17 Jan

Trainingsstart TSV 1860 Rosenheim

Am Donnerstag, den 17.01.2019 nimmt der Regionalligist TSV 1860 Rosenheim nach knapp siebenwöchiger Pause wieder den Trainingsbetrieb auf. Mit insgesamt 22 Trainingseinheiten auf den heimischen Anlagen, einem achttägigen Trainingslager in der Türkei sowie sieben Testspielen ist der Terminplan bis zum ersten Punktspiel beim FC Memmingen am 02.03.19 pickepacke vollgepackt.

Neben der so wichtigen Arbeit im Ausdauerbereich, stehen natürlich auch intensive Einheiten im spielerischen und taktischen Bereich auf dem Plan. Besonders während des Trainingslagers vom 10. bis zum 17. Februar an der Türkischen Mittelmeerküste können die Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti das Team auf die Mission Klassenerhalt eingeschworen.

„Wir freuen uns riesig, dass es endlich wieder losgeht. Ein Highlight wird sicher das Trainingslager in Antalya werden. Es wird zur Weiterentwicklung der Mannschaft extrem beitragen. Wir werden grundsätzlich intensiv an allen leistungsbestimmenden Faktoren arbeiten und die nächsten Schritte setzen. Jeder Einzelne wird im Frühjahr seinen Anteil für unser gemeinsames Ziel Klassenerhalt auch betragen können“, ist sich der Trainer von 1860 Rosenheim Ogi Zaric sicher.

Ab sofort zählen nicht mehr zum Kader Christoph Funkenhauser und Michael Wallner, die vorerst mal pausieren. Ansonsten gibt es Stand heute keine weiteren Veränderungen, möglicherweise tut sich aber bis zum Auftakt der Frühjahrsrunde noch etwas auf der Zugangsseite. Der sportliche Leiter Hansjörg Kroneck hält ständig Augen und Ohren offen.

Während der insgesamt sieben Testspiele tritt die Mannschaft um Kapitän Matze Heiß auch gegen den österreichischen Zweitligisten LASK OÖ an.

Hier alle Vorbereitungspartien im Überblick:
Samstag, 26.01.19 um 14:30h:   TSV 1860 – SV Kirchanschöring
Samstag, 02.02.19 um 14:30h:   TSV 1860 – VfR Garching
Mittwoch, 06.02.19 um 18:30h:   TSV 1860 – LASK OÖ
Dienstag, 12.02.19 und Donnerstag, 14.02.19 Testspiele Trainingslager, Antalya
Dienstag, 19.02.19 um 18:30h:   TSV 1860 – TSV Bad Endorf
Samstag, 23.02.19 um 14:30h:   TSV 1860 – SV Wörgl

Alle Spiele werden – bis auf die beiden im Trainingslager – auf dem heimischen Kunstrasen an der Jahnstraße ausgetragen

Der TSV 1860 Rosenheim wünscht allen Spielern eine verletzungsfreie Vorbereitung und eine erfolgreiche Rückrunde!

13 Jan

Sieger Sparkassenpokal 2019: TSV 1860 Rosenheim!

Mission Titelverteidigung erfolgreich abgeschlossen! Auch im dritten Jahr in Folge konnte der TSV 1860 Rosenheim den Sparkassenpokal in der Rosenheimer Gabor-Halle als Sieger beenden. Damit können die Sechzger nun den Wanderpokal fest in ihre Vereinsvitrine stellen.

Doch zu Beginn der Endrunde taten sich die Schützlinge von Trainer Ogi Zaric, der in dieser Runde das Zepter selbst in der Hand hielt, überraschend schwer. In der ziemlich ausgeglichenen und chancenarmen ersten Partie gegen den Bezirksligisten aus Bad Endorf trennten sich die Teams gerechterweise mit einem 0:0 Unentschieden. Im zweiten Gruppenspiel gegen den SV Westerndorf, dem späteren Finalgegner, musste  sich der Regionalligist erneut mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Beim 2:2 führten die Zaric-Jungs bereits mit 2:0 Toren und vergaben dabei einige 100%ige Chancen, ehe der forsch auftretende Kreisligist im letzten Drittel der Begegnung nochmal eiskalt zuschlagen und ausgleichen konnte. Somit nahm die Emilo-Elf hinter dem SV Westerndorf, der mit 2:1 gegen den TSV Bad Endorf die Oberhand behielt, den zweiten Platz in Gruppe B ein. Das Semifinale war nun gebucht.

Die Halbfinal-Begegnungen lauteten nun SV Westerndorf gegen TuS Raubling und SV Ostermünchen gegen den TSV 1860. Die Kreisliga-Elf von Trainer Harald Melnik setzte sich im ersten KO-Spiel beim 4:1 überzeugend gegen den Liga-Kontrahenten durch. Dann folgte der Regionalligist, der wie ein Sturm über den chancenlosen SV Ostermünchen hinwegfegte und diesen mit 6:0 deutlich bezwingen konnte. Nach dem in erster Linie ergebnisorientierten Vorrundenspielen am Finaltag, zog das Zaric-Team das Tempo gewaltig an.

Nun wartete der SV Westerndorf im Finale auf den TSV 1860 Rosenheim. In einem hochklassigen und spannenden Endspiel musste der Regionalligist alle Register ziehen um sich am Ende gegen den famos aufspielenden Kreisligisten durchzusetzen. Die Tore beim 3:0 Finalsieg für die Sechzger erzielten Georg Lenz, Bruno Goncalves und Linor Shabani.

Beim TSV 1860 Rosenheim wurden folgende Spieler eingesetzt:
Mario Stockenreiter, Georg Lenz, Bruno Goncalves, Pius Krätschmer, Lino Shabani, Adel Merdan, Max Mayerl, Danijel Majdancevic, Philipp Maier

 

Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken, nimmt der Regionalligist nun am Donnerstag, den 17.01.2019 die Vorbereitung für die restlichen zwölf Saisonspiele in der Regionalliga im Kampf um den Klassenerhalt auf (Bericht folgt).

 

10 Jan

Unser Coach Ogi Zaric im großen Winterinterview beim Fußballportal FuPa

Im Sommer ging der TSV 1860 Rosenheim aus Überzeugung ein Wagnis ein: Der Traditionsklub aus der Innstadt, der neben Bastian Schweinsteiger oder Julian Weigl schon so einigen Kickern den Weg in die Bundesliga geebnet hat, verpflichtete mit Ognjen Zaric einen blutjungen Coach. Der 29-Jährige war zuvor nur im Jugendbereich tätig. Kann das gut gehen? Diese Frage stellten sich die Skeptiker rund ums Jahnstadion. Und die Kritiker sehen sich zur Winterpause bestätigt, die Sechziger rangieren auf einem Relegationsplatz und müssen um den Klassenerhalt bangen. Deshalb verfallen die Verantwortlichen aber noch lange nicht in Aktionismus. Die Oberbayern sehen sich als kleiner Fisch im Haifischbecken Regionalliga, der Ligaerhalt war von Anfang an das anvisierte Ziel. Warum`s noch nicht wie gewünscht läuft, woran`s hapert und worin für ihn die größte Umstellung im Vergleich zum Jugendfußball besteht, das erklärt der Österreicher mit serbischen Wurzeln im FuPa-Interview.

FuPa: Ogi, in gut einer Woche startet die Vorbereitung. Bist du schon voller Tatendrang? 
Ognjen Zaric (29): Wir sind schon alle heiß. Am 17. Januar legen wir mit einer Leistungsdiagnostik los. In den sieben Wochen der Vorbereitung werden wir sieben Testspiele absolvieren. Hört sich im ersten Moment viel an, aber jeder im Kader soll ausgiebig die Chance erhalten, sich zu zeigen. Bevor`s wieder in die Vollen geht, spielen wir noch beim Sparkassenpokal mit, einem bei uns in der Region sehr populären Hallenturnier. Die Jungs sollen einfach Spaß am Kicken haben, die Gaudi steht im Vordergrund. Trotzdem gehen wir die Sache mit der nötigen Ernsthaftigkeit an und wollen den Titel holen. 

In der Winterpause bleibt auch mal Zeit zum Abschalten. Wie hast du die freie Zeit verbracht? 
Ich habe eine kleine Tochter und habe sehr viel Zeit mit der Familie verbracht, was im Laufe des Jahres immer ein wenig auf der Strecke bleibt. Dadurch konnte ich Abstand gewinnen und auch mal einen anderen Blick auf das Ganze kriegen. Aber natürlich kannst du als Trainer nie ganz abschalten. Ich habe die bisher absolvierte Saison ausgiebig Revue passieren lassen und analysiert. Zudem bin ich nächste Woche noch auf einem Trainerkongress in Wien. 

Worum geht`s da? 
Der Kongress wird vom ÖFB (Österreichischer Fußballverband, Anm.d.Redaktion) ausgerichtet. Ich bin als Redner eingeladen und werde über darüber referieren, wie ein Team in Ballbesitz Lösungen finden kann, um zum Torabschluss zu kommen.  

 

Gutes Stichwort: Mit dem Torabschluss hapert es bei deinem Team offensichtlich. In 22 Partien habt ihr erst 18 Treffer erzielen können – Minuswert in der Regionalliga Bayern. 
Es ist aber nicht so, dass wir uns keine Chancen erspielen. Im Gegenteil, wir kommen in jeder Partie immer wieder aussichtsreich ins letzte Drittel. Aber ganz klar: Vor dem Tor müssen wir einfach kaltschnäuziger werden, daran werden wir in der Vorbereitung hart arbeiten. In einigen Aktionen fehlte auch das Spielglück. Wir wollen noch mehr Torchancen provozieren, und diese dann auch nutzen. Für den Aufwand, den wir betreiben, haben wir uns viel zu wenig belohnt. 

Gegen die Bayern-Amateure habt ihr gewonnen, gegen die Top-Teams Schweinfurt und Burghausen gepunktet.  Salopp gefragt: Warum hängt ihr unten drin? 
Wir haben uns im Sommer auf die Fahnen geschrieben, dass wir dominant auftreten und attraktiven Fußball spielen wollen. Das geht aber nicht von heute auf morgen, die Entwicklung braucht Zeit. Das ist aber allen im Verein bewusst. Und dass es eben auch mal Durchhänger gibt, ist ganz normal. Aber meine Spieler sind extrem motiviert und wir werden mit Vorbereitungsbeginn alles reinschmeißen, um das in den Griff zu bekommen. 

Du warst zuvor nur im Jugendbereich tätig. Wir groß war für dich die Umstellung? 
Der größte Unterschied ist für mich die Philosophie der Spieler. Im Jugendbereich haben die Jungs alle ein langfristiges Ziel vor Augen: Sie wollen es in den Profibereich schaffen. Bei den Herren ist das anders. Da stehen die kurzfristigen Ziele im Vordergrund, weil eben auch andere Faktoren dann dazukommen, wie Beruf und Familie. Dann verschiebt sich der Fokus. Im Seniorenbereich zählt der kurzfristige Erfolg oder überspitzt gesagt, das primäre Ziel ist der Sieg im nächsten Spiel. 

»Was mich überrascht hat: Es wird sehr destruktiv gespielt wird.«

Wie fällt dein Fazit nach einem halben Jahr Senioren-Regionalliga aus? 
Zunächst muss ich konstatieren: Herrenfußball ist beinharter Ergebnissport. Was mich überrascht hat: Es wird sehr destruktiv gespielt wird. Das Zerstören steht im Vordergrund. Viele Teams wollen mit einfachen Mitteln zum Erfolg kommen. Hinten sicher stehen und vorne soll dann die individuelle Qualität entscheiden. Das ist extrem einfacher Fußball. Das ist auch völlig legitim, solange Zählbares herausspringt.

Du bist neben dem Regionalliga-Team auch noch für die U19 verantwortlich. Mit Erfolg, die A-Junioren sind Tabellenführer in der Landesliga Süd. Aber wahrscheinlich kein ganz einfacher Spagat. 
Das stimmt, es kommt schon mal zu Terminüberschneidungen. Ich versuche aber, so oft wie möglich dabei zu sein. An dieser Stelle muss ich ausdrücklich mein hervorragendes Trainerteam loben. Dass ich als Coach der ersten Mannschaft mit an Bord bin, motiviert die Spieler noch zusätzlich. Unsere Philosophie ist es, unsere eigenen Jungs in die Regionalliga-Mannschaft zu bringen. Schon jetzt haben wir sechs bis sieben Spieler in der ersten Mannschaft, die seit der Jugend beim Verein sind. Wir wollen weiter eine Talentschmiede sein und die erste Adresse für ambitionierte junge Kicker aus der Region bleiben. 

Zum Abschluss ein kurzer Ausblick: Mit 29 in der Regionalliga, wo siehst du dich mit 35? 
Wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann das, dass man im Fußball nicht langfristig planen kann. Klar hat man immer die Hoffnung, dass es weiter nach oben geht. Aber ich habe in Rosenheim einen Riesenspaß daran was ich mache und bin mit Leidenschaft dabei. Ich habe das Privileg, seit fünf Jahren hauptberuflich im Fußballgeschäft tätig zu sein. Das ist schon eine tolle Sache.