18 Aug

​Ingolstadt sichert sich in Schlussphase Auswärtssieg​

​Zwanzig vernünftige Minuten reichten dem TSV 1860 Rosenheim am 7. Regionalliga-Spieltag nicht zu einem Erfolgserlebnis. Unter dem Strich verlor die Tiplix-Elf am Freitagabend verdientermaßen mit 0:2 (0:0) gegen die U21 des FC Ingolstadt 04 II.​

Ingolstadt begann angesichts der prekären Tabellensituation überraschend selbstbewusst und hätte nach drei, vier Halbchancen spätestens in Minute 20 in Front gehen müssen, als Marcel Schiller nach einer Hereingabe von links von Thorsten Niklas alle Zeit der Welt hatte. 1860-Keeper Mario Stockenreiter reagierte allerdings mit einer Glanzparade und lenkte den Ball zur Ecke.

Eine taktische Umstellung von Coach Tobias Strobl leitete anschließend jedoch die Trendwende ein. Rosenheim hatte nun mehr „Zugriff“, kam selbst zu mehr Ballbesitz – und auch zu Chancen. Nach einem üblen Fehler von Niko Reislöhner setzte Danijel Majdancevic den Ball aus 35 Metern hauchdünn am leeren FCI-Kasten vorbei (22.). Zwei weitere Gelegenheiten von Majdancevic (24./38.) sowie ein Schuss von Robert Köhler, den Nicklas für seinen bereits geschlagenen Torhüter Fabian Buntic kurz vor der Linie klärte (30.), hätten allesamt die Führung für die Hausherren bedeuten können.

Nach Wiederanpfiff konnte man die Höhepunkte lange an zwei Fingern abzählen. Schiller hatte mit einer Direktabnahme, die knapp übers Tor zischte, für lange Zeit die beste Möglichkeit (50.). Anschließend deutete in einer schwachen Begegnung vieles auf ein torloses Remis hin, ehe Max Christiansen nach einer weiten Ecke von rechts am langen Pfosten per Kopfballaufsetzer zum 0:1 (81.) erfolgreich war.

Drei Minuten später setzte Innenverteidiger Jonatan Kotzke einen Freistoß an den Querbalken, ehe der eingewechselte Patrick Hasenhüttl nach einem Fehler von Stockenreiter und einem Schuss von Christiansen in der Nachspielzeit alles klar machte (90.+1).

Trainerstimmen:

Stefan Leitl (FC Ingolstadt 04 II): „Die ersten 25 Minuten haben wir dominiert, dann ist Rosenheim durch einen taktischen Schachzug besser ins Spiel gekommen. Wir hatten aber heute eine richtig gute Truppe auf dem Platz, haben gut verteidigt und ich denke, dass wir deswegen unter dem Strich auch verdient gewonnen haben.“

Tobias Strobl (TSV 1860 Rosenheim):“Ingolstadt hat uns anfangs extrem unter Druck gesetzt. Deswegen weiß ich nicht, ob ich meinem Team einen Vorwurf machen soll. Die zweite Hälfte wollten wir gierig sein, wobei ich letztlich den Eindruck bekam, dass eigentlich kein Team den Sieg verdient hatte. Wir haben uns aber heute kaum Chancen herausgespielt, was ein Ansatzpunkt für die nächsten Wochen sein muss!“

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – FC Ingolstadt 04 II ​0:2​​ (0:0)​

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Lenz, Räuber, Krätschmer – Köhler, Denz, Maier ​ (85. Zottl)​ , Mayerl – Eminoglu ​ (57. Linner)​ – Majdancevic, Hartl ​ (57. Höhensteiger)​ – Trainer: Strobl.

FC Ingolstadt 04 II:

Bunjic – Reislöhner, Kotzke, Gerlspeck, Nicklas – Gashi, Christiansen – Schiller, Watanabe (66. Kogler), Suljic (66. Hasenhüttl) – Rizzo (90. Tobias) – Trainer: Leitl.

Schiedsrichter: Öllinger (Riedlhütte)

Gelb: Maier, Denz, Lenz / Rizzo, Hasenhüttl

Tore: 0:1 (81.) Christiansen, 0:2 (90.+1) Hasenhüttl.

Bes. Vorkommnisse: keine.

16 Aug

1860 Rosenheim möchte Punktekonto gegen den FC Ingolstadt II weiter füllen

Am siebten Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 18.08.17 um 19:00 Uhr die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt zu Gast im heimischen Jahnstadion.

Durch den Dreier beim 1:0 Sieg in Seligenporten zuletzt und nunmehr acht Zählern auf dem Konto konnte sich die Strobl-Elf ein wenig Abstand zur hinteren Tabellenregion verschaffen. Mit dem FC Ingolstadt II wartet nun am Freitag eine Mannschaft auf Augenhöhe auf die Rosenheimer, gegen die wieder eine konzentrierte und engagierte Leistung notwendig sein wird um weiter punkten zu können.

Das Team von Trainer Stefan Leitl belegt aktuell mit sechs Zählern den 13. Rang, bei allerdings erst fünf ausgetragenen Partien. Bei der letzten Begegnung zogen die Mannen aus der Audi-Stadt auf heimischen Rasen mit 1:2 gegen den TSV Buchbach den Kürzeren. Eine Woche zuvor konnte man hingegen in Burghausen mit einem 3:2 Sieg einen bemerkenswerten Dreier einfahren. Die Saison begannen die jungen Schanzer mit einer 0:5 Klatsche bei der U23 des FC Bayern München und einer 1:3 Niederlage in Bayreuth, ehe dann ein 2:1 Sieg gegen den FC Memmingen folgte.

Damit ist wohl jedem klar, dass sich die junge und ehrgeizige Mannschaft um Kapitän Jonatan Kotzke mittlerweile gefunden hat, durchaus einiges zu bieten hat und an guten Tagen jedem Gegner der Liga das Leben von der ersten bis zur letzten Minute schwer machen kann.

Für einige im Dress der Heimelf ist die Begegnung gegen den FC Ingolstadt eine ganz besondere Auseinandersetzung und daher zusätzlich von Brisanz geprägt. Denn neben Trainer Tobias Strobl trugen bereits auch schon Ludwig Räuber, Michael Denz und natürlich der verletzte Kapitän Mathias Heiß in der Vergangenheit das schwarz-weiße Trikot der Gäste. Dieser Faktor wird sicherlich für einen weiteren positiven Schub und Motivation bei den genannten 1860-Akteuren sorgen.

Der wichtige Sieg in Seligenporten brachte nicht nur ein wenig mehr Entspannung in die Reihen der Tiplix-Elf, sondern ebenso weiteres Selbstvertrauen. Denn der Dreier in der Oberpfalz ging für die Rothemden leistungsmäßig, vor allem aber durch die Vielzahl an Chancen durchaus in Ordnung. Die Entwicklung und Leistungskurve der Innstädter zeigt bisher in die richtige Richtung und zwar konstant noch oben. Das äußerst konzentrierte und kontinuierliche Engagement aller Spieler sowie der Wille sich ständig zu verbessern ist nach wie vor sehr beachtlich. Da sind neben den häufig eingesetzten Kickern besonders die Jungs aus der aktuell noch zweiten Reihe hervorzuheben, die in jeder Trainingseinheit Vollgas geben und auf ihren Einsatz brennen. Das beste Beispiel hierfür ist das Eigengewächs Markus Hartl, der in Seligenporten ein überzeugendes Debut von Beginn an gab und gleich den Siegtreffer erzielen konnte.

Bei der bisher so positiven Entwicklung im spielerischen und taktischen Bereich muss allerdings zwingend noch an der Chancenverwertung gearbeitet werden. In den letzten Begegnungen hätten die Strobl-Schützlinge durchaus noch mehr punkten und weitere Zähler einfahren können, wenn die zahlreichen hochkarätigen Einschussmöglichkeiten zielstrebiger und konsequenter genutzt worden wären. Zu den bisher lediglich sechs erzielten eigenen Treffern – bei allerdings auch nur sechs Gegentreffern – sollen nun am Freitag unbedingt weitere Buden hinzukommen.

Dabei kann jedoch Mittelstürmer Markus Einsiedler dieses Mal nicht unterstützend mitwirken, er befindet sich derzeit in Urlaub. Ansonsten können die Coaches Tobi Strobl und Robert Mayer vermutlich auf denselben Kader wie zuletzt bauen. Auch Torhüter Dominik Süßmaier steht nach überstandener Krankheit wieder zur Verfügung.

„Natürlich wollen wir im heimischen Stadion auch gegen die Zweitvertretung des FC Ingolstadt punkten, möglichst dreifach. Der Gegner wird sich vermutlich nicht verstecken und spielerisch zu überzeugen versuchen. Das kann uns durchaus entgegenkommen. Wir müssen die Zweikämpfe leidenschaftlich, konsequent und kompromisslos führen, dann sind wir guter Dinge, gegen stark einzuschätzende Ingolstädter was holen zu können“, so Co-Trainer Robert Mayer.

Wie bereits erwähnt, befindet sich das Reserve-Team des Zweitligisten von Leistungsstand her auf Augenhöhe zur Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim. Es wird also vermutlich ein Spiel auf Messers Schneide werden, dessen Ausgang ggf. nur von Kleinigkeiten abhängt.

11 Aug

60er Torhüterschule startet

Peter Martin, ehemaliger Zweitliga Torhüter und Torwarttrainer der 60er leitet das neue Angebot – Infoabend geplant

Der Jugendbereich ist das absolute Herzstück der 60er, die Förderung und fußballerische Ausbildung von jungen Talenten aus der Region steht bei den 60er an vorderster Stelle. Viele Spieler aus der Region haben den Sprung in die Regionalliga-Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim geschafft – ganz nach dem Motto „Aus Rosenheim – Für Rosenheim“.

Im Zuge des ganzheitlichen sportlichen Konzepts der 60er rücken jetzt die Torhüter in den Fokus mit einem in der Region einmaligen Angebot – der 60er Torwartschule.

Unter der Leitung von Peter Martin, früher Profi u.a. bei Wattenscheid 09 und dem KFC Uerdingen und aktuell Herren und Junioren-Torwarttrainer beim TSV 1860 Rosenheim wurde ein stimmiges Trainingsangebot aufgebaut.

Dies umfasst wöchentliches Torwarttraining in Kleingruppen, Individualtraining, aber auch Torwarttraining für Vereine sowie Torhütertage und Camps.

Je nach persönlichem Stand und Alter werden Basics gefestigt, keeperspezifische Fähigkeiten ausgebaut und Talente gefördert.

Training gibt es für die Spieler ab U10 bis hin zum Herrentorhüter.

Start der Torhüterschule ab dem 1.10.2017, Anmeldungen werden ab 28.08.2017 unter orga-junioren@1860rosenheim.de entgegengenommen. Telefoninfos unter 0172/8114334.

Wir laden alle Interessenten gerne zu unserer Infoveranstaltung ein am 6. September ab 17 Uhr im Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter.

 

 

 

10 Aug

1860 Rosenheim will weiter punkten – die Strobl-Elf gastiert in Seligenporten

Am sechsten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 12.08.17 um 14:00h beim SV Seligenporten in der dortigen MAR-Arena antreten.

Das noch punktlose Team von Trainer Roger Prinzen nimmt derzeit den letzten Tabellenplatz der Regionalliga ein. In den bisher erst absolvierten drei Partien – durch die Relegationsspiele mussten die Opferpfälzer erst später eingreifen – verlor man 2:4 in Memmingen, 0:2 gegen Burghausen und zuletzt 0:2 in Buchbach. Die Begegnungen waren jedoch allesamt ziemlich ausgeglichen, zumeist hatten die Gegner das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Oder einfachste Abwehrfehler zogen unverzüglich Treffer der Kontrahenten nach sich.

Dies wollen die „Klosterer“ nun beim zweiten Heimspiel der Saison gegen 1860 Rosenheim unbedingt besser machen, das Glück soll notfalls erzwungen werden. Der nicht mehr für möglich gehaltene Verbleib in der Regionalliga aus der Vorsaison über den Umweg Relegation – 1860 München II wurde zwangsversetzt – wurde zwar ausgelassen gefeiert, jedoch konnte man sich dadurch erst spät einer konkreten Kaderplanung widmen, ggf. wird immer noch an dem ein oder anderen Transfer gearbeitet. Auch der verspätete Saisonstart ist durch den Vorsprung der Ligakontrahenten in Sachen Rhythmus, Kondition und Spielverständnis nicht unbedingt ein Vorteil.
Aber den Gegebenheiten zum Trotz wollen die Prinzen-Schützlinge nun endlich durchstarten und die ersten Zähler, möglichst sogar deren drei auf heimischem Geläuf einfahren.

Diesem Vorhaben werden sich die Mannen aus Oberbayern mit ihrem ganzen Reservoir an fußballerischer Klasse dagegenstemmen. Bei der letzten Partie gegen Illertissen konnten die Innstädter in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung auf gutem Niveau beim 1:1 Unentschieden einen Zähler einfahren. Beide Seiten hätten aber durchaus auch noch den Siegtreffer erzielen können.
Hier fehlte bereits der Kapitän der Rothemden, Mathias Heiß, der auch bis auf Weiteres mit einem erlittenen Muskelbündelriss ausfallen und der Strobl-Elf in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Dass aber der Kader der Rosenheimer mittlerweile einen derartigen Ausfall nahezu ohne größeren Qualitätsverlust auffangen kann, zeigte die Begegnung zuletzt. Selbstverständlich fehlen aber zunächst mal die Führungsqualitäten von „Matze“ Heiß, diese müssen sich nun mehrere Spieler teilen. Zu allererst natürlich Ersatzkapitän Georg Lenz, für den diese Rolle aber grundsätzlich nichts Neues darstellt, da er auch schon in der Vergangenheit das ein oder andere Mal mit der Binde auflief.

Ansonsten steht den Coaches Tobi Strobl und Robert Mayer der gesamte Kader zur Verfügung, alle üblichen Verdächtigen sind einsatzfähig. Selbst Maxi Höhensteiger hat seine Sprunggelenksblessur aus der Partie gegen Illertissen überwunden und kann bedenkenlos auflaufen. Mit dem Schwung aus dem Sieg im Toto-Pokal unter der Woche im Rücken, beim FC Bad Kohlgrub-Ammertal konnte die Tiplix-Elf einen ungefährdeten 5:0 Sieg erzielen, fahren Lenz, Räuber und Co. optimistisch in die Oberpfalz.

„Wir wissen, dass uns mit dem SV Seligenporten ein äußerst unangenehmer Gegner bevorsteht. Sie können durchaus hohe Qualität auf den Platz bringen, besser als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt und wollen nun endlich die ersten Punkte einfahren. Aber auch wir sind gewillt was Zählbares mit nach Rosenheim zu nehmen, möglichst drei Punkte. Natürlich ist hierzu wieder ein mindestens genauso ordentliches Spiel wie gegen die starken Illertissener zuletzt notwendig. Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg und wollen die kontinuierliche Weiterentwicklung fortführen. Mit der richtigen Einstellung und natürlich auch der nötigen Demut sowie dem Respekt vor dem Gegner werden wir auch in Seligenporten ein gutes Spiel abliefern“, so Trainer Tobias Strobl.

Die bevorstehende Begegnung ist für beide Seiten von großer Bedeutung. Mit einem Sieg könnte das Prinzen-Team Anschluß zum Mittelfeld herstellen, andernfalls wird man für die nächsten Wochen im unteren Bereich der Tabelle festsitzen. Bei den Gästen könnte ein Dreier den Abstand zum hinteren Tabellendrittel vergrößern und gleichzeitig einen vorläufig gesicherten Mittelfeldplatz bedeuten. Man darf jedenfalls gespannt sein, wer seine Ziele in die Tat umsetzen kann.

9 Aug

Spende an die Jugendabteilung von Demirs Grillhendl

Nejat Demir ist in Rosenheim und Umgebung als erfolgreicher Unternehmer mit seinen Grillhendl-Wägen bekannt. Herr Demir ist zudem vom Fußball begeistert. Früher hat er sogar für den TSV 1860 Rosenheim die Fußballschuhe geschnürt und war von 1972 bis 1978 Spieler der Herrenmannschaft. 

Die Abteilungsleitung ist froh, einen „alten“ Sechzger wieder für den Verein begeistern zu können, der bereit ist, das Wirken des Vereins zu unterstützen. Ein besondere Dank gilt deshalb Herrn Demir, da er mit einer großzügigen Spende die Jugendarbeit des TSV 1860 Rosenheim unterstützt. 
Das Bild zeigt Herrn Nejat Demir zusammen mit Abteilungsleiter Franz Höhensteiger.

9 Aug

Internationaler Jugendfußball beim TSV 1860 Rosenheim – U17 testet gegen japanisches Spitzenteam

Zu einem Jugendfußball-Leckerbissen kommt es am 19. August im Rosenheimer Jahnstadion. Die U17 des Regionalliga-Nachwuchses testet gegen die japanische Spitzenmannschaft Atsuta High School Soccer Club. Anpfiff ist um 18 Uhr 30.
Die japanischen Gäste kommen aus Nagoya in der Aichi Präfektur und sind eine High School Mannschaft. Dort zählen sie zu den Top 5 Teams und kommen regelmäßig nach Deutschland zum Trainingscamp.
Bis letztes Jahr hat die Mannschaft die Sportschule in Hennef für die Trainingslager ausgewählt und Spiele gegen den 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, Arminia Bielefeld und den VFL Bochum etc. ausgetragen.
In diesem Jahr möchte die Mannschaft gerne neue Erfahrungen sammeln und schlägt daher ihr Trainingscamp in Bayern auf. Während Ihres Aufenthalts in München sind weitere Tests gegen den FC Ingolstadt 04 (U17) und den FC Augsburg (U16) geplant.
Einem tollen Test und einem interessanten Jugendspiel steht nichts im Weg. Alle interessierten Fußballfans sind herzlich eingeladen.

4 Aug

Leistungssteigerung in letzter halber Stunde rettet Punkt

Eine Stunde lang tat sich der TSV 1860 Rosenheim gegen den FV Illertissen am 5. Regionalliga-Spieltag sehr schwer, erreichte nach einer klaren Steigerung im letzten Spieldrittel ein unter dem Strich nicht ganz unverdientes 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Die Gastgeber begannen durchaus gefällig und hatten durch einen Drehschuss von Danijel Majdancevic (17.) auch die erste Chance der Partie. Anschließend schlichen sich jedoch immer wieder Unzulänglichkeiten ein und die Rothemden kamen des öfteren einen Schritt zu spät. Illertissen traute sich unterdessen mehr zu und wäre in der 28. Minute um ein Haar in Front gegangen. Nach einem Ballverlust von Philipp Maier zog Nicolas Jann von halblinks ab. Dessen Flachschuss lenkte 1860-Keeper Mario Stockenreiter an den Pfosten und war dann beim Abpraller schneller am Ball als der heranstürmende Daniel Lang (28.).

Lang stand auch bei den nächsten Szenen der Gästen im Mittelpunkt. Erst vergab er freistehend nach einer Hereingabe von rechts (30.), dann wollte er – frei vor Stockenreiter – den mitgelaufenen  Oktay Leyla bedienen. Georg Lenz klärte mit einer beherzten Grätschte im allerletzten Moment (40.). Eine Zeigerumdrehung später war jedoch die Illertisser Führung fällig. Nach einer Flanke von Pedro Allgaier von rechts machte es Lang im dritten Anlauf besser und drückte das Leder aus kurzer Distanz zum 0:1 über die Linie (41.). Dass Markus Einsiedler (36.) und Max Mayerl (45.) noch zwei ansehnliche Gelegenheiten für die Sechziger hatten, konnte die Berechtigung der Gästeführung zur Pause jedoch nicht schmälern.

Nach dem Aufenthalt in den Kabinen gab es zunächst eine gute Viertelstunde Leerlauf. Illertissen verteidigte weiterhin kompakt und Marco Hahn hatte frei vor Stockenreiter das 0:2 auf dem Schlappen – was letztlich eine Art Weckruf für die Sechziger darstellen sollte. Aus dem Spiel heraus kamen sie zwar nur schwer zu Chancen, doch bei Kopfballgelegenheiten von Georg Lenz (68.) und Michi Denz (72.) deutete sich der Willen und die nun klar erkennbare Leistungssteigerung der Gastgeber bereits an.

In Minute 74 war schließlich der nun verdiente Ausgleich fällig, als Philipp Maier flankte, Majdancevic im Fallen an den Pfosten köpfte und Mayerl den Abpraller aus kurzer Distanz im Kasten unterbrachte. Im Finish hatte Robert Köhler den Siegtreffer für die Sechziger ebenso auf dem Schlappen (80.) wie Leyla auf der Gegenseite, der freistehend am langen Eck vorbeizielte (86.).

Trainerstimmen:

Ilija Aracic (FV Illertissen): „Wir haben 15 bis 20 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden. Dann sind wir gut gestanden und auch besser nach vorne gekommen. Nach der Führung hatten wir zweimal die Chance zum zweiten Tor, doch nach dem Ausgleich ist es in einem packenden Spiel noch einmal sehr schwer für uns geworden!“

Tobias Strobl (TSV 1860 Rosenheim): „Wir hatten heute gegen den Ball nur selten ein „Ticket“. Deswegen hatten wir zunächst auch keine Spielkontrolle. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gesteigert. Dennoch ist der Punkt aus meiner Sicht unter dem Strich eher glücklich, weil Illertissen die klareren Chancen hatte!“

 

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Lenz, Räuber, Krätschmer – Köhler, Denz, Maier (90. Linner), Mayerl – Höhensteiger (37. Eminoglu) – Einsiedler (65. Hauswirth), Majdancevic – Trainer: Strobl.

FV Illertissen: Schilder – Allgaier, Rupp (60. Strahler), Krug, Enderle – Jann, Nebel, Weiss, Hahn (77. Strobel) – Lang (46. Nollenberger), Leyla – Trainer: Aracic.

Schiedsrichter: Huber (Bogen).

Zuschauer: 380.

Gelb: Räuber /-

Tore: 0:1 (41.) Lang, 1:1 (74.) Mayerl.

Bes. Vorkommnisse: keine.

2 Aug

1860 nach Glanzleistung beim Topfavoriten zurück im Ligaalltag – der FV Illertissen zu Gast in Rosenheim

Am fünften Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 04.08.17 um 19:00h im heimischen Jahnstadion den FV Illertissen zu Gast.

Nach dem fantastischen Auftritt der Rosenheimer im Grünwalder Stadion vor acht Tagen gegen den TSV 1860 München wartet nun mit dem FV Illertissen auf die Innstädter ein weiterer schwerer und unangenehmer Brocken. Das Team von Trainer Ilija Aracic belegt derzeit mit sieben Zählern aus vier Partien einen hervorragenden vierten Tabellenplatz. Auch wenn diese Platzierung zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch wenig Aussagekraft hat, zeigten die beachtlichen Siege gegen Memmingen (1:0) und in Burghausen (4:1) zu welchen famosen Leistungen die Schwaben fähig sind.

Am letzten Spieltag mussten sich die Illertissener allerdings mit einem 1:1 Unentschieden im heimischen Stadion gegen den TSV Buchbach zufrieden geben. In dieser Begegnung verletzte sich Sebastian Schaller so schwer (Verdacht auf Kreuzbandriss), dass die Verantwortlichen sich nochmal auf dem  Transfermarkt umsahen und kurzfristig mit Simon Walter noch einen talentierten Außenbahnspieler verpflichteten.

Kapitän Sebastian Enderle wird seine Mannen auch in der Festung Jahnstadion mit dem Ziel zu punkten aufs Feld führen. So wie in der letzten Saison, als man unterm Strich durchaus verdient einen Dreier durch dem 1:0 Auswärtssieg mit nach Schwaben nahm.

Das wollen die Schützlinge von Trainer Tobias Strobl dieses Mal sicherlich besser machen. Mit der Euphorie aus dem Spiel in München im Rücken soll unbedingt der nächste Sieg auf heimischen Rasen her. Auch wenn man in der Landeshauptstadt nicht punkten konnte, Sieger der Herzen waren sie zuletzt alle Mal. Die wirklich anspruchsvolle Leistung im „Grünwalder“ konnte man trotz zahlreicher Topchancen nicht in Zählbares ummünzen. Die PS sind also vorhanden, jetzt müssen sie Heiß und Co. nur noch auf die Straße bzw. auf das Grün bringen. Auch ein Quäntchen mehr Glück würde der Tiplix-Elf sicherlich dabei nicht schaden.

Dass man im Lager der Heimelf durchaus zuversichtlich in die Partie gegen Illertissen geht, ist nicht verwunderlich. Den Frust und die Enttäuschung nach der Niederlage gegen 1860 München haben die Rosenheimer mittlerweile verdaut und stattdessen in gesundes Selbstvertrauen umgewandelt. Gegen den Topfavoriten der Regionalliga in dessen ausverkauftem Stadion eine derartige fantastische Leistung abzurufen gebührt höchsten Respekt. Aber das ist nun Schnee von gestern, auf diesen Lorbeeren darf man sich keineswegs ausruhen. Ansonsten kann man u.U. ein böses Erwachen erleben. Die Jungs können auf alle Fälle stolz auf sich sein und voller Zuversicht die nächste Aufgabe angehen.

Die bevorstehende Begegnung beginnt bekannter weise jedoch auch wieder mit einem 0:0 und muss erst noch gespielt werden. Gegen die regionalligaerfahrene Truppe aus Illertissen ist erneut eine Topleistung erforderlich. Ebenso sind natürlich die Faktoren Wille, Ehrgeiz und Leidenschaft Grundvoraussetzung für einen Erfolg gegen die Schwaben.

Dieses Mal könnte auch wieder der zuletzt gesperrte Valentin Hauswirth mit von der Partie sein, sofern er seine Sprunggelenksprobleme überwinden kann. Ein kleines Fragezeichen steht hingegen noch hinter dem Einsatz von Michael „Michi“ Denz, der leicht angeschlagen aus dem Spiel in München zurück in die Innstadt kam. Ansonsten stehen den Trainer-Duo Tobias Strobl und Robert Mayer der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung.

„Natürlich haben wir viel Positives aus der Partie gegen 1860 München mitnehmen können. Der Ausgang war äußerst unglücklich, aber daran kann man jetzt nun mal nichts mehr ändern. Das Team hat die Messlatte noch ein Stück höher gelegt, jetzt geht es darum im Ligaalltag gegen Illertissen die Leistung mindestens zu wiederholen. Mit den Schwaben kommt ein Gegner ins Jahnstadion, der sehr viel Wert auf das Fußballerische legt und äußerst diszipliniert agiert. Sie werden sich sicherlich im oberen Drittel der Tabelle festsetzen. Um eine realistische Chance zu haben, müssen wir den Schwung aus dem Spiel gegen die Löwen mitnehmen und dieses Mal auch unsere Möglichkeiten besser nutzen. Ist dies der Fall, sind wir zuversichtlich die Partie mit einem positiven Ergebnis abschließen zu können“, so Co-Trainer Robert Mayer.

Auf alle Fälle sind Einsiedler, Majdancevic, Räuber und Co. heiß auf den nächsten Dreier. Sie wollen unbedingt Gästekeeper Janik Schilder das ein oder andere Mal überwinden und so ihren Farben zu einem wichtigen Sieg verhelfen.