13 Sep

1860 Rosenheim vor kniffliger Auswärtsaufgabe

Am elften Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 15.09.18 um 14:00h beim VfB Eichstätt im Liqui-Moly-Stadion antreten.

Mit nunmehr neun Zählern auf der Habenseite und Tabellenplatz 16 sind die Sechzger noch nicht ganz im Soll, aber eindeutig auf dem aufsteigendem Ast. Die Abstände zum Mittelfeld der Liga sind noch nicht allzu groß, bei weiteren guten Resultaten können sich Rosenheimer schnell nach oben arbeiten. Aber mit der Auswärtsbegegnung beim heimstarken VfB Eichstätt wartet nun eine ganz schwere Aufgabe auf die Zaric-Elf.

Der Gastgeber konnte aus den bisher absolvierten fünf Heimpartien beachtliche zehn Punkte einfahren. Nur zu Saisonbeginn musste man eine deutliche 1:5-Schlappe im eigenen Stadion gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten der zweiten Mannschaft des FC Bayern München einstecken. Darüber hinaus gab es auf eigenem Geläuf noch ein 0:0 Unentschieden gegen Schalding-Heining. Ansonsten konnten die restlichen drei Begegnungen siegreich gestaltet werden (4:0 Pipinsried, 3:1 Garching, 3:2 Augsburg II). Mit insgesamt 18 Zählern nehmen die Markus Mattes-Schützlinge zurzeit einen tollen sechsten Tabellenrang ein.

Diese beachtliche Bilanz wollen die Mannen um Kapitän Benjamin Schmidramsl möglichst noch weiter ausbauen. Zuletzt holten die Eichstätter beim TSV Buchbach einen beachtlichen 3:2 Auswärtssieg. Die einzige Niederlage auf des Gegners Platz musste die Liqui-Moly-Elf beim SV Aschaffenburg (1:2) einstecken. Trotz relativ vieler verletzter Spieler derzeit stimmen die Ergebnisse des Teams von Trainer Markus Mattes in der oftmals schwierigen zweiten Saison nach dem Aufstieg. Auf die Verletztenmisere reagierten die Verantwortlichen der Heimmannschaft und verpflichteten vor kurzem noch den Ex-Rosenheimer Michael Zant sowie den 32jährigen Ex-Profi Markus Steinhöfer, der bereits in Buchbach eine überragende Partie inkl. Torerfolg hinlegen konnte.

Tja, es wird sicherlich am Samstag keine einfache Angelegenheit für die Elf von der Mangfall, aber nach den letzten erzielten positiven Ergebnisse der Rosenheimer – 1:1 gegen Schweinfurt, 1:0 Sieg in Fürth und zuletzt ein 0:0 Unentschieden gegen Burghausen -, können Captain Matze Heiß und Co. durchaus realistisch von was Zählbarem träumen. „Wir fahren nach Eichstätt um was mitzunehmen. Sicherlich hängen dort die Trauben beim äußerst homogen auftretenden Team meines geschätzten Trainerkollegen sehr hoch. Aber wir sind gut drauf, arbeiten hart und befinden uns auf einem richtig guten Weg. Wir wollen Inhalte der Trainingswoche auf dem Spielfeld sehen, müssen gleichzeitig an die Leistungsgrenze kommen und wollen unbedingt weiter punkten“, gibt sich der Trainer von 1860 Rosenheim Ogi Zaric durchaus selbstbewusst.

Mittlerweile hat sich die Mannschaft gefunden und tritt auch sehr gefestigt auf. Die Achse um Matze Heiss, Georg Lenz, Wiggerl Räuber und Philipp Maier bildet das so wichtige und stabile Rückrat der Mannschaft. Nach anfänglichen Problemen, vor allem in der Defensive, greift nun ein Rädchen immer mehr ins andere, sodass in den letzten beiden Begegnungen sogar keine Gegentreffer mehr hingenommen werden mussten. Der bärenstarke Goalie Mario Stockenreiter, bei dem das kontinuierliche und anspruchsvolle Torwarttraining unter Stefan Kotisch immer mehr Früchte trägt und seine Vorderleute wollen unbedingt weiterhin die „Null“ aus Sicht der Gegentore stehenlassen. Mit dem kurzfristig verpflichteten Christoph Wallner konnten die Sechzger einen weiteren erfahrenen und hochqualifizierten Abwehrspieler für sich gewinnen. Ob das Rosenheimer Urgestein aber bereits am kommenden Wochenende auflaufen, geschweige denn im Kader stehen wird, ist noch unklar.

Mit Chris Wallner hat sich der Kampf um die elf Startpositionen, ja um die Kaderplätze nochmal verschärft. Durch den mittlerweile auch in der Breite bestens aufgestellten Kader können die Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti einerseits Spieler für div. möglichen taktischen Varianten berufen, andererseits müssen stets auch unliebsame Entscheidungen über Nichtnominierungen getroffen und persönlich mitgeteilt werden. „Es fällt uns wirklich sehr schwer nach den allgemein tollen Trainingsleistungen, die mitentscheidend für die Kadervergabe sind und der stets vorbildlichen Einstellung meiner Jungs zunächst die Plätze im Kader zu vergeben. Noch schwieriger fällt uns dann die Entscheidung bei der Startelf. Wir sind wirklich hochzufrieden mit dem Engagement unserer wahrhaft hochmotivierten Spieler und wollen jetzt dann so richtig durchstarten“, so der zuversichtliche Coach des Rosenheimer Regionalligisten.

Bis auf Fatih Eminoglu stehen wirklich alle Mann zur Verfügung. Auch Max Mayerl trainiert nach seiner Fingerverletzung mit Manschette wieder voll mit. Ob es jedoch für einen Kaderplatz schon wieder ausreicht ist fraglich. Das Trainer-Duo hat also die Qual der Wahl. Der Konkurrenzkampf im Team ist enorm, dies kann man schon sehr deutlich in den Trainingseinheiten unter Woche erkennen. Doch egal wen die Verantwortlichen auswählen werden, das Führungsduo auf der Trainerbank kann sich sicher sein, dass die Jungs topfit und voll motiviert an die Sache rangehen werden.

Ob es aber am Ende für ein gutes Resultat beim bärenstarken VfB Eichstätt reichen wird, wird sich zeigen. Die Basis ist jedenfalls gelegt, die Vorzeichen sind zweifellos positiv, jetzt können die Rothemden loslegen und zeigen was in ihnen steckt.

13 Sep

Zuwachs in der Sechzger-Familie – Christoph Wallner ab sofort wieder ein Rosenheimer!

Der TSV 1860 Rosenheim konnte trotz geschlossenem Transferfenster nochmal einen absoluten Kracher verpflichten: der vertragslose Abwehrspieler Christoph Wallner streift ab sofort wieder das Trikot des Regionalligisten über!

Der 24jährige Verteidiger war viele Jahre in der Jugend von 1860 Rosenheim aktiv, ehe er in den U-Bereich des TSV 1860 München wechselte. Ab Juli 2013 schloss er sich dann wieder seinem Heimatverein an, wo er bis zum Aufstieg in die Regionalliga 2016 im Herrenbereich kickte und maßgeblichen Anteil an den Erfolgen hatte. Die letzten beiden Jahre spielte Christoph dann in der in U23 des 1. FC Nürnberg. Dabei schaffte er nach überzeugen Leistungen nahezu den Sprung in den Profikader der ersten Mannschaft. Jedoch machte ihm ein Kreuzbandriss während der Saison 2016/17 diesen Traum zunichte. In der zurückliegenden Spielzeit war das Rosenheimer Urgestein zudem Kapitän der zweiten Mannschaft des 1. FCN.

„Ich bin eng mit dem Verein verbunden, habe einen Großteil meiner Jugend hier verbracht und jetzt will ich mit der Mannschaft schnellstmöglich die Tabellensituation ändern, die sicherlich nicht der im Team vorhandenen Qualität entspricht. Ich hatte während meiner Zeit in Nürnberg stets viel Kontakt mit der Mannschaft in der ich viele Freund habe und freue mich riesig wieder für 1860 Rosenheim aufzulaufen“, so der optimistische Neuzugang.

Auch sein neuer Trainer Ogi Zaric ist hocherfreut über den Transfercoup: „mit Chris konnten wir nicht nur einen überragender Fußballer verpflichten, sondern auch einen super Typen. Wir haben uns sehr um ihn bemüht und freuen uns riesig, dass er nun bei uns ist. Er wird der Mannschaft extrem gut tun, wir sind wirklich überglücklich, dass der Transfer noch geklappt hat“.

Trotz einer Vielzahl von sehr interessanten und lukrativen Angeboten entschied sich Chris Wallner letztlich für seinen Heimatverein. An der Verpflichtung arbeitete der sportliche Leiter Hansjörg Kroneck, („unser absoluter Wunschspieler“) bereits seit längerem, seine Geduld und Überzeugungskraft war definitiv letztlich mitentscheidend. Er wird sicherlich kurzfristig wieder eine wichtige Stütze und Führungskraft von 1860 Rosenheim werden. Ob er jedoch bereits schon zum Kader bei der anstehenden Partie in Eichstätt zählen wird, ist fraglich.

Christoph, willkommen zurück bei Deiner Familie!

Chris Wallner und Trainer Ogi Zaric

9 Sep

Letzter Einsatz in Uniform: Alfons Zehnter beim Spiel gegen Burghausen

Die Polizei ist einer unserer wichtigsten Partner, wenn es um die Sicherheit unserer Heimspiele geht. Zusammen mit unserem Ordnungsdienst von OBERLAND sorgen Sie für den geregelten Ablauf unserer sogenannten Sicherheitsspiele, das heißt sie kommt dann zum Einsatz, wenn mit einem großen und manchmal auch problematischen Gästefan-Aufkommen gerechnet wird.

Viele Spiele wurden von ihm in den letzten Jahren sicherheitstechnisch betreut – die Zusammenarbeit war immer sachlich entspannt. Und Alfons Zenter war immer gut informiert über unsere Mannschaft.

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit und eine schöne Zeit im Ruhestand mit hoffentlich vielen Stadionbesuchen bei uns.

Zehnter mit der 60er Vorstandschaft

8 Sep

1860 holt verdienten Punkt in umkämpftem Derby

Zum dritten Mal in Folge ungeschlagen, zum zweiten Mal in Serie zu Null gespielt: Der TSV 1860 Rosenheim hat dem haushohen Favoriten SV Wacker Burghausen einen überaus verdienten Punkt abgetrotzt. Das umkämpfte Innsalzach-Derby endete vor 600 Zuschauern letztlich leistungsgerecht 0:0.

Den besseren Start erwischten die Gäste. Und nach einem schweren Fehler von Danijel Majdancevic war es nur der starken Fußparade von 1860-Keeper Mario Stockenreiter zu verdanken, dass es beim Schuss von Sascha Marinkovic nach 150 Sekunden nicht schon 0:1 stand (3.). Nach einem langen Einwurf war dann außerdem Stefan Wächter plötzlich ziemlich frei, wobei Pius Krätschmer noch in höchster Not zur Ecke retten konnte (10.).

Danach waren die Hausherren aber im Spiel und gestalteten den weiteren Verlauf der ersten Hälfte ausgeglichen. Von Torchancen zu sprechen wäre allerdings des Guten zuviel gewesen. Immerhin schafften Andrija Bosnjak von halbrechts (21.) und Krätschmer mit einem Weitschuss (23.) zwei Torannäherungen.

Der zweite Durchgang begann mit einem Aufreger, als ausgerechnet der Ex-Sechziger Marinkovic im Sechzehner schreiend zu Boden sank und Elfmeter forderte. Für FIFA-Schiedsrichterin Angelika Söder war’s aber zu wenig und sie ließ – letztlich wohl zurecht – weiterspielen (52.). Anschließend war Philipp Maier nach einer Maßflanke von Krätschmer fast schon zu frei und setzte seinen Kopfball in leichter Rückenlage am Wacker-Kasten vorbei (69.) – es sollte die beste 1860-Chance der Partie sein.

In der Schlussphase rutschte der eingewechselte Manuel Omelanowsky auf der Gegenseite zwar an einer Hereingabe knapp vorbei (77.), doch insgesamt war Rosenheim nun die aktivere Mannschaft und dem „Lucky Punch“ einen Tick näher. Das lag auch daran, dass bei Burghausen, das das dritte Spiel binnen sechs Tagen absolvieren musste, die Beine immer schwerer wurden. Omer Jahic hätte dies beinahe mit einem tückischen Aufsetzer ausgenutzt, doch Keeper Franco Flückiger lenkte die Kugel zur Ecke (87.).

Stimmen zum Spiel:

Wolfgang Schellenberg (Trainer SV Wacker Burghausen): „Wir haben heute ein kampfbetontes Spiel gesehen. Beide Teams haben sich nichts geschenkt. Wir hätten nach einem Abwehrfehler früh in Führung gehen können. Am Ende haben wir noch zittern müssen, da Rosenheim viel Dampf gemacht hat. Rosenheim ist eine spielstarke Mannschaft und die Qualität des Gegners hat heute nicht zugelassen, dass wir heute nicht mehr mitgenommen haben.“

Ogi Zaric (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen, je länger aber das Spiel dauerte, desto besser waren wir im Spiel. Am Ende wollten wir noch das Siegtor, aber so ist es ein Punkt gegen Burghausen geworden. Positiv ist auch, dass wir nun das dritte Spiel in Folge gepunktet haben und das zweite Mal zu Null gespielt haben.“

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – SV Wacker Burghausen 0:0

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Krätschmer, Lenz, Heiß, Köhler – Räuber – Majdancevic (57. Einsiedler), Tobias, Maier, Neumeier (85. Linner) – Bosnjak (68. Jahic) – Trainer: Zaric.

SV Wacker Burghausen: Flückiger – Coskun, Buchner, Hingerl, Schulz – Aigner (50. Bachschmid), Stingl – Winklbauer (46. Omelanowsky), Wächter, Richter – Marinkovic – Trainer: Schellenberg.

Schiedsrichterin: Söder (Ochenbruck).

Zuschauer: 600.

Tore: Fehlanzeige.

Gelb: Heiß, Räuber / Hingerl, Bachschmid.

Bes. Vorkommnisse: keine.

5 Sep

Derbytime zur Wies‘n-Zeit – Top-Team aus Burghausen gastiert in der Innstadt

Am zehnten Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 07.09.18 um 19:00h den SV Wacker Burghausen zu Gast im heimischen Jahnstadion.

Yes, endlich ist es geschafft! Mit dem 1:0 Sieg bei der Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth vom letzten Spieltag konnten die Sechzger mit dem ersten erzielten Auswärtstor der Saison gleich den ebenfalls ersten Dreier auf des Gegners Platz holen. „Wir haben uns mittlerweile gefestigt und entwickeln uns weiter sehr positiv. Mit dem Dreier im Rücken können wir nun selbstbewusst in das Derby gegen extrem starke Burghausener gehen, die bisher eine wahrlich phänomenale Runde spielen“, so Trainer Ogi Zaric.

Mit beachtlichen 21 Zählern aus neun Begegnungen auf der Habenseite liegt die Elf von Trainer Wolfgang Schellenberg auf einem fantastischen zweiten Tabellenplatz. Nach der kleinen Durststrecke zwischendurch mit zwei Niederlagen (1:3 in Garching und 1:2 gegen Aschaffenburg) fing sich die Truppe um Kapitän Kevin Hingerl schnell wieder und gewann die beiden Partien zuletzt in Augsburg mit 3:1 sowie vor acht Tagen gegen den TSV Buchbach mit 2:1 Toren. Somit kommt das Gäste-Team auf eine bisherige Saisonbilanz von sieben Siegen bei lediglich zwei Niederlagen. Davor kann man nur den Hut ziehen. Das unglückliche Ausscheiden im Toto-Cup gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching nach Elfmeterschießen diesen Dienstagabend wird am gewaltigen Selbstvertrauen der „Wackeraner“ nun sicherlich auch nicht großartig nagen und man ist fest gewillt, auch aus Rosenheim was mitzunehmen.

„Wir nehmen klar die Aussenseiter-Rolle im Derby ein, werden uns aber auf alle Fälle akribisch auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten und vor allem im taktischen Bereich einiges einstudieren. Unser Gegner hat sich vor der Saison sehr gut verstärkt, vor allem auf der Trainerbank mit Wolfgang Schellenberg einen exzellenten und sehr erfahrenen Fußball-Lehrer verpflichtet. Wir werden hochmotiviert in das Topspiel gehen, aber gleichzeitig wird es uns an der notwendigen Demut vor einem qualitativ brutal starken Gegner nicht fehlen. Unsere positive Wies’n-Bilanz möchten wir unbedingt weiter ausbauen“, so der zuversichtliche Sechzger-Coach.

Eine besondere Partie wird es nicht nur für Gästetrainer Wolfgang Schellenberg – er war selbst vor einigen Jahren noch auf der Bank von 1860 Rosenheim tätig -, sondern auch für Ersatztorwart Robert Mayer, der in der letzten Saison noch Co-Trainer bei den Rothemden war. Außerdem ist es für einen der gefährlichsten Angreifer der Liga, Sascha Marinkovic, immer wieder ein Vergnügen gegen seine Ex-Kollegen aufzulaufen. Alle 60er wünschen dem sympathischen und äußerst freundlichen Stürmer sicherlich stets jede Menge Abschlussglück, nur dieses Mal definitiv nicht. Die Innenverteidigung der Heimelf um Kapitän Matze Heiß und Georg Lenz freut sich schon auf heiße Duelle mit Sascha „Prince“ Marinkovic.

Tja, der Dreier in Mittelfranken tat den Jungs von Trainer Ogi Zaric richtig gut und war Balsam für die hart geschundene Seele der stets wacker und aufopferungsvollen Truppe. Mit nunmehr acht Zählern auf dem Punktekonto hat man wieder etwas mehr den Anschluß an das untere Tabellenmittelfeld erzielen können. Jetzt gilt es unbedingt dran zu bleiben und weiter zu punkten. Dass dies im heimischen Jahnstadion auch gegen ein Topteam möglich ist, unterstrichen die Rosenheimer vor 14 Tagen bereits gegen die Profimannschaft aus Schweinfurt, gegen die man zweimal einen Rückstand aufholen konnte und letztlich verdient ein 2:2 Unentschieden erreichte. Außerdem ist der TSV 1860 während der Wies’n-Zeit grundsätzlich besonders erfolgreich, das soll auch weiterhin so bleiben.

Nach seiner dreiwöchigen Sperre ist nun auch wieder Offensiv-Akteur Omer Jahic spielberechtigt. Für ihn speziell ist diese Begegnung sicherlich durch seine beiden erzielten Treffer in der Vorbereitung beim 4:3 Heimsieg gegen das Schellenberg-Team was ganz besonders. Ebenso ist Leopold Krüger nach kurzfristiger Krankheit (Erkältung) wieder dabei. Trainingsblessuren unter der Woche mussten sowohl Korbi Linner (Kapselverletzung) als auch Markus Einsiedler (Bänderdehnung) einstecken, deren Einsätze sehr fraglich sind. Besonders den erfahrenen Sturmtank hat es dabei ggf. schwerer erwischt. Auch der Siegtorschütze von letzter Woche Mike Neumeier hat mit seiner Platzwunde am Auge noch sehr zu kämpfen. Es sieht derzeit eher nicht so aus, als könnte der pfeilschnelle Angreifer im Derby dabei sein. Neben den Langzeitverletzten Fatih Eminoglu und Ilija Tomic fehlt auch noch Max Mayerl mit einer Verletzung am Mittelfinger. Ansonsten stehen den Trainern Ogi Zaric und Thomas Kasparetti die üblichen Verdächtigen zur Verfügung.

Natürlich möchte die Heimelf den bevorstehenden gemeinsamen Wies’n-Abend am letzten Herbstfestwochenende möglichst mit einem positiven Derby-Resultat ausgiebig feiern. Um diesen Wunsch jedoch erfüllen zu können, stehen den Kickern aus dem Voralpenraum noch 90 leidenschaftlich und hochkonzentriert geführte Minuten bevor, an denen zwingend die Leistungsgrenze erreicht werden muss.

1 Sep

3 Punkte aus Fürth mitgenommen

Die Sechziger aus Rosenheim konnten bei den kleinen Kleeblättern einen immens wichtigen Auswärtssieg einfahren. Den goldenen Treffer des Tages markierte Michael Neumeier.

Nach vier gespielten Minuten konnten die Hausherren den ersten Abschluss der Begegnung verbuchen. Nach einer guten Kombination über die rechte Fürther Seite kam Benedikt Kirsch aus acht Metern zentraler Position zum Torschuss, doch dieser konnte von der vielbeinigen Abwehr der Rosenheimer geblockt werden. Mit dem ersten richtig guten Angriff konnten die Rosenheimer Sechziger gleich das 1:0-Führungstor erzielen. Michael Neumeier setzte sich stark auf der linken Seite durch, dribbelte bis zum Torraum und ließ den Fürther Schlussmann mit einem scharfen Schuss ins kurze Eck keine Chance.

Kurze Zeit später musste der Torschütze verletzungsbedingt vom Feld. Für Neumeier kam in der 22. Spielminute Korbi Linner. In der Folgezeit egalisierten sich die beiden Teams und das Spiel fand weitestgehend im Mittelfeld statt, weshalb die Rosenheimer mit der Führung in die Pause gehen konnten. Eine insgesamt nicht unverdiente Führung für die starken Oberbayern, die defensiv wenig zuließen und einen starken Kampf gegen die kleinen Kleeblätter zeigten.

Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Gastgeber die erste Möglichkeit. Egson Gashi kam aus 13 Metern frei zum Schuss, doch Mario Stockenreiter konnte mit einer überragenden Parade den Ausgleich verhindern. Die Kleeblätter kamen stark aus der Kabine und machten gehörig Druck auf die Rosenheimer Abwehr, die allerdings stabil blieb. Die Sechziger kamen in der 55. Spielminute wieder gefährlich vor das Gehäuse. Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld kam Yanick Tobis an den Ball. Der sah, dass Leon Schaffran zu weit vor seinem Tor stand. Der Schuss aus 30 Metern ging gegen die Querlatte. Starke Aktion und Glück für die Fürther.

In der 76. Spielminute wurde es wieder gefährlich vor dem Rosenheimer Gehäuse. Egson Gashi zog aus kurzer Distanz ab, allerdings setzte er seinen Schuss viel zu hoch an. Die Sechziger spielten sehr diszipliniert, waren sehr giftig und ließen den Greuther Fürthern kein Durchkommen, weshalb die Gastgeber auch zu keinem Treffer mehr kamen und sich die Rosenheimer über einen umkämpften Auswärtssieg freuen durften. Bereits am Freitag steht ein richtiger Knaller für die Sechziger an. Denn dann ist der SV Wacker Burghausen in Rosenheim zu Gast. Anpfiff ist um 19.00 Uhr.

Quelle: Beinschuss

30 Aug

1860 Rosenheim mit gutem Gefühl nach Mittelfranken – Zaric-Elf zu Gast bei den kleinen Kleeblättlern

Am neunten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 01.09.18 um 14:00h bei der U23 der SpVgg Greuther Fürth antreten.

Durch den späten aber nicht unverdienten Ausgleich zum 2:2 Endstand vom letzten Spieltag gegen das Top-Team vom 1. FC Schweinfurt haben die Rosenheimer viel Selbstvertrauen getankt. Deshalb fährt das Team um Kapitän Matze Heiß durchaus optimistisch zur nächsten Auswärtspartie am Samstag nach Fürth. Zugegeben, die bisherige Bilanz auf des Gegners Plätzen – vier zum Teil deutliche Niederlagen und dabei bisher noch kein einziges eigenes erzieltes Tor – lässt eigentlich die Brust nicht unbedingt auf ein Vielfaches anschwellen, aber der Punktgewinn gegen die „Schnüdel“ hat doch viele kleine Selbstzweifel im Team beseitigt.

„Unsere letzten Spiele waren konstant gut, die Mentalität meiner Spieler dabei war und ist einfach herausragend. Wir wollen auf unsere zuletzt gezeigten Leistungen aufbauen und nun definitiv auch unser erstes Tor und unsere ersten Zähler auswärts holen“, gibt sich der Coach von 1860 Rosenheim zuversichtlich. Gegen Schweinfurt wäre sogar in der letzten Minute der Siegtreffer noch drin gewesen. Jedoch wurde, wie bereits eine Woche zuvor in Heimstetten, den Innstädtern in der Nachspielzeit eine vermeintliche Abseitsposition vom Schiedsrichter-Trio unterstellt. Beide Male wäre ein 60er Angreifer allein auf das gegnerische Tor zugelaufen, weitere fünf Zähler mehr auf dem Punktekonto (derzeit vier) wären u.U. drin gewesen. Aber hätte, wäre …, das Leben findet halt nicht im Konjunktiv statt.

Deshalb sind Heiß, Räuber und Co. fest gewillt sowie überzeugt, nun die ersten Punkte außerhalb des Jahnstadions einzufahren. Auch die Statistik des Gegners lässt dieses Vorhaben als durchaus realistisch einstufen. Die Mannen von Trainer Petr Ruman und dessen spielendem Co. Daniel Adlung (Ex-Profi von 1860 München) gingen in den letzten drei Heimbegegnungen jeweils als Verlierer vom Platz. Zudem zogen die Spieler um Kapitän Dominik Sollfrank beim TSV Buchbach vor acht Tagen trotz früher 1:0 Führung noch mit 1:3 Toren den Kürzeren und blieben damit bei neun Zählern auf der Habenseite stehen. Also schweben die Mittelfranken derzeit auch nicht gerade auf einer Erfolgswelle – die Chance für 1860 Rosenheim.

Jedoch hebt der Gäste-Coach warnend seinen Finger und mahnt eindringlich: „die Fürther haben eine brutale Qualität am Ball. Sollten sie ins Rollen kommen, sind sie nur schwer zu stoppen. Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenze kommen und mit Leidenschaft ans Werk gehen, dann können wir auch aus Fürth was mitnehmen“.

Am Unternehmen „Erste-Auswärtszähler“ können neben den bekannten Langzeitverletzten (Eminoglu, Tomic) auch der noch gesperrte Omer Jahic sowie der am Finger verletzte Max Mayerl nicht teilnehmen. Der kurzfristig verpflichtete Torhüter Marius Herzig gehört hingegen ebenso wie der zuletzt krankheitsbedingt fehlende Michael „Mike“ Neumeier, sowie Sturmtank Markus „Siedler“ Einsiedler wieder zum Kader des TSV 1860. Letzterer konnte bereits gegen Schweinfurt kurzfristig und überraschend eingesetzt werden. Quasi vom Flughafen, nach der Rückkehr aus den Flitterwochen, direkt auf den Rasen. Für den Ur-Sechzger also von einem Vergnügen sofort ins nächste …

Die Vorzeichen stehen für die Rosenheimer Truppe also durchaus positiv. Da auch die Angreifer der Rothosen seit letzter Woche wieder ins Schwarze treffen – Neuzugang Andrija Bosnjak sowie Sturmdribbler Danijel Majdancevic beendeten beide ihre Torkrise – spricht eigentlich einem guten Spiel mit erfolgreichem Ausgang für die Gäste vom Inn nichts dagegen. Aber wie erwähnt, verfügt die Fürther Heimelf über klasse Fußballer, die zudem einen sehr gepflegten Ball spielen können.

Dieser hohen fußballerischen Qualität müssen die Jungs der beiden Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti erst noch Herr werden bzw. dagegen halten. Sollte dies der Fall sein, ist aber wirklich alles drin. Es wäre schon nicht ganz unbedeutend, wenn die Mannschaft weitere Zähler einfahren und das Konto von derzeit lediglich fünf Punkten weiter auffüllen könnte. Zudem herrscht ja bekannter weise in Rosenheim auf Grund des Herbstfestes Ausnahmezustand. Während dieser Phase war der TSV in der Vergangenheit schon immer überdurchschnittlich erfolgreich. Hoffentlich kann diese Bilanz auch beim Spiel in Fürth fortgesetzt werden.

30 Aug

1860 Rosenheim verpflichtet Torhüter Marius Herzig

Der TSV 1860 Rosenheim ist auf dem Transfermarkt nochmal aktiv geworden und hat mit sofortiger Wirkung Torhüter Marius Herzig verpflichtet.

Der aus dem niederbayerischen Waldkirchen stammende Keeper wechselte 2015 zur U17 des FC Ingolstadt, ehe er sich nur ein Jahr später der U19 von Eintracht Frankfurt anschloss. Dort spielte der hochveranlagte Torwart bis zur letzten Saison in der A-Jugend Bundesliga Süd/Südwest. Von den Begegnungen mit der SpVgg Unterhaching, wo der aktuelle Trainer des TSV 1860 Rosenheim damals engagiert war, kannte Ogi Zaric den ambitionierten Fußballer bereits. „Wir waren schon länger in Kontakt und sind sehr froh, dass wir ihn noch kurz vor Ende der Transferfrist verpflichten konnten“, so der Sechzger Trainer.

Auch der bescheidene und sympathische Neu-Rosenheimer freut sich sehr auf seinen neuen Verein: „in den Trainingseinheiten habe ich schnell bemerkt, dass die junge Mannschaft sehr fokussiert und konzentriert auf hohem Niveau arbeitet. Ich wurde auch sehr gut vom Team aufgenommen, somit hatte ich keinerlei Anpassungsprobleme. Das Gesamtpaket hat mich dann einfach letztlich im Vergleich zu anderen Interessenten überzeugt“.

Abteilungsleiter Franz Höhensteiger (siehe Bild bei der Vertragsunterzeichnung) ist sich sicher, dass sich Marius Herzig schnell im Regionalliga-Team integrieren wird: „in den Gesprächen wurde gleich klar, dass Marius ein sehr sympathischer und bodenständiger Junge ist, der weiß was er will. Er passt optimal in unser Konzept, wir wünschen ihm viel Erfolg bei 1860 Rosenheim“.

Der 18jährige ist derzeit noch auf Wohnungssuche, auch einen Ausbildungsplatz in Rosenheim möchte der Niederbayer schnellstmöglich klarmachen. Dabei wird er jeweils tatkräftig vom Verein unterstützt.

Herzlich willkommen in Rosenheim, Marius Herzig!

 

25 Aug

Punkt fühlt sie wie ein Sieg an

Die Serie der sieglosen Pflichtspiele ist mit Liga und Pokal auf acht angewachsen, dennoch war das gestern Abend so etwas wie ein Hoffnungsschimmer für die Regionalliga-Fußballer des TSV 1860 Rosenheim.

Sie boten dem großen Favoriten FC Schweinfurt 05 bei Starkregen im Rosenheimer Jahnstadion Paroli und ergatterten durch ein spätes Tor zum 2:2-Ausgleich in der 88. Minute einen Punkt.

„Das fühlt sich an wie ein Sieg“, meinte 1860-Trainer Ogi Zaric nach dem Spiel. „Weil wir wissen, dass Schweinfurt eine Profimannschaft ist. Weil wir wissen, welche Qualität der Gegner hat. Und weil wir wissen, dass der Punkt absolut verdient war. Darüber freuen wir uns.“ Durften die Sechziger mit dem 1:1 zur Halbzeitpause durchaus einverstanden sein, so hatte man nach dem Wechsel sogar etwas mehr gefährliche Strafraumszenen.

Es war ein Spiel, in dem die Rosenheimer eine bärenstarke Moral bewiesen. Denn wer gegen den haushohen Favoriten nach den vielen Niederschlägen der letzten Wochen zweimal zurückkommt, der hat sich den Zähler auch redlich verdient. „Wie die Jungs das alles weggepackt haben, zeugt von einer guten Mentalität“, meinte Zaric, der darauf hinwies, dass „ich immer wieder betont habe, dass die Jungs sehr gut arbeiten“.

Arbeiten mussten die Rosenheimer auch kräftig, denn bereits nach drei Minuten lag die Kugel erstmals im Tor, als Steffen Krautschneider für die Gäste einnetzte. Nach einer knappen halben Stunde meldeten sich aber die Hausherren zu Wort. Plötzlich hatte sich für Andrija Bosnjak, der im Sturmzentrum gut zurechtkam, die Lücke in der Schweinfurter Defensive aufgetan, der Ex-Wasserburger legte sich die Kugel einmal zurecht, blickte auf und drückte ab – das 1:1.

Nach dem Wechsel war die Zaric-Elf mutiger, Leopold Krüger hatte gleich die erste gute Aktion. Es folgte aber der nächste Tiefschlag, wieder durch Krautschneider, der seine Torgefährlichkeit mit dem zweiten Treffer unter Beweis stellte. Das war zunächst ein Schock für die Rosenheimer, die zwar durch Bosnjak (ihm fehlte ein kleiner Tick) und ein Abseitstor von Korbinian Linner noch zwei gefährliche Szenen hatten, dann aber in der Offensivkraft nachlegten. Und die Gastgeber hatten Glück, dass Schweinfurt auf dem immer schwerer zu bespielenden Platz seine beiden guten Torchancen zur Entscheidung nicht nutzte und für ein so hochdotiertes Team zu früh einen Gang zurückschaltete.

So blieb die Hoffnung bis kurz vor Schluss am Leben – genährt durch immer mehr gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld und großer Laufstärke. Und dann stand in der 88. Minute der eingewechselte Markus Einsiedler frei am linken Flügel, seine punktgenaue Flanke köpfte Danijel Majdancevic zum 2:2 ein. Ausgerechnet Majdancevic, der in dieser Spielzeit noch gar nicht vom Glück verfolgt war. „Ein Stürmer lebt immer von Toren. Und bei seiner Klasse war es nur eine Frage der Zeit, wann er wieder trifft. Dass es diesmal in der 88. Minute zum Punktgewinn ist, macht das ganze umso schöner“, freute sich Zaric, der über den einen Zähler mehr als glücklich war, allerdings auch einen „kleinen Nachschmerz“ hatte – und meinte damit die Szene in der 92. Minute, als Linner mit Vorsprung in den Sechzehner gelaufen wäre, der Schiri-Assistent dann aber die Fahne hob und damit wohl nicht recht hatte. Dann hätte es sich für Zaric nicht nur wie ein Sieg angefühlt…

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter, Köhler, Heiß, Lenz, Krätschmer, Maier, Räuber, Tobias (ab 81. Goncalves), Krüger (ab 63. Einsiedler), Bosnjak (ab 63. Linner), Majdancevic.

Schiedsrichter: Hummel (TSV Betzigau).

Zuschauer:300.

Tore: 0:1 Krautschneider (3.), 1:1 Bosnjak (30.), 1:2 Krautschneider (53.), 2:2 Majdancevic (88.).

Quelle: OVB

22 Aug

Ohne großen Druck gegen einen Aufstiegsfavoriten – das Profiteam des 1. FC Schweinfurt 05 zu Gast in der Innstadt

Am achten Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 24.08.18 um 19:00h den 1. FC Schweinfurt 05 zu Gast im heimischen Jahnstadion.

Zum nächsten Heimspiel kann der TSV 1860 Rosenheim einen der großen Favoriten auf den Meistertitel in der Regionalliga Bayern begrüßen: es kommt das Profiteam des 1. FC Schweinfurt 05 nach Oberbayern.

Die Mannschaft des Neu-Trainers und ehemaligen Bundesligaprofis Timo Wenzel holte aus den bisher absolvierten sechs Ligapartien satte 14 Punkte. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden sind die aktuell auf dem vierten Tabellenplatz rangierenden „Schnüdel“ bis dato also noch unbesiegt. Nachdem man am letzten Wochenende äußerst unglücklich gegen das Bundesliga-Team von Schalke 04 mit 0:2 Toren aus dem DFB-Pokal ausschied – ein umstrittener Elfmeter sowie ein Eigentor führten zur Niederlage – kommen die Unterfranken hochmotiviert und mit noch breiterer Brust am Vorabend des Herbstfestbeginns nach Rosenheim.

„Das Schweinfurter Team ist gespickt mit qualitativ hochveranlagten Individualisten, die auch schon höherklassig aktiv waren. Die Favoritenrolle ist daher eindeutig unserem Gast zuzuordnen. Zusätzlich spricht natürlich auch die derzeitige Saisonbilanz bzw- verlauf nicht gerade für uns, mit einem Punktgewinn rechnet man daher nicht unbedingt. Wir werden aber trotzdem alles versuchen, uns gezielt auf den Gegner vorbereiten und gehen voller Vorfreude in die Partie gegen das Profi-Team aus Schweinfurt“, so der realistische Coach des TSV 1860 Rosenheim Ogi Zaric.

Im Vergleich zur Vorsaison konnten die Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Gerd Klaus das Team u.a. mit einigen Spielern aus der dritten Liga nochmal verstärken, darunter der neue Kapitän Stefan Kleineheismann, der vom Halleschen FC zu den „Schnüdel“ wechselte. Die Ausrichtung des profihaft geführten Vereins ist eindeutig: der Aufstieg in die dritte Liga ist fest angestrebt.

Doch, man mag es fast nicht glauben, in den vier Auseinandersetzungen mit den Unterfranken nach dem Wiederaufstieg des TSV 1860 Rosenheim in die Regionalliga gingen die Rothemden bis dato noch nie als Verlierer vom Platz. Drei Unentschieden sowie sogar ein 4:2 Heimsieg ist die bisherige beachtliche Bilanz der Sechzger gegen die schier unbezwingbare Übermacht des 1. FC Schweinfurt. Also, unbedingt ein Lieblingsgegner der Gäste sind die Innstädter nun auch nicht.

Vielleicht kommt diese Partie zum aktuellen Zeitpunkt für die Heimelf aber gerade recht. Die Erwartungshaltung ist gering, der Druck somit ebenso. Auch wenn schnellstmöglich das Punktekonto von derzeit vier Zählern weiter aufgebessert werden soll. Aber Punkte aus dieser Begegnung sind nicht unbedingt einkalkuliert. Es wäre ein Zuckerl, das gerade für die Gemüter der Zaric-Elf unglaublich positiv wäre. Irgendwann müssen die 50:50-Entscheidungen in den jeweiligen Spielverläufen auch mal zu Gunsten der Rosenheimer ausfallen. Wie z.B. zuletzt in Heimstetten, als in der Nachspielzeit eine Abseitsposition der Sechzger gepfiffen wurde, obwohl der Spieler nicht im Abseits stand und allein aufs gegnerische Tor zugelaufen wäre. Im Gegenzug konnte der Gastgeber dann doch noch den 1:0 Siegtreffer in der 93. Spielminute landen. Und so zieht es sich in den letzten Begegnungen wie ein roter Faden durch.

Aber lamentieren und Ausreden suchen gilt nicht, die Mannschaft muss sich der nicht ganz einfachen Situation stellen und dagegen mit aller Macht ankämpfen. „Meine Jungs arbeiten in den Trainingseinheiten nach wie vor äußerst konzentriert und fokussiert, die Einstellung ist super. Jeder will sich ständig verbessern, auch in div. freiwilligen Zusatzschichten. Ich bin begeistert und sehr stolz auf meine Mannschaft, es macht wirklich sehr viel Spaß. Wir müssen nun einfach Geduld haben und unseren eingeschlagenen Weg zusammen weitergehen. Schon bald werden wir dafür belohnt werden. Die aktuell schwierige Phase schweißt uns als Mannschaft nur noch enger zusammen. Es sind noch genügend Spiele zu absolvieren und damit auch noch genügend Punkte zu holen. Wir verfallen jetzt nicht in Panik, unser Ziel Klassenerhalt werden definitiv erreichen“, ist sich Ogi Zaric sicher.

Omer Jahic fehlt noch zwei Spiele rotgesperrt

In der Partie am Freitag wird letztmalig noch Markus Einsiedler fehlen, ab nächster Woche steht er dann wieder zur Verfügung. Auch der rotgesperrte Omer Jahic darf noch nicht ran. Ansonsten sind noch die Einsätze von Max Mayerl (Fingerbruch), Michael Neumeier (Sommergrippe) und Wiggerl Räuber (muskuläre Probleme) fraglich. Bis auf die Langzeitverletzten (Eminoglu + Tomic) steht Ogi Zaric und Thomas Kasparetti aber der Rest des Kaders zur Verfügung.

Es wäre dem Team von 1860 Rosenheim von Herzen zu gönnen, wenn endlich wieder ein Erfolgserlebnis verzeichnet werden könnte. Mit dem 1. FC Schweinfurt steht natürlich ein ganz großes Kaliber vor der Tür, aber auch diese Partie muss erst mal gespielt werden. Sollte dabei ein positives Resultat erreicht werden können, wäre das erste bevorstehende Wies’n-Wochenende für die Sechzger umso schöner.