12 Feb

Nächster 60er-Nachwuchsspieler mit Profidebüt – Niclas Anspach bei Unterhaching in der 3. Liga

Mit Niclas Anspach hat die SpVgg Unterhaching am Samstag bei der 0:2-Niederlage bei Hansa Rostock den ersten Feldspieler des Jahrgangs 2000 eingesetzt.

In der vergangenen Saison kam mit Nico Mantl bereits ein Keeper des Jahrgangs 2000 zum Einsatz. „Für uns ist das die logische Konsequenz, dass wieder ein Talent aus dem NLZ bei den Profis eine Chance bekommt“, sagte Trainer Claus Schromm vor der Partie. „Eigentlich wäre auch Alexander Kaltner dran, der letztes Jahr aus dem NLZ gekommen ist. Leider ist er nach zwei Knie-Operationen noch im Stabilitätsprogramm.“

In der 79. Minute kam Anspach beim Stand von 0:2 für Finn Porath in die Partie. Das Spiel konnte er nicht mehr drehen, jedoch zeigte er eine gute Leistung. „Er ist zu einem schwierigen Zeitpunkt in die Partie gekommen“, sagt Trainer Claus Schromm über den Debütanten, der im Wintertrainingslager der Profis in Cadiz dabei war. „Ich bin zufrieden mit seiner Leistung. Er hat gleich drauflos gespielt, ohne sich Gedanken zu machen. Er hat sich ein paar Mal gut durchgesetzt und ein paar Akzente gesetzt.“ Auch Anspach war mit seiner Leistung nicht unzufrieden. „Das war eine tolle Erfahrung für mich, in so einem Stadion und vor so einer Kulisse zu spielen“, sagt der 18-Jährige, der im letzten Jahr sein Abitur machte. „Als ich eingewechselt wurde, war ich natürlich aufgeregt, aber vor dem Spiel war es noch schlimmer.“

2016 wechselte Anspach, der in Sachsen-Anhalt aufwuchs, von Kooperationsverein 1860 Rosenheim nach Unterhaching in die U17. 22 Spiele in der A-Junioren-Bundesliga und neun in der B-Junioren-Bundesliga stehen in seiner Bilanz – jetzt sind seine ersten Minuten in der 3. Liga dazu gekommen. „Ich sehe seine Stärken in der Offensive, gerade im letzten Drittel. Er ist beidfüßig, hat eine gute Technik und ist präzise im Abschluss. Dazu kommt eine gute Dynamik“, sagt Schromm. „An seiner körperlichen Robustheit und an seiner defensive Denke muss er noch arbeiten – das ist ähnlich wie bei Luca Marseiler. Vom Spielertyp erinnert er mich aber an Lucas Hufnagel.“

Wenn es nach Anspach geht, werden in dieser Saison noch ein paar Einsätze bei den Profis dazukommen. „Das wäre schön“, sagt er. „Dafür muss ich weiter in jedem Training Gas geben. Ich habe gerade einmal zehn Minuten gespielt – ich habe noch nichts erreicht.“

Quelle: Homepage SpVgg Unterhaching

1 Feb

Ogi Zaric nicht mehr Trainer beim TSV 1860 Rosenheim


Trainer einigt sich mit Vereinsführung auf Beendigung der Zusammenarbeit

Ogi Zaric ist mit sofortiger Wirkung nicht mehr Trainer beim TSV 1860 Rosenheim. Seine Aufgaben übernimmt der bisherige Co-Trainer Thomas Kasparetti.

Es waren viele Gespräche, die im Stadion an der Jahnstraße stattgefunden haben. Die Verantwortlichen haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Am Ende stand aber eine einvernehmliche Trennung.

„Ogi Zaric hat ein tolles Angebot eines Proficlubs erhalten. Für ihn wäre es der nächste logische Karriereschritt. Und sicher eine Auszeichnung für seine Arbeit. Wir waren hier immer ganz offen miteinander im Austausch. Nach der Erfahrung in der Winterpause der letzten Saison (der damalige Trainer Tobi Strobl hat seinen Wechsel am Saisonende zum FC Ingolstadt verkündet) und dem damals knappen Nichtabstieg wollten wir einen ähnlichen Effekt vermeiden, daher haben wir uns gemeinsam für eine Beendigung entschieden“, sagt Hans Kroneck, sportlicher Leiter der 60er.

Zaric selbst wollte dem Projekt Klassenerhalt auch nicht im Weg stehen, hat eine spannende berufliche Zukunft und auch eine schöne familiäre Zukunft vor sich. Der Kufsteiner wird im Februar zum zweiten Mal Vater. Am Freitagabend verabschiedete er sich beim Training von der Mannschaft.

Nico Foltin, zweiter Abteilungsleiter dazu: „Es verlässt nicht nur ein guter Trainer den Verein, sondern auch ein feiner Mensch, der unseren Gedanken der 60er Familie voll aufgesaugt und gelebt hat. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg für seinen weiteren sportlichen Werdegang.“

Mit Thomas Kasparetti übernimmt kein unbekannter Trainer in der Region jetzt die Verantwortung, er war in der vergangenen Saison der Aufstiegstrainer des TSV Bad Endorf.

„Thomas Kasparetti ist ein hervorragender Trainer, darum wollten wir ihn auch unbedingt im Trainerteam haben. Er kennt unsere Mannschaft bestens und auch die Liga. Natürlich sind wir voll davon überzeugt mit ihm die Aufgabe Klassenerhalt zu schaffen. Er hat auf alle Fälle unsere vollste Unterstützung“, so Abteilungsleiter Franz Höhensteiger.

Auch für die U19 Mannschaft der 60er, die von Ogi Zaric betreut wurde gibt es bereits eine Lösung. Hier setzen die Verantwortlichen ebenfalls auf Kontinuität, die U19 spielt aktuell als Tabellenführer der Landesliga Süd um den Aufstieg in die Bayernliga. Auch hier übernimmt der bisherige Co-Trainer Markus Wallner die Verantwortung. Markus Wallner arbeitet bereits in der zweiten Saison mit den Spielern, kennt die Mannschaft bestens. Zur Unterstützung kommt der bisherige Regionalliga-Spieler Michael Wallner dazu, der im Winter verkündet hat, eine Auszeit von der aktiven Karriere zu nehmen.

30 Jan

Bonsnjak wechselt

Mit sofortiger Wirkung wechselt unser Stürmer Andrija Bosnjak zum Ligakonkurrenten Wacker Burghausen.

Wir wünschen alles Gute und viel Erfolg für den weiteren sportlichen Weg.

29 Jan

VERO MODA und JACK&JONES ist neuer Teampartner des TSV 1860 Rosenheim

Das Modegeschäft VERO MODA und JACK&JONES ist neuer Teampartner der Sechziger. Der Laden in prominenter Lage in der Rosenheimer Fußgängerzone bietet sowohl für Frauen als auch für Jungs stylische Produkte. Für die Frauen steht die Marke VERO MODA für unkomplizierten Styl und modische Must-haves. Bei den Jungs und Männern wird mit JACK&JONES das ganze Spektrum an Mode abgedeckt. Es geht von Urban Sportswear, über lässige Klassiker, adrette Anzüge bis hin zu Accessoires und Schuhen.

„Wir freuen uns über diese Partnerschaft sehr. Stehen unsere Jungs sowohl bei den Herren als auch in der Jugend für dynamischen und unkomplizierten Sport. Hier decken sich die Werte von Sechzig und JACK&JONES hervorragend“, so Abteilungsleiter Franz Höhensteiger.

Der Leiter des Rosenheimer Geschäfts, Sandro Emmanouil, zeigt sich ebenfalls sehr erfreut über die Zusammenarbeit: „Die Fußballer vom TSV 1860 Rosenheim sind der führende Club in Sachen Fußball in und um Rosenheim. Insofern freut es uns, dieses Engagement im Verein zu unterstützen und auch den Spielern und Mitgliedern mit besonderen Rabatten bei uns was Gutes zu tun!“

 

Über die Partnerschaft freuen sich Franz Höhensteiger, Abteilungsleiter Sechzig, Sandro Emmanoiul, Leiter Jach&Jones und Mathias Heiss, Kapitän der Regionalliga-Mannschaft

25 Jan

Unser Coach Ogi Zaric als Referent bei ÖFB Kongress – Top Speaker unter sich

Die Trainerfortbildung des Österreichischen Fußballverbands bildet traditionell den ersten Höhepunkt im österreichischen Fußballjahr. Rund 350 Trainerinnen und Trainer, darunter Peter Stöger und Zoran Barisic, bekamen drei Tage lang in Maria Enzersdorf ein hochqualitatives Programm mit Top-Speakern geboten. Und unser Coach Ogi Zaric mittendrin – als Referent!!

Neben den Ausführungen von Ausbildungsleiter Dominik Thalhammer („dynamische Raumbesetzung“), Oliver Glasner („Spielphilosophie des LASK“) und Tormanntrainer-Ausbildner Roland Goriupp zog auch Skisprung-Legende Toni Innauer in einem Impuls zum Thema „Der Trainer als Führungskraft“ Parallelen zwischen Fußball und Leadership in der Privatwirtschaft und ließ die Trainerinnen und Trainer an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben.

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel, Teamchef Franco Foda und U21-Chefcoach Werner Gregoritsch erläuterten im Rahmen einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit ÖFB-Generalsekretär Dr. Thomas Hollerer die Zielsetzungen und die strategische Ausrichtung des ÖFB in den kommenden Jahren.

Trotz eines übervollen Terminkalenders ist es auch gelungen, den russischen Teamchef und ehemaligen Innsbruck-Schlussmann Stanislaw Tschertschessow für einen Vortrag zu gewinnen. Gewohnt authentisch schilderte Tschertschessow den Weg seines Teams bis ins Viertelfinale der Heim-WM 2018. Weitere Gast-Beiträge kamen von Ex-DFB-Sportdirektor Hansi Flick, dem Schweizer Ausbildungschef Reto Gertschen und Prof. DDr. Matthias Lochmann. Ein gelungener Doppelpass zwischen Wissenschaft und Praxis.

Am Sonntag setzte Körpersprachen-Experte Stefan Verra mit einem mitreißenden Beitrag zum Thema „Körpersprache im Fußball“ den würdigen Schlussakzent.

Herzlichen Glückwunsch an Ogi Zaric, sich in diesem Expertenfeld als Fachmann zu platzieren!

 

21 Jan

TSV 1860 Rosenheim verpflichtet Angreifer Luftetar Mushkolaj

Der TSV 1860 Rosenheim ist nochmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Ab sofort wird der in der Offensive flexibel einsetzbare Schweizer Luftetar Mushkolaj für die Emilo-Elf auflaufen.

„Lufti“ ist in Basel geboren und aufgewachsen. Er genoss dabei die hervorragende Ausbildung in den U-Teams des FC Basel, mit zwei kurzen Abstechern im Seniorenbereich zum BSC Old Boys, wovon er aus nun auch an die Mangfall wechselt. Er ist bereits beruflich in Rosenheim tätig, daher war der Wechsel auch naheliegend. Sein Vertrag läuft bis zum 30.06.2020.

Der 20jährige Offensivspieler konnte bereits in der Sommervorbereitung als Testspieler seine Duftmarken beim TSV 1860 setzen, leider kam ein Transfer damals aber nicht zustande. Aber die Verantwortlichen des Regionalligisten blieben am Talent dran. „Wir sind nun sehr froh über die kurzfristige Verpflichtung von Lufti und sind überzeugt, dass er uns weiterhelfen wird.“ so der glückliche sportliche Leiter Hansjörg Kroneck.

Auch der Trainer Ogi Zaric ist begeistert, dass ihm im Angriff nun mit Luftetar weitere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die schwächelnde Torausbeute aus 2018 zu verbessern: „Lufti konnte in den Trainingseinheiten bereits seine Qualitäten andeuten. Er ist technisch sehr stark, wendig, schnell und beidfüssig. Mit seiner extremen Wucht und seinem Zug zum Tor wird er sicherlich einige Treffer für uns im Sechzger-Dress erzielen können. Wir freuen uns, dass der Transfer noch klappte“.

Herzlich willkommen beim TSV 1860 Rosenheim, Luftetar Mushkolaj!

Hier Bilder von „Lufti“:

 

17 Jan

Trainingsstart TSV 1860 Rosenheim

Am Donnerstag, den 17.01.2019 nimmt der Regionalligist TSV 1860 Rosenheim nach knapp siebenwöchiger Pause wieder den Trainingsbetrieb auf. Mit insgesamt 22 Trainingseinheiten auf den heimischen Anlagen, einem achttägigen Trainingslager in der Türkei sowie sieben Testspielen ist der Terminplan bis zum ersten Punktspiel beim FC Memmingen am 04.03.19 pickepacke vollgepackt.
Hier geht’s zum Vorbereitungsplan.

Neben der so wichtigen Arbeit im Ausdauerbereich, stehen natürlich auch intensive Einheiten im spielerischen und taktischen Bereich auf dem Plan. Besonders während des Trainingslagers vom 10. bis zum 17. Februar an der Türkischen Mittelmeerküste können die Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti das Team auf die Mission Klassenerhalt eingeschworen.

„Wir freuen uns riesig, dass es endlich wieder losgeht. Ein Highlight wird sicher das Trainingslager in Antalya werden. Es wird zur Weiterentwicklung der Mannschaft extrem beitragen. Wir werden grundsätzlich intensiv an allen leistungsbestimmenden Faktoren arbeiten und die nächsten Schritte setzen. Jeder Einzelne wird im Frühjahr seinen Anteil für unser gemeinsames Ziel Klassenerhalt auch betragen können“, ist sich der Trainer von 1860 Rosenheim Ogi Zaric sicher.

Ab sofort zählen nicht mehr zum Kader Christoph Funkenhauser und Michael Wallner, die vorerst mal pausieren. Ansonsten gibt es Stand heute keine weiteren Veränderungen, möglicherweise tut sich aber bis zum Auftakt der Frühjahrsrunde noch etwas auf der Zugangsseite. Der sportliche Leiter Hansjörg Kroneck hält ständig Augen und Ohren offen.

Während der insgesamt sieben Testspiele tritt die Mannschaft um Kapitän Matze Heiß auch gegen den österreichischen Zweitligisten LASK OÖ an.

Hier alle Vorbereitungspartien im Überblick:
Samstag, 26.01.19 um 14:30h:   TSV 1860 – SV Kirchanschöring    abges.
Samstag, 02.02.19 um 14:30h:   TSV 1860 – VfR Garching     1:1
Mittwoch, 06.02.19 um 18:30h:   TSV 1860 – LASK OÖ     (Spielort Prien)     1:1
Dienstag, 12.02.19 (Trainingslager): TSV 1860 – HIK PRO Fodbold    0:1
Donnerstag, 14.02.19 (Tr.-L.): TSV 1860 – FC Caspiy Aktau    0:1
Dienstag, 19.02.19 um 18:30h:   TSV 1860 – TSV Bad Endorf    11:0
Samstag, 23.02.19 um 12:00h:   TSV 1860 – SV Wörgl    3:0

Sonntag, 24.02.19 um 11:00h: TSV 1860 München I – TSV 1860 (Trainingsgelände Grünwalder Straße)    1:2

Der TSV 1860 Rosenheim wünscht allen Spielern eine verletzungsfreie Vorbereitung und eine erfolgreiche Rückrunde!

13 Jan

Sieger Sparkassenpokal 2019: TSV 1860 Rosenheim!

Mission Titelverteidigung erfolgreich abgeschlossen! Auch im dritten Jahr in Folge konnte der TSV 1860 Rosenheim den Sparkassenpokal in der Rosenheimer Gabor-Halle als Sieger beenden. Damit können die Sechzger nun den Wanderpokal fest in ihre Vereinsvitrine stellen.

Doch zu Beginn der Endrunde taten sich die Schützlinge von Trainer Ogi Zaric, der in dieser Runde das Zepter selbst in der Hand hielt, überraschend schwer. In der ziemlich ausgeglichenen und chancenarmen ersten Partie gegen den Bezirksligisten aus Bad Endorf trennten sich die Teams gerechterweise mit einem 0:0 Unentschieden. Im zweiten Gruppenspiel gegen den SV Westerndorf, dem späteren Finalgegner, musste  sich der Regionalligist erneut mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Beim 2:2 führten die Zaric-Jungs bereits mit 2:0 Toren und vergaben dabei einige 100%ige Chancen, ehe der forsch auftretende Kreisligist im letzten Drittel der Begegnung nochmal eiskalt zuschlagen und ausgleichen konnte. Somit nahm die Emilo-Elf hinter dem SV Westerndorf, der mit 2:1 gegen den TSV Bad Endorf die Oberhand behielt, den zweiten Platz in Gruppe B ein. Das Semifinale war nun gebucht.

Die Halbfinal-Begegnungen lauteten nun SV Westerndorf gegen TuS Raubling und SV Ostermünchen gegen den TSV 1860. Die Kreisliga-Elf von Trainer Harald Melnik setzte sich im ersten KO-Spiel beim 4:1 überzeugend gegen den Liga-Kontrahenten durch. Dann folgte der Regionalligist, der wie ein Sturm über den chancenlosen SV Ostermünchen hinwegfegte und diesen mit 6:0 deutlich bezwingen konnte. Nach dem in erster Linie ergebnisorientierten Vorrundenspielen am Finaltag, zog das Zaric-Team das Tempo gewaltig an.

Nun wartete der SV Westerndorf im Finale auf den TSV 1860 Rosenheim. In einem hochklassigen und spannenden Endspiel musste der Regionalligist alle Register ziehen um sich am Ende gegen den famos aufspielenden Kreisligisten durchzusetzen. Die Tore beim 3:0 Finalsieg für die Sechzger erzielten Georg Lenz, Bruno Goncalves und Linor Shabani.

Beim TSV 1860 Rosenheim wurden folgende Spieler eingesetzt:
Mario Stockenreiter, Georg Lenz, Bruno Goncalves, Pius Krätschmer, Lino Shabani, Adel Merdan, Max Mayerl, Danijel Majdancevic, Philipp Maier

 

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken, nimmt der Regionalligist nun am Donnerstag, den 17.01.2019 die Vorbereitung für die restlichen zwölf Saisonspiele in der Regionalliga im Kampf um den Klassenerhalt auf (Bericht folgt).

 

10 Jan

Unser Coach Ogi Zaric im großen Winterinterview beim Fußballportal FuPa

Im Sommer ging der TSV 1860 Rosenheim aus Überzeugung ein Wagnis ein: Der Traditionsklub aus der Innstadt, der neben Bastian Schweinsteiger oder Julian Weigl schon so einigen Kickern den Weg in die Bundesliga geebnet hat, verpflichtete mit Ognjen Zaric einen blutjungen Coach. Der 29-Jährige war zuvor nur im Jugendbereich tätig. Kann das gut gehen? Diese Frage stellten sich die Skeptiker rund ums Jahnstadion. Und die Kritiker sehen sich zur Winterpause bestätigt, die Sechziger rangieren auf einem Relegationsplatz und müssen um den Klassenerhalt bangen. Deshalb verfallen die Verantwortlichen aber noch lange nicht in Aktionismus. Die Oberbayern sehen sich als kleiner Fisch im Haifischbecken Regionalliga, der Ligaerhalt war von Anfang an das anvisierte Ziel. Warum`s noch nicht wie gewünscht läuft, woran`s hapert und worin für ihn die größte Umstellung im Vergleich zum Jugendfußball besteht, das erklärt der Österreicher mit serbischen Wurzeln im FuPa-Interview.

FuPa: Ogi, in gut einer Woche startet die Vorbereitung. Bist du schon voller Tatendrang? 
Ognjen Zaric (29): Wir sind schon alle heiß. Am 17. Januar legen wir mit einer Leistungsdiagnostik los. In den sieben Wochen der Vorbereitung werden wir sieben Testspiele absolvieren. Hört sich im ersten Moment viel an, aber jeder im Kader soll ausgiebig die Chance erhalten, sich zu zeigen. Bevor`s wieder in die Vollen geht, spielen wir noch beim Sparkassenpokal mit, einem bei uns in der Region sehr populären Hallenturnier. Die Jungs sollen einfach Spaß am Kicken haben, die Gaudi steht im Vordergrund. Trotzdem gehen wir die Sache mit der nötigen Ernsthaftigkeit an und wollen den Titel holen. 

In der Winterpause bleibt auch mal Zeit zum Abschalten. Wie hast du die freie Zeit verbracht? 
Ich habe eine kleine Tochter und habe sehr viel Zeit mit der Familie verbracht, was im Laufe des Jahres immer ein wenig auf der Strecke bleibt. Dadurch konnte ich Abstand gewinnen und auch mal einen anderen Blick auf das Ganze kriegen. Aber natürlich kannst du als Trainer nie ganz abschalten. Ich habe die bisher absolvierte Saison ausgiebig Revue passieren lassen und analysiert. Zudem bin ich nächste Woche noch auf einem Trainerkongress in Wien. 

Worum geht`s da? 
Der Kongress wird vom ÖFB (Österreichischer Fußballverband, Anm.d.Redaktion) ausgerichtet. Ich bin als Redner eingeladen und werde über darüber referieren, wie ein Team in Ballbesitz Lösungen finden kann, um zum Torabschluss zu kommen.  

 

Gutes Stichwort: Mit dem Torabschluss hapert es bei deinem Team offensichtlich. In 22 Partien habt ihr erst 18 Treffer erzielen können – Minuswert in der Regionalliga Bayern. 
Es ist aber nicht so, dass wir uns keine Chancen erspielen. Im Gegenteil, wir kommen in jeder Partie immer wieder aussichtsreich ins letzte Drittel. Aber ganz klar: Vor dem Tor müssen wir einfach kaltschnäuziger werden, daran werden wir in der Vorbereitung hart arbeiten. In einigen Aktionen fehlte auch das Spielglück. Wir wollen noch mehr Torchancen provozieren, und diese dann auch nutzen. Für den Aufwand, den wir betreiben, haben wir uns viel zu wenig belohnt. 

Gegen die Bayern-Amateure habt ihr gewonnen, gegen die Top-Teams Schweinfurt und Burghausen gepunktet.  Salopp gefragt: Warum hängt ihr unten drin? 
Wir haben uns im Sommer auf die Fahnen geschrieben, dass wir dominant auftreten und attraktiven Fußball spielen wollen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, die Entwicklung braucht Zeit. Das ist aber allen im Verein bewusst. Und dass es eben auch mal Durchhänger gibt, ist ganz normal. Aber meine Spieler sind extrem motiviert und wir werden mit Vorbereitungsbeginn alles reinschmeißen, um das in den Griff zu bekommen. 

Du warst zuvor nur im Jugendbereich tätig. Wir groß war für dich die Umstellung? 
Der größte Unterschied ist für mich die Philosophie der Spieler. Im Jugendbereich haben die Jungs alle ein langfristiges Ziel vor Augen: Sie wollen es in den Profibereich schaffen. Bei den Herren ist das anders. Da stehen die kurzfristigen Ziele im Vordergrund, weil eben auch andere Faktoren dann dazukommen, wie Beruf und Familie. Dann verschiebt sich der Fokus. Im Seniorenbereich zählt der kurzfristige Erfolg oder überspitzt gesagt, das primäre Ziel ist der Sieg im nächsten Spiel. 

»Was mich überrascht hat: Es wird sehr destruktiv gespielt wird.«

Wie fällt dein Fazit nach einem halben Jahr Senioren-Regionalliga aus? 
Zunächst muss ich konstatieren: Herrenfußball ist beinharter Ergebnissport. Was mich überrascht hat: Es wird sehr destruktiv gespielt wird. Das Zerstören steht im Vordergrund. Viele Teams wollen mit einfachen Mitteln zum Erfolg kommen. Hinten sicher stehen und vorne soll dann die individuelle Qualität entscheiden. Das ist extrem einfacher Fußball. Das ist auch völlig legitim, solange Zählbares herausspringt.

Du bist neben dem Regionalliga-Team auch noch für die U19 verantwortlich. Mit Erfolg, die A-Junioren sind Tabellenführer in der Landesliga Süd. Aber wahrscheinlich kein ganz einfacher Spagat. 
Das stimmt, es kommt schon mal zu Terminüberschneidungen. Ich versuche aber, so oft wie möglich dabei zu sein. An dieser Stelle muss ich ausdrücklich mein hervorragendes Trainerteam loben. Dass ich als Coach der ersten Mannschaft mit an Bord bin, motiviert die Spieler noch zusätzlich. Unsere Philosophie ist es, unsere eigenen Jungs in die Regionalliga-Mannschaft zu bringen. Schon jetzt haben wir sechs bis sieben Spieler in der ersten Mannschaft, die seit der Jugend beim Verein sind. Wir wollen weiter eine Talentschmiede sein und die erste Adresse für ambitionierte junge Kicker aus der Region bleiben. 

Zum Abschluss ein kurzer Ausblick: Mit 29 in der Regionalliga, wo siehst du dich mit 35? 
Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann das, dass man im Fußball nicht langfristig planen kann. Klar hat man immer die Hoffnung, dass es weiter nach oben geht. Aber ich habe in Rosenheim einen Riesenspaß daran was ich mache und bin mit Leidenschaft dabei. Ich habe das Privileg, seit fünf Jahren hauptberuflich im Fußballgeschäft tätig zu sein. Das ist schon eine tolle Sache.