen den Kontrahenten die ein oder andere unvergessene Partie, zumeist mit positiveren Ausgang für die Gäste. Aber die Vergangenheit zählt nicht mehr, einzig und allein ist die Gegenwart bzw. der Blick nach vorne entscheidend. Auch die unnötigen Punktverluste zuletzt sind ad acta gelegt. „Wir haben in den letzten beiden Wochen unnötig drei Punkte liegen gelassen. Diese wollen wir uns nun im Derby wieder holen“, gibt sich der Coach der Heimelf selbstbewusst.

Mit acht Zählern aus den letzten vier Begegnungen, darunter der beachtliche 4:0 Heimsieg gegen den FC Augsburg II, wird aber auch der Gegner um Kapitän Maxi Hain mit mindestens genauso breiter Brust im Jahnstadion auflaufen. Somit ist eine spannende und kampfbetonte Auseinandersetzung, in der sich die Parteien sicherlich nichts schenken werden vorprogrammiert. Ein wahres Schmankerl für die Fans des runden Leders steht also bevor.

Personell ist die Lage bei den Sechzgern äußerst positiv, bis auf Angreifer Korbi Linner (Bänderverletzung im Knie) sind alle Mann an Bord. Wie so oft können die Verantwortlichen auf der Trainerbank der Rosenheimer aus dem Vollen schöpfen. In den Trainingseinheiten unter der Woche spürt man ganz deutlich, je näher das Derby rückt, desto fokussierter und motivierter gehen die Mannen um Mannschaftsführer Matze Heiß zur Sache. Der Name des Captains der Rothemden wird am Samstag Programm sein, die Jungs glühen förmlich und wollen endlich losgelassen werden.

Korbi Linner fehlt weiterhin verletzungsbedingt

 

Nicht nur die Vorfreude im Team des Gastgebers ist riesengroß, selbstverständlich sind auch alle Fans und Gönner des TSV 1860 Rosenheim in positiver Erwartungshaltung. Die Wahrscheinlichkeit eines Derby-Sieges der Innstädter nimmt mit jedem Spiel zu, und jetzt ist der Zeitpunkt einfach gekommen. Exakt einen Monat vor dem großen Fest will sich das Team das schönste Weihnachtsgeschenk selbst machen und mit den Anhängern anschließend drei Punkte gemeinsam feiern.

15 Nov

1860 Rosenheim ambitioniert zum letzten Auswärtsspiel

Am 20. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 17.11.18 um 14:00h bei der U23 des FC Augsburg antreten.

Nach der äußerst unglücklichen und völlig unnötigen Punkteteilung im Heimspiel gegen den SV Viktoria Aschaffenburg vom letzten Wochenende (2:2) steht nun am dritten Rückrunden-Spieltag für die Rosenheimer die Begegnung bei der U23 des FC Augsburg auf dem Programm.

Die Heimelf reitet aktuell nicht gerade auf einer Erfolgswelle. Aus den letzten fünf Partien konnte die Mannschaft von Trainer Alexander Frankenberger gerade einmal gegen den VfR Garching beim 1:1 Unentschieden was Zählbares einfahren, die restlichen vier Auseinandersetzungen gingen alle verloren. Vor acht Tagen mussten die Mannen um Kapitän und Torhüter Flemming Niemann in Buchbach sogar eine herbe 0:4 Schlappe hinnehmen. Somit fielen die Fuggerstädter bei derzeit 16 Zählern auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

Das hat man sich in den Reihen der Zweitvertretung des Bundesligisten sicherlich ganz anders vorgestellt. Mitte Oktober trat der bis dahin tätige Trainer Dominik Reinhardt vom Posten des Chefcoach freiwillig zurück, seither hat der Fußballehrer Alexander Frankenberger – er ist gleichzeitig auch noch Leiter des Nachwuchsleistungszentrum des FCA – interimsmäßig die Verantwortung auf der Bank der Augsburger übernommen. Bisher jedoch konnte sich der dadurch erhoffte Erfolg jedoch nicht einstellen. Nun im Heimspiel gegen den TSV 1860 soll sich dies möglichst aber ändern, obgleich die Fuggerstädter bisher lediglich sechs Zähler auf eigenem Platz einfahren konnten.

Dem Vorhaben der Gastgeber werden die Rosenheimer sicherlich alles dagegensetzen was in ihrer Macht steht. Und auf des Gegners Plätzen ist man ja mittlerweile äußerst gefürchtet, die letzten drei Begegnungen konnte das Team von Trainer Ogi Zaric allesamt für sich entscheiden – dies sogar jeweils zu null. „Wir wollen unsere Serie unbedingt ausbauen und werden am Samstag alles daran setzen weiter zu punkten. Das sehr ärgerliche Unentschieden gegen Aschaffenburg haben wir ad acta gelegt, nun ist der Blick wieder nach vorne gerichtet. Die U23 des FC Augsburg ist ein spielstarkes Team und sicherlich um einiges besser als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt, dies ist uns bewusst. Der Fokus liegt aber in erster Linie auf uns selbst und unserer Philosophie. Wir wollen, dass unser Team eine hohe Intensität an den Tag legt und gleichzeitig die Gier in den Augen der Spieler nach Erfolg sichtbar ist. Dann sind wir überzeugt, auch aus Augsburg was Zählbares mitnehmen zu können“, ist sicher Ogi Zaric sicher.

Mit aktuell 22 Punkten auf der Habenseite und Platz 13 konnten die Sechzger den Abstand auf den ersten Relegationsplatz innerhalb kürzester Zeit auf vier Zähler ausbauen. Wer hätte dies noch vor einigen Wochen gedacht, als man sogar noch die Rote Laterne innehatte. Doch eine durchaus in dieser nicht ganz einfachen Situation beeindruckende Serie mit zehn Punkten aus fünf Partien führte zur sehr erfreulichen Entwicklung. Die harte Arbeit der Trainer und des Teams macht sich nun bezahlt, die Jungs haben Blut geleckt und wollen weiter erfolgreich sein. Dennoch wissen alle, dass in der sehr ausgeglichen und qualitativ hochwertigen Liga jedes Spiel ein neuer Kampf um Punkte sein wird. Neben dem so oft entscheidenden Spielglück ist vor allem Leidenschaft, eine geschlossene Mannschafts-leistung und der Wille die Leistungsgrenze erreichen zu wollen ausschlaggebend.

An der Mission „Serie ausbauen“ kann der nach der erhaltenen Ampelkarte gegen Aschaffenburg gesperrte Angreifer Andrija Bosnjak nicht teilnehmen. Neben ihm fehlt auch weiterhin Korbinian Linner (Außenbandanriss im Knie). In den Kader zurückkehren wird hingegen nach abgesessener Gelbsperre wieder Mittelfeldstratege Philipp Maier. Ansonsten sind alle Mann fit und einsatzbereit.

Philipp Maier steht nach überstandener Gelbsperre wieder zur Verfügung

 

Die Rothemden wollen nun auch das altehrwürdige Rosenaustadion erstürmen – „wir freuen uns sehr auf ein wirklich cooles Stadion und wollen auch das letzte Auswärtsmatch in diesem Jahr erfolgreich gestalten“, so Zaric – und weiterhin fleißig Punkte sammeln. Ehe es in den letzten beiden Partien in 2018 auf heimischem Geläuf gegen Buchbach und Nürnberg II geht, soll nun möglichst die beachtliche Auswärtsserie ausgebaut werden, um im Verlauf der Rückrunde schnellstens die so wichtige 40-Punkte-Schallmauer durchbrechen zu können. Wenn der TSV an die wirklich bärenstarken und hochkonzentrierten ersten 45 Minuten aus dem Spiel gegen Aschaffenburg anknüpfen kann, stehen die Chancen auf weitere Zähler bei den Schwaben wahrhaft gut bis sehr gut.

10 Nov

Elfer-Geschenk und Last-Minute-Gegentor: 1860 muss sich mit Remis begnügen

Der TSV 1860 Rosenheim hat am 19. Regionalliga-Spieltag eine 2:0-Pausenführung aus der Hand gegeben und musste sich nach einem Last-Minute-Ausgleich gegen den SV Viktoria Aschaffenburg mit einem 2:2 (2:0)-Unentschieden begnügen.
Die erste Halbzeit war dabei mit das Beste, was die Sechziger in dieser Saison bislang gezeigt haben. Mit sicherem Passspiel und gutem Umschaltverhalten in beide Richtungen beherrschte die Zaric-Elf den Gegner nahezu nach Belieben. Es hätte zur Halbzeit auch höher als 2:0 für die Gastgeber stehen können, die klare Chancen durch Andrija Bosnjak (5./starker Flugkopfball), Pius Krätschmer (17./Freistoß), Omer Jahic (24./abgeblockt) und Leopold Krüger (42./Schlenzer knapp vorbei) ungenutzt ließen.
Die Tore erzielten derweil Markus Einsiedler (31.), dessen Schuss vom Innenpfosten abprallte und von Viktoria-Keeper Peter Neuberger erst hinter der Linie erreicht werden konnte, und Krüger, der eine kluge Hereingabe von Ludwig Räuber aus dem halbrechten Rückraum ins lange Eck schob (44.).
Nach dem Pausentee schwächten sich die Sechziger selber, als Bosnjak zum zweiten Mal übermotiviert am gegnerischen Strafraum in einen Zweikampf ging und dafür zurecht Gelbrot sah (51.). Aschaffenburg drückte in der Folge aufs Tempo – und bekam Unterstützung durch Schiedsrichter Thomas Berg, der nach einem handelsüblichen Zweikampf an der Torauslinie zwischen Jahic und Pasqual Verkamp, der den Ball ohnehin nicht mehr erreicht hätte, zum Entsetzen der Gastgeber auf den Elfmeterpunkt zeigte.
Viktoria-Torjäger Björn Schnitzer ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte das „Geschenk“ zum 2:1-Anschlusstreffer (64.). Rosenheim kam nun kaum noch über die Mittellinie und hatte Glück, dass Schnitzer den Ball in der 73. Minute an den Innenpfosten nagelte. Hier wäre 1860-Keeper Mario Stockenreiter völlig chancenlos gewesen.
In der Schlussphase schnürten die Unterfranken den Gegner regelrecht an dessen Strafraum fest. Bis auf einen Fernschuss von Daniele Toch (90.+1) sprang aber zunächst nichts Nennenswertes heraus, auch wenn die Ansätze immer wieder gefährlich werden. Das sollte sich in der fünften Minute der Nachspielzeit ändern, als Toch am linken Sechzehner-Eck ein Abpraller vor die Füße fiel. Der herrliche Schlenzer der Marke „Sonntagsschuss“ passte genau ins lange Eck zum aus Viktoria-Sicht schmeichelhaften 2:2-Endstand (90.+5).
Stimmen zum Spiel:
Jochen Seitz (Trainer SV Viktoria Aschaffenburg): „In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz und haben keinen Zweikampf gewonnen. Zudem haben wir Markus Einsiedler überhaupt nicht in den Griff bekommen. In der Pause haben wir umgestellt, zudem hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt. Wir haben dann Rosenheim eingeschnürt, aber unter dem Strich war es ein glücklicher Punkt für uns.“
Ogi Zaric (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Klar überwiegt kurz nach dem Spiel die Enttäuschung. Die erste Halbzeit war allerdings die beste Halbzeit meiner Mannschaft in dieser Saison. Wir wollten dann nach der Pause genauso weiter machen, haben uns allerdings bei der Gelbroten Karte nicht clever verhalten. Es fällt mir schwer, zum Elfmeter und zum 2:2, wo ich vorher ein Foul gesehen habe, etwas zu sagen. Es war auf alle Fälle eine sehr schwache Schiedsrichterleistung.“
Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SV Viktoria Aschaffenburg 2:2 (2:0)
TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Krätschmer, Lenz, Heiß, C. Wallner – Tobias, Räuber – Jahic (71. Mayerl), Einsiedler (90.+3 Merdan), Krüger (71. Neumeier) – Bosnjak – Trainer: Zaric.
SV Viktoria Aschaffenburg: Neuberger – Zehnder (78. Fritsch), Dähn, Boutakhrit, Ech Chad (46. Verkamp), Cheron – Grünewald (59. Toch), Verkaj – Beinenz, Schnitzer – Harrer – Trainer: Seitz.
Schiedsrichter: Berg (Landshut).
Tore: 1:0 (31.) Einsiedler, 2:0 (44.) Krüger, 2:1 (64.) Schnitzer (Foulelfmeter), 2:2 (90.+5) Toch.
Gelb: Krätschmer, Räuber / –
Gelbrot: Bosnjak (51./wiederholtes Foulspiel) / –
Zuschauer: 330.
Bes. Vorkommnisse: Rosenheims Co-Trainer Kasparetti muss wegen Reklamierens auf die Tribüne (64.).
8 Nov

Mit großer Leidenschaft und breiter Brust strebt 1860 Rosenheim wichtigen Heimsieg an

Zum 19. Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 10.11.18 um 14:00h den SV Viktoria Aschaffenburg zu Gast im Jahnstadion.

Am kommenden Samstag gastiert mit dem SV Viktoria Aschaffenburg ein Aufsteiger im Jahnstadion, der bisher eine überragende Saison hinlegen konnte. Mit derzeit 25 Zählern belegen die Schützlinge von Trainer Jochen Seitz einen fabelhaften achten Tabellenrang. Vor einer Woche holte der Liganeuling im Heimspiel gegen TSV Buchbach ein 1:1 Unentschieden. Die letzte Niederlage der Unterfranken liegt bereits fünf Runden zurück (1:4 gegen Bayreuth), seither heimste der Gast mit jeweils zwei Punkteteilungen und zwei Siegen insgesamt in den letzten vier Begegnungen stolze acht Zähler ein.

Besonders hervorzuheben aus der stets kompakt auftretenden Truppe um Kapitän Simon Schmidt ist Offensivkraft Björn Schnitzer, der nicht nur den Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft darstellt, sondern auch mit fünf Treffern neben Luca Dähn der bisher erfolgreichste Torschütze der Aschaffenburger ist. Schon beim 3:0 Hinspiel-Sieg gegen Rosenheim netzte Schnitzer zweimal ein „Auf Björn Schnitzer werden wir besonders achten müssen. Sofern wir ihn aus dem Spiel nehmen können, steigen unsere Chancen auf ein gutes Ergebnis erheblich. Neben der gut gestaffelten Defensive ist besonders das schnelle Umschalten in den Angriffsmodus bei den Aschaffenburgern auffällig. Aber auch die ein oder andere Schwachstelle konnten wir nach genauer Analyse feststellen. Wir wollen diese möglichst ausnutzen und peilen deshalb ganz klar einen Heimsieg an“, so der überzeugte Trainer von 1860 Rosenheim Ogi Zaric.

Auf des Gegners Platz holten die Unterfranken bis dato zwölf Zähler, die Hälfte davon mit Punkteteilungen. Doch ein Unentschieden würde die zuletzt so erfolgreiche Heimelf sicher nicht ganz zufriedenstellen. Aus den letzten vier Partien fuhren die Gastgeber stolze neun Punkte ein, allesamt jedoch auswärts. Das Heimspiel während dieses Zeitraums ging mit dem einzigen Gegentor der letzten vier Runden äußerst unglücklich mit 0:1 Toren gegen Schalding-Heining verloren. Dies soll sich ab sofort aber wieder ändern, das Jahnstadion soll wieder zur uneinnehmbaren Festung werden.

Nun mit 21 Punkten auf der Habenseite konnte sich das Team um Kapitän Matze Heiss nach einigen Wochen wieder aus der tabellarischen Gefahrenzone vorerst befreien und nimmt aktuell den zwölften Tabellenplatz ein. Es sind zwar nur drei Punkte bis zum ersten Abstiegsrang, jedoch zeigt die Tendenz ganz klar noch oben. Ogi Zaric und sein Team möchte die Serie nach dem 1:0 Sieg in Garching nun unbedingt weiter ausbauen: „wir freuen uns wahnsinnig auf das Heimspiel gegen Aschaffenburg. Unsere Entwicklung ist nicht nur spielerisch sondern nun endlich auch ergebnistechnisch positiv. Wir haben trotzdem noch viel Luft nach oben. Es macht einfach riesig Spaß mit meinen Jungs zusammenzuarbeiten. Sie wollen nun unbedingt nachlegen. Ein wichtiger Baustein dabei ist natürlich unsere mittlerweile stabile Defensive, die in den letzten vier Partien lediglich einen Gegentreffer, und der war äußerst unglücklich, hinnehmen musste. Ich bin überzeugt, dass wir mit breiter Brust auflaufen werden, zudem sehr leidenschaftlich ans Werk und ebenso an die Leistungsgrenze gehen werden“.

Beide Teams müssen am Samstag jeweils auf einen gelbgesperrten Akteur verzichten. Bei den Gästen ist Ugurtan Kizilyar davon betroffen, bei den Hausherren Philipp Maier. Zudem fehlt im Kader von 1860 Rosenheim Angreifer Korbinian Linner, der sich in einer Trainingseinheit vor dem Garching-Spiel das Außenband am Knie angerissen hat. Er wird sehr wahrscheinlich einige Wochen ausfallen. Dagegen hat Bruno Goncalves seine Oberschenkelprobleme auskuriert, er wird daher vermutlich wieder auf der Bank sitzen. Ansonsten sind personaltechnisch im Vergleich zur erfolgreichen Auswärtspartie aus Garching keine Veränderungen zu verzeichnen.

Mit einem möglichen Heimsieg gegen den starken Aufsteiger aus Aschaffenburg könnten die Innstädter den Abstand zu den gefährdeten Plätzen nochmal ausbauen. Aber dafür ist wieder eine hochkonzentrierte und möglichst fehlerfreie Darbietung mit konsequenten Torabschlüssen der Sechzger Angreifer notwendig. Natürlich ist auch das so berühmt, berüchtigte Spielglück in den zumeist engen Liga-Begegnungen ausschlaggebend.

4 Nov

Dritter Auswärtssieg in Folge! Herren arbeiten sich nach oben

Der TSV 1860 Rosenheim kommt immer besser in Fahrt. Beim VfR Garching konnten die Mannen um Coach Ognjen Zaric den dritten Auswärtssieg in Serie bejubeln, wodurch sich die Rosenheimer auf den zwölften Tabellenplatz verbessern.

Die Begegnung brauchte wie beim 3:2-Hinspielsieg der Sechziger keine großartige Anlaufzeit. Bereits nach 60 Sekunden wurde der erste Abschluss der Partie abgefeuert. Garchings Tom Zimmerschied verzog allerdings deutlich. Die erste große Chance der Begegnung hatten die Gäste aus Rosenheim in der fünften Spielminute. Omer Jahic kam in der rechten Strafraumhälfte etwa zehn Meter vor dem Tor frei zum Schuss, doch der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Jahic war es auch, der durch seine starken Standards immer wieder für Gefahr sorgte, so in der elften Minute als Markus Einsiedler die Kugel knapp am Elferpunkt verpasste. Später kam Georg Lenz nach einem Jahic-Freistoß acht Meter vor dem Tor zum Kopfball, jedoch flog das Leder einige Zentimeter über das Gehäuse. Beide Mannschaften taten sich etwas schwer zwingende Chancen zu kreieren, wobei die Rosenheimer das gefährlichere Team waren. In der 27. Minute hätte Torjäger Markus Einsiedler auf 1:0 für Rosenheim stellen können. Der Gästestürmer stand 14 Meter vor dem Tor, zentrale Position, völlig frei. Seinen Flachschuss konnte Keeper Engl mit einer Glanzparade allerdings abwehren. Klasse Tat des VfR-Keepers.

Im Rosenheimer Sechzehner wurde es in der ersten Hälfte nur einmal semi-gefährlich. Orkun Tugbay zirkelte einen Freistoß vom rechten Halbfeld in den Sechzehner. Die Flanke senkte sich gefährlich neben den linken Pfosten und ging von dort ins Aus. Die 36. Spielminute war gespielt, danach gab es keine Aufreger mehr, weshalb die erste Hälfte mit der Nullnummer endete.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es sechs Minuten, ehe die Rosenheimer wieder vor das Tor des VfR kamen. Pius Krätschmer versuchte es mit einem frechen Heber aus 18 Metern Torentfernung. Torhüter Engl war aber zur Stelle und pflückte das Leder herunter. Den Garchinger fiel gegen eine äußerst stabile und disziplinierte Rosenheimer Mannschaft wenig ein. Die Rosenheimer hingegen erzwangen sich immer mal wieder gute Chancen. Eine davon wurde in der 64. Spielminute dann zum umjubelten 1:0, aus Rosenheimer Sicht, verwandelt.

Markus Einsiedler tanzte am Elfmeterpunkt vier Garchinger Spieler aus und schoss die Kugel halbhoch unter die Querlatte zur Führung. Ein klasse Tor des Rosenheimers. Es dauerte gute zehn Minuten, bis sich die Garchinger wieder fingen und mehr Druck aufbauen wollten, allerdings agierte die Rosenheimer-Defensivabteilung fast fehlerfrei. Die einzige Möglichkeit zum Ausgleich hatten die Gastgeber fünf Minuten vor dem Ende. Kelmendi schaltete sich über die rechte Seite ein und flankte gefährlich vor das Gästetor. Aber Orkun Tugbay kam nicht richtig mit dem Kopf an die Kugel. Es sollte der letzte Versuch der Garchinger sein.

Weshalb die Rosenheimer ihren dritten Auswärtssieg bejubeln durften und sich langsam im unteren Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Am nächsten Samstag, den 10.11, „müssen“ die Rosenheimer wieder im heimischen Stadion ran. Dann wartet der SV Viktoria Aschaffenburg auf die Sechziger. Anpfiff ist um 14.00 Uhr.

Quelle: Beinschuss

1 Nov

Ambitioniert und voller Tatendrang zur nächsten schweren Auswärtsaufgabe

Am 18. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 03.11.18 um 14:00h beim VfR Garching antreten.

Zum ersten Rückrundenspieltag müssen die Sechzger gleich nochmal auswärts auf des Gegners Platz auflaufen, nun sind die Schützlinge von Trainer Ogi Zaric beim VfR Garching zu Gast. Durch den 1:0 Auswärtssieg aus der letzten Runde in Bayreuth können die Rosenheimer etwas befreiter auflaufen, die Rote Laterne wurde wieder abgegeben. Beide Kontrahenten weisen nach der Vorrunde 18 Zähler auf dem Punktekonto auf und gehören damit zu einem Pulk von fünf Teams mit derselben Ausbeute, dahinter stehen noch drei Mannschaften mit je 16 Zählern. Ein wenig mehr hätte man sich in beiden Lägern zum jetzigen Zeitpunkt durchaus gut vorstellen können, aber durch die äußerst knappen Punkteabstände in der unteren Tabellenhälfte ist noch alles drin.

Im letzten Hinrundenspiel im heimischen Stadion am See ging das Team von Trainer Daniel Weber gegen den TSV Buchbach mit 1:3 Toren baden. Zuvor kam man auf sage und schreibe fünf Punkteteilungen um Stück. Die Mannen um Kapitän Dennis Niebauer, der mit sechs Saisontreffern der gefährlichste Angreifer der Heimelf ist, wollen nun aus der Begegnung gegen den TSV 1860 Rosenheim unbedingt endlich wieder einen Dreier einfahren, um nicht noch weiter in den unteren Tabellenbereich abzusacken. „Wir wissen um die vielen Stärken unseres bevorstehenden Gegners aus Garching, aber auch die ein oder andere Schwäche konnten wir ausmachen. Ein ganz besonderes Augenmerk werden wir auf Dennis Niebauer werfen, der nicht nur sehr torgefährlich ist, sondern ebenso der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des VfR darstellt. Wir sind gewarnt aber durchaus optimistisch und wollen definitiv weiter punkten“, so der ambitionierte Trainer des Gegners aus Rosenheim Ogi Zaric.

Schon die Partie zum Saisonstart konnten die Sechzger mit einem Last-Minute-Tor von Georg „Schorsch“ Lenz zum 3:2 Heimsieg für sich entscheiden. Nun streben die Rosenheimer auch im Münchener Vorort einen weiteren Punktegewinn, möglichst sogar deren drei an. Der äußerst wichtige 1:0 Sieg in Oberfranken von vor acht Tagen und das dadurch auch mittlerweile auf des Gegners Platz gewonnene Selbstverstrauen lässt die Zaric-Jungs auf ein weiteres gutes Resultat hoffen. „Wir werden mit Mut und Risikofreude auftreten und wollen damit erfolgreich sein. In den letzten drei Begegnungen konnten wir viele Chancen kreieren, jedoch war die Torausbeute nicht unbedingt zufriedenstellend. Das wollen wir nun mit noch mehr Entschlossenheit ändern. Dafür haben wir aber auch nur ein Gegentor hinnehmen müssen und dies war mehr als unglücklich. Auf alle Fälle werden wir bis zum Umfallen um ein gutes Ergebnis in Garching kämpfen“ ist sich der TSV-Coach sicher.

Wieder mit an Bord ist der zuletzt auf Grund einer Erkältung fehlende Danij Majdancevic, ebenso wie Stammtorhüter Mario Stockenreiter, der in Bayreuth beruflich bedingt nicht auflaufen konnte. „Stocki“ wurde jedoch von Marius Herzig, dem hochtalentierten 18jährigen Keeper der Sechzger hervorragend vertreten. In seinem ersten Spiel im Seniorenbereich blieb er gleich ohne Gegentor und zeigte dabei eine souveräne und tolle Leistung. Mit Sicherheit nicht auflaufen können am Samstag die beiden Offensivspieler Bruno Goncalves, der noch mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat und Korbi Linner, der sich im Training eine Knieverletzung zuzog und noch gründlich untersucht wird. Ansonsten stehen die üblichen Verdächtigen dem Trainer-Team Ogi Zaric und Thomas Kasparetti zur Verfügung.

Es wäre natürlich eine super Sache, wenn der TSV 1860 Rosenheim gleich nochmal auswärts punkten und somit den Abstand nach ganz hinten nochmal vergrößern könnte. Dafür warten aber auf Kapitän Matze Heiß und seinem Team jedoch noch 90 Minuten Schwerstarbeit bei einem sehr, sehr guten und gefährlichen Gegner, der mit Torhüter Maximilian Engl sicherlich einen der besten Keeper der Liga in ihren Reihen aufweisen kann. Ihn möglichst oft zu überwinden haben sich die Angreifer der Innstädter um Markus Einsiedler, Danij Majdancevic, Andrija Bosnjak und Co. auf ihre Fahnen geschrieben. Hoffen wir mal, dass sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen können.

28 Okt

Wichtiger Auswärtssieg in Bayreuth

 In einem umkämpften und sehr ansehnlichen Regionalliga-Spiel konnte der TSV 1860 Rosenheim einen ganz wichtigen Auswärtssieg einfahren. Den Treffer des Tages markierte Ludwig Räuber, der keine Nerven zeigte und souverän vom Punkt traf. Damit geben die Sechziger die rote Laterne der Liga wieder ab.

In einer von Beginn an sehr ansehnlichen Begegnung versuchten die Bayreuther von Beginn an Druck auf die Rosenheimer-Abwehr aufzubauen. So kamen die Hausherren, die seit fünf Spielen ungeschlagen waren, bereits nach vier Minuten zum ersten Abschluss der Begegnung. Torjäger Ivan Knezevic fackelte nicht lange und zog sofort ab, allerdings flog sein Schuss weit über das Gehäuse der Rosenheimer. Die Gäste waren es, die in der achten Minute ihre erste Gelegenheit verbuchen konnten. Nach einer Ecke von der linken Seite stieg Matze Heiß am höchsten. Sein Kopfball flog ebenfalls über das Tor.

Vier Minuten drauf waren es wieder die Gastgeber, die gefährlich vors Gehäuse kamen. Nach einer starken Hereingabe von der linken Seite verpasste Anton Makarenko den Ball sieben Meter vor dem Kasten. Dafür war Marcel Schiller zur Stelle und dieser traf die Querlatte – Glück für die Sechziger, die von dieser Möglichkeit aber überhaupt nicht geschockt waren und in der 14. Minute die nächste Chance hatten. Nach einer Flanke von der rechten Seite durch Stürmer Markus Einsiedler kam Ludwig Räuber fünf Meter vor dem Bayreuther Tor zum Kopfball, fand seinen Meister aber in Sebastian Kolbe im Bayreuther Tor.

Zehn Minuten drauf waren wieder die Rosenheimer am Drücker. Nach einer tollen Aktion, kam Markus Einsiedler im Strafraum an den Ball, doch sein Flachschuss ging weit am Tor vorbei. Einsiedler war es auch, der in der 40. Minute die beste Gelegenheit für die Oberbayern hatte. Markus Einsiedler zog aus 20 Metern ab und der landete an der Oberkante der Latte. Remis im Lattenduell. Vier Minuten drauf hatten die Sechziger schon wieder eine riesen Möglichkeit, die Georg Lenz aber leichtfertig vergab. Nach einer Ecke von der rechten Seite kam Georg Lenz freistehend aus drei Metern an den Ball, jedoch konnte Lenz mit dem Geschenk nichts anfangen und Torwart Sebastian Kolbe war zur Stelle.

Mit dieser Aktion endete die starke, abwechslungsreiche und ausgeglichene Partie – mit einem kleinen Chancenplus für die Rosenheimer – mit der Nullnummer. Die zweite Halbzeit konnte von der Kombinationsstärke nicht mehr ganz mit dem ersten Abschnitt mithalten und die Partie wurde etwas fahriger. Alle acht gelben Karten wurden in der zweiten Hälfte gezückt und so musste auch eine Standardsituation die Begegnung entscheiden. Nach einer Stunde foulte Shpetim Sulejmani einen Sechziger im Strafraum. Schiedsrichter Elias Tiedeken zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Ludwig Räuber nahm sich der Sache an, zeigte keine Nerven und verwandelte traumwandlerisch sicher ins rechte untere Eck. Die wichtige Führung für die Rosenheimer.

Fünf Minuten drauf hatte der TSV erneut Pech, als ein starker Schuss von Einsiedler erneut nur das Aluminium traf. In der Folgezeit warfen die Bayreuther alles nach vorne, ohne dabei richtig gefährlich zu werden. Die Rosenheimer hingegen setzten auf Konter und standen in der Abwehrreihe sehr stabil, weshalb die Begegnung nicht unverdient mit dem Auswärtssieg für die Rosenheimer endete. Damit schieben sich die Rosenheimer – in einer äußerst engen Regionalliga – auf einen Abstiegs-Relegationsplatz.

Quelle: Beinschuss

26 Okt

Toller Artikel über unseren Coach Ogi Zaric im Münchner Merkur

Autor Reinhard Hübner schreibt regelmäßig beim Münchner Merkur auf der Amateurfußballseite. In dieser Woche über unseren Coach Ogi Zaric. Vielen Dank für den coolen Artikel, den wir hier gerne abbilden.

Rosenheim-Coach Zaric: Das Verlieren will er nie lernen

Junge Gesichter auf der Trainerbank

Julian Nagelsmann hat in der Bundesliga einen Trend gesetzt, als er mit 28 Cheftrainer von 1899 Hoffenheim wurde. Auch in den Amateurklassen werden Trainer immer jünger. Ognjen Zaric, Coach des 1860 Rosenheim, ist eines der ganz jungen Gesichter.

Der gute Verlierer ist einer der Charaktere, die einem verdächtig vorkommen sollten. Hinter dem guten Verlierer steckt doch meist ein ziemlich langweiliger Mensch. Und dazu zählt Ognjen Zaric, den sie alle nur „Ogi“ nennen, nun bestimmt nicht. Zaric hat zwar das Gesicht eines Engels, er ist ein netter, höflicher junger Mann, einer, den man sich als Schwiegersohn nur wünschen würde. Er hat aber ein Problem, er kann einfach nicht verlieren. Zaric, 29, will noch so vieles lernen, „das Verlieren“, sagt er, „aber nie“.

Deshalb sind die letzten Monate ziemlich hart für ihn gewesen. Neun von 16 Regionalliga-Spielen hat er als Trainer mit 1860 Rosenheim verloren, es hat in ihm gebrodelt, gearbeitet, die meisten der Niederlagen waren absolut unnötig gewesen. Zaric hat sich dann an die Videoanalyse gemacht und halt einfach das Gute herausgezogen, für sich und die Mannschaft: „Wie bei einem Sieg nicht alles super war, war bei einer Niederlage nicht alles nur schlecht.“ So gewinnt Zaric dann doch, zumindest wertvolle Erkenntnisse.

Ogi Zaric ist einer der blutjungen Trainer, in der Regionalliga Bayern hinter Pipinsrieds Fabian Hürzeler, erst 25, der jüngste. Rosenheim ist seine erste Station im Herrenbereich, zuvor hat er Jugendmannschaften in seiner zweiten Heimat Kufstein gecoacht, war Individualtrainer beim Tiroler Fußballverband, hat dann hauptberuflich drei Jahre lang Talente am Deutschen Fußball Internat in Bad Aibling geformt, zuletzt die U17 der SpVgg Unterhaching derart locker zum Klassenerhalt in der Bundesliga geführt, dass man in Rosenheim, wo man gerade mit Tobias Strobl gute Erfahrungen mit einem jungen Trainer gemacht hatte, auf ihn aufmerksam wurde.

Eigentlich ist Zaric der Prototyp eines Talentförderers. Er spricht die Sprache der Jugend, er hat die Ausstrahlung, die Überzeugung, diesen brutalen Ehrgeiz, seine Intention ist, jungen Fußballern auf dem Weg zur Spitze zu helfen. Sein Lieblingsspruch stammt von Michael Jordan, der mal, frei übersetzt, gesagt hat: Manche wollen, dass es passiert, manche wünschen, dass es passiert, andere aber machen, dass es passiert. Gerne erzählt er die Geschichte von Cristiano Ronaldo, den einst im Internat von Sporting Lissabon ein Teamkollege nachts in der Sporthalle angetroffen hat. Ronaldos Erklärung: „Ich habe gemerkt, dass andere schneller sind.“ Das ist die Mentalität, die er bei seinen Spielern sehen will, diese absolute Bereitschaft, mehr, möglichst alles zu tun, um den großen Traum zu verwirklichen.

Auch Zaric selbst, in Serbien geboren, in Kufstein aufgewachsen, träumte den Traum vom Profifußball. Merkte aber recht früh, „dass es knapp werden würde“. Und weil er „immer nach dem Maximum“ strebt, hat er schon mit 20 den Weg zum Trainer eingeschlagen, hat alle Ausbildungen bis zur A-Lizenz gemacht und bei allen seinen Prüfern einen recht positiven Eindruck hinterlassen. Wenn Ogi was anpackt, dann hundertprozentig.

Das Jahr in Unterhaching war spannend, Zaric spürte die volle Rückendeckung von Präsident Manni Schwabl, der Zaric‘ Begabung erkannte und ihn mit der ihm eigenen Beharrlichkeit aus Bad Aibling weglockte. Zaric hat Hachings U17 zu einer verschworenen Gemeinschaft geformt, nie während der gesamten Spielzeit stand man auf einem Abstiegsplatz, am Ende wurde man Achter, ein fast schon sensationeller Erfolg, ein Erfolg des akribischen Arbeiters Zaric: „Wenn ich eine Mannschaft übernehme, will ich wissen, was für ein Mensch der Spieler ist. Ich will sein Umfeld und die Rahmenbedingungen kennenlernen, alle Einflüsse. Ich will alles tun, um ihn an die Spitze zu bringen.“

Weil er als ehrgeiziger Trainer aber auch selbst große Ziele verfolgt, hat ihn nun „die Erfahrung gereizt, mit Erwachsenen zu arbeiten“. Die Regionalliga ist für ihn zum Einstieg „eine sehr interessante Liga“, er wollte die Unterschiede kennenlernen zwischen Junioren- und Herrenfußball. Und stellte fest: „So groß sind die gar nicht, zumindest nicht bei den Trainingsinhalten.“ Unterschiedlich allerdings sind Motivation und Rahmenbedingungen: „Im Jugendfußball haben alle das gleiche Ziel, dem sie alles unterordnen: Sie wollen Profi werden.“ Bei Erwachsenen ist das individuell recht verschieden, die einen sehen die Regionalliga noch als Sprungbrett, „es sind aber auch Leute dabei, die voll im Beruf stehen, Familie und schon andere Aufgaben im Leben haben. Da trägt jeder seinen speziellen Rucksack. Für die zählt nur das Spiel am Wochenende, der Erfolg.“ Bei der Jugend gehe es mehr um langfristige, bei Erwachsenen um mittel- und kurzfristige Ziele.

Dass der Start in Rosenheim nicht nach Wunsch gelang, hat mehrere Gründe. Die Rückrunde der letzten Saison war, nachdem Tobi Strobl (der übrigens den Kontakt zwischen Zaric und Rosenheim hergestellt hat) seinen Wechsel nach Ingolstadt publik gemacht hatte, ziemlich holprig verlaufen, „das steckt noch immer in den Köpfen“. Zaric ist von der Qualität der Mannschaft überzeugt, glaubt aber, so selbstkritisch ist er, dass er sie auch „ein bisschen überfordert“ habe „mit zehn Seiten Matchplan. Das waren die Spieler nicht gewohnt, das habe ich dann reduziert.“

Nun gilt es, Konstanz reinzubringen, wie sehr die noch fehlt, haben die letzten Wochen gezeigt. Dem Sieg gegen die Bayern-Amateure, die in Rosenheim ihre erste und bisher einzige Saisonniederlage kassierten, folgte im nächsten Heimspiel ein 0:2 gegen Pipinsried und der Sturz auf den letzten Tabellenplatz. „Welchen Charakter die Mannschaft hat, zeigte sich, als wir dann nach einer harten Woche als Schlusslicht in Illertissen gewannen.“ Das hat Zaric imponiert, das bestätigt ihn in seiner Arbeit. Sich mit reinen Abwehrschlachten gegen den drohenden Abstieg zu stemmen, entspricht nicht seiner Philosophie, er fordert Fußball mit Spaß, Mut, auch in der Denkweise: „Man muss auch mal querdenken dürfen.“

Vor allem aber jene Leidenschaft zeigen, die in England mit „passion“ so trefflich umschrieben wird. „Das brauchen wir, in jedem Spiel, in jedem Training.“ Ogi Zaric lebt es vor. Er kann nicht anders. Er ist einfach kein guter Verlierer.

25 Okt

Fokussiert und mit Wut im Bauch nach Oberfranken

Am 17. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 27.10.18 um 14:00h bei der SpVgg Bayreuth antreten.

Nun steht also tatsächlich schon der letzte Spieltag der Hinrunde in der Regionalliga Bayern bevor. Mit der Auswärtspartie in Bayreuth haben die Sechzger am kommenden Wochenende eine ganz knifflige Aufgabe vor der Brust. Nach anfänglichen großen Problemen in der Liga haben sich die Oberfranken mit dem Trainerwechsel – Timo Rost folgte auf Josef Albersinger – mittlerweile fangen können und stehen derzeit mit 18 Punkten auf einem akzeptablen elften Tabellenplatz.

Die letzten drei Begegnungen entschieden die Rost-Schützlinge sogar allesamt am Stück für sich, vor achten Tagen gewannen Kapitän Anton Makarenko und Co. sogar deutlich mit 3:0 Toren in Buchbach. Dabei erzielte Ivan Knezevic alle drei Buden. Er ist mit fünf Saisontreffern hinter dem Toptorjäger der Oberfranken Shpetim Sulejmani (sieben Treffer) der gefährlichste Angreifer des Heimteams. Nun möchte die Spielvereinigung auch die letzte Begegnung der Hinrunde mit aller Macht siegreich gestalten, mit 21 Zählern wäre man dann wieder so ziemlich im Soll. Doch ganz egal wie die Partie endet, die Bayreuther haben nach dem katastrophalen Start eine wirklich beachtliche Wendung nehmen können. Für diesen Leistungsschub ist neue Trainer Timo Rost verantwortlich, der seither tolle und fruchtbare Arbeit leistet.

Bei den Gästen aus Rosenheim wird mindestens genauso akribisch und leidenschaftlich das Tagwerk getan, nur hat sich bis dato noch nicht das kontinuierliche Punktesammeln eingestellt. Man gibt immer alles, zeigt auch wie zuletzt gegen Schalding-Heining wirklich gute Leistungen – vor allem spielerisch war das mehr als ansehnlich und gutes Regionalliga-Niveau -, aber mit dem Toreschießen klappt es noch nicht optimal. „Wir haben unter der Woche sehr viel Torabschluss trainiert und wollen dies auch am Samstag so von unseren Jungs sehen. Man spürt die Galligkeit nach Erfolg im Team und das sogenannte „Jetzt-erst-recht-Gefühl“. Natürlich ist Bayreuth seit fünf Spielen ungeschlagen und haben mit Ivan Knezevic den Mann der Stunde in ihren Reihen. Wir werden uns aber gezielt auf ihn vorbereiten und wissen welche Qualität in der Mannschaft steckt, aber auch wo sie verwundbar sind. Wir freuen uns auf alle Fälle auf ein gutes Spiel vor großem Publikum in einer tollen Atmosphäre“, so der Trainer von 1860 Rosenheim Ogi Zaric im Hinblick auf die Partie im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth.

Es käme schon nicht ganz ungelegen, wenn die Mannschaft um Kapitän Matze Heiß den ein oder anderen Punkt aus Oberfranken mitnehmen könnten. Dass dies trotz des derzeitigen Laufes des Heimteams nicht illusorisch ist, zeigen die Ergebnisse Woche für Woche aus der höchsten bayerischen Amateurliga. Jeder kann jeden bezwingen, egal ob auf eigenem Platz oder auswärts. Die Liga ist wahnsinnig ausgeglichen und daher auch gleichzeitig brutal spannend.

Am Samstag wird sehr wahrscheinlich die Sechzger Offensivkraft Bruno Goncalves nicht mitwirken können, er leidet wieder unter Oberschenkelproblemen. Ansonsten sind alle Mann fit, die Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti können wieder mal aus dem Vollen schöpfen.

Zum Hinrunden-Abschluss wollen die Rosenheimer unbedingt nochmal punkten und zu den 15 Zählern noch weitere hinzukommen lassen. Es sollte möglichst vermieden werden, dass man nach 17 Spieltagen die Rote Laterne innehat. Jedoch wäre dies bei der aktuellen Tabellensituation auch kein Beinbruch, ganze acht Teams hängen mit nur drei Punkten Unterschied auf den letzten acht Plätzen zusammen. Es geht also sehr, sehr eng zu im Kampf gegen den möglichen Abstieg, alles ist möglich.

Dem Team von 1860 Rosenheim kann man am Samstag bei der weiten Auswärtsfahrt nach Oberfranken nur alles Gute und viel Glück wünschen – und einen treffsicheren Abschluss. Dies war zuletzt das große Problem im Spiel gegen den SV Schalding-Heining, die sympathische Mannschaft aus Niederbayern weiß bis heute noch nicht so recht, wie sie zu diesem glücklichen Dreier kam. Das soll aber nun besser werden, die Rosenheimer Angreifer wurden in den Trainingseinheiten unter der Woche auf kompromisslose und konsequente Abschlüsse gedrillt. Hoffen wir mal, dass sie ihrer Kernkompetenz wieder zufriedenstellend nachkommen können und die Sechzger zum Erfolg in Bayreuth schiessen.