9 Apr

Individuelle Fehler bringen U19 auf Verliererstraße

Es war klar, dass die Auswärstaufgabe für die Sechziger U19 bei der JFG Neuburg nicht einfach werden würde, da mit Goncalves, Akyüz, Kisla und Köpf alleine vier Spieler des älteren Jahrgangs fehlten. Dennoch begannen die Rosenheimer aggressiv und mutig, verteidigten hoch und fanden zunächst besser ins Spiel als die Gastgeber. Einziges Manko hierbei war, dass man etliche frühe Ballgewinne nicht mit der nötigen Konsequenz und dem nötigen Zug zum Tor nutzen konnte. In diesen Situationen wurde Goalgetter Goncalves schmerzlich vermisst. Das Unheil nahm dann aber in der 12. Minute seinen Lauf: Brich vertendelt im Spielaufbau als letzter Mann den Ball, der Neuburger Stürmer zieht alleine auf und davon und erzielt mit dem ersten Torschuss die Führung für die Gastgeber. Und der nächste Nackenschlag ließ nicht lange auf sich warten. 20. Spielminute: Neuburgs Angreifer kommt zentral in klarer Abseitsposition an den Ball, doch die Fahne des Linienrichters blieb aus unerfindlichen Gründen unten, und es steht 2:0. Nun war die Verunsicherung natürlich greifbar, und Neuburg nutzte die Gelegenheiten mit bemerkenswerter Konsequenz. Nach 32 Minuten ist man sich bei einem eigentlich harmlosen hohen Ball auf die Abwehrkette nicht einig, ein Neuburger sagt danke und schließt über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Tomic zum 3:0 ab. Dennoch gaben die 60er nicht auf und drückten vor der Halbzeit auf den Anschlusstreffer, aber bezeichnender Weise konnte man selbst aus einigen Unsicherheiten des Neuburger Keepers an diesem Tag kein Kapital schlagen.

Der zweite Spielabschnitt hatte noch weitere, für diesen „gebrauchten“ Tag typische Szenen zu bieten. Zwei aus dem Halbfeld geschlagene Flanken sorgen für weitere Treffer für die Gastgeber, wobei Keeper Tomic wohl auch aufgrund der tiefstehenden Sonne mindestens einmal ziemlich unglücklich aussah.

Trainer Glück zum Spiel: „So blöd das nach einem 0:5 klingt, die Niederlage wäre hier trotz aller Ausfälle nicht zwingend nötig gewesen, erst recht nicht in der Höhe. Wir waren gut im Spiel, haben dann aber haarsträubende individuelle Fehler fabriziert, hatten Pech mit einer klaren Fehlentscheidung und waren so aussichtslos im Hintertreffen. Der Sieg für Neuburg war aber selbstverständlich verdient, weil sie offensiv einfach viel entschlossener, wuchtiger und dadurch sehr effektiv waren.“