11 Mai

1860 Rosenheim ohne Druck nach Burghausen

Am 33. und vorletzten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 13.05.17 um 14:00h beim SV Wacker Burghausen antreten. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Florian Kornblum.

Für beide Teams geht es im vorletzten Saisonspiel nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“, zumindest wenn es um einen möglichen Auf- und Abstieg geht. 1860 Rosenheim ist nach dem 3:0 Sieg vom letzten Spieltag gegen den SV Seligenporten mit nun 45 Punkten alle Sorgen, was den Ligaverbleib betrifft, los. Aber vielleicht kann das bisher Erreichte ja noch ausgebaut werden, ein einstelliger Tabellenplatz nach 34 Spieltagen ist nicht ganz unrealistisch und wäre ein sensationeller und nicht für möglich gehaltener Erfolg. Dafür muss aber noch fleißig gepunktet werden.

Die Konstellation für die Gastgeber ist ja bekannterweise nicht ganz so einfach. Ein möglicher positiver Saisonabschluss im vorderen Bereich der Tabelle könnte u. U. für die Wackeraner ziemlich kostspielig werden. Aber Geld hin, Kohle her, ein waschechter Fußballer möchte auf dem grünen Rasen zeigen was er kann und möglichst auch gewinnen. Der seit einigen Wochen auf der Kommandobrücke in Burghausen tätige Trainer Patrick Mölzl wird sicherlich seine Elf um Torjäger Hama Tsoumou (16 Treffer) so einstellen, dass sie die unter der Woche bittere 0:6 Klatsche bei der U23 des FC Ingolstadt wieder wettmachen wollen. Das außergewöhnliche Ergebnis lässt zwar Spekulationen zu, aber ein Einsatz von talentierten Jugendspielern darf auch mal erlaubt sein. Wenn nicht in einer derartigen Situation, wann dann? Zudem war sicherlich in den Reihen des SV nicht die Konzentration am obersten Limit. Kann alles vorkommen, auch in Burghausen sind alle nur Menschen.

Diese negative Erfahrung der Mölzl-Truppe in der Audi-Stadt könnte also ganz schön gefährlich für den Aufsteiger vom Inn werden, vor allem, da Wacker vor heimischer Kulisse antritt und den Saisonabschied mit den eigenen Fans im Rücken feiern möchte. Schon im Hinspiel in Rosenheim zeigten die Burghausener damals über weite Strecken der Partie ihre Klasse und ließen dem Liganeuling dabei nicht den Hauch einer Chance. Sie gewannen zwar „nur“ mit 2:1 Toren waren über die gesamten 90 Minuten aber das deutlich bessere und gefährlichere Team.

Die Auswärtsbegegnung beim ehemaligen Zweitligisten wird für die Mannschaft um Kapitän Mathias Heiß wieder eine tolle Erfahrung, besonders in Anbetracht dessen, dass man eigentlich beim großen Favoriten nur gewinnen kann. Aber man muss aufpassen, auch nur ein minimaler Spannungsabfall kann böse Folgen haben, siehe Burghausen in Ingolstadt. Die Innstädter müssen deshalb in der bevorstehenden Begegnung ebenso wie in den bisherigen 32 Saisonspielen wieder mal an die Leistungsgrenze gehen und keinen Zentimeter nachlassen.

„Der Sieg gegen Seligenporten war für uns eine riesige Befreiung, nun können wir sicher für die nächste Regionalliga-Saison planen. Auch wenn der ganz große Druck vorerst mal vorüber ist, haben wir immer noch den Anspruch die bisher sensationelle Rückrunde (aktuell auf Platz vier!) möglichst erfolgreich zu Ende zu spielen. Wir werden sicherlich in den beiden letzten Partien die ein oder anderen Spieler, die bis dato nicht allzu oft zum Einsatz kamen, die Möglichkeit geben sich zu präsentieren. Die Jungs haben es sich auf alle Fälle verdient, da sie zu jederzeit bereit standen und auch in jeder Trainingseinheit Vollgas gaben. Wir freuen uns sehr auf zwei Derbys zum Saisonausklang und wollen nun weiter punkten, auch in Burghausen“, so der Co-Trainer von 1860 Rosenheim Robert Mayer zum Spiel in Burghausen.

Torjäger Sascha Marinkovic

Eine besondere Partie wird das Spiel am Samstag sicherlich für 1860-Goalgetter Sascha Marinkovic werden, der in der neuen Saison die Farben des aktuellen Gegners tragen wird. Dieser Umstand wird „Prince“, wie er von seinen Spielerkameraden auch gerne genannt wird, zusätzlich bis in die Haarspitzen motiviert auflaufen lassen. Dies ist auch erforderlich, da sein kongenialer Sturmpartner Danijel Majdancevic nach der Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen Seligenporten gesperrt fehlen wird.

Darüber hinaus ist der Einsatz von Abwehrriese Georg Lenz äußerst fraglich. Ansonsten steht dem Trainer-Duo Tobias Strobl und Robert Mayer derselbe Kader wie zuletzt zur Verfügung. Es wird auf alle Fälle für Verantwortliche und Fans des Vereins ein Auftritt der Rothemden werden, den man mal ganz ohne Druck auf des Gegners Platz genießen kann. Die relativ kurze Wegstrecke nach Burghausen bietet sich ja zudem an, an der Auswärtspartie teilzunehmen.

Ein Erfolg in Burghausen, egal ob ein Unentschieden oder sogar ein Dreier wäre für den Aufsteiger eine Wahnsinnssache und würde das tolle Abschneiden der Tiplix-Elf noch positiver gestalten. Hierfür sind aber noch 90 lange und intensive Minuten zu absolvieren.