31 Jul

Knappe Niederlage, aber tolle Werbung für den Fußball in Rosenheim 

Über 89 Minuten zeigten die Rothemden vom TSV 1860 Rosenheim bei der mit Hochspannung erwarteten Partie beim TSV 1860 München im Grünwalder Stadion, was sie können, erspielten sich phasenweise sogar eine Überlegenheit und unzählige hochkarätige Torchancen – doch dann kam die bittere Pille in letzter Minute: Mit einer Slapstick-Einlage brachten sich die Rosenheimer als das Spiel fast schon gelaufen war um mehr als lobende Worte – und leicht verbesserte und vor allem kämpferische Löwen holten sich doch noch drei nicht mehr für möglich gehaltene Punkte. Auch für das „Sechziger-Duell“ war wieder ein prächtiger Rahmen im Grünwalder Stadion bereitet. Das Wetter spielte mit, 12.500 waren da und bevölkerten die altehrwürdigen Ränge. Eine grandiose Kulisse für ein Spiel der Vierten Liga! Noch herrscht in gewisser Weise Ausnahmezustand, wenn der Verein von der Grünwalder Straße ein paar hundert Meter weiter im Stadtteil-Stadion spielt. Ob das so bleibt, wird auch davon abhängen, wie die Löwen abschneiden.

Zunächst einmal stand vor dem Duell des Giesinger gegen den Rosenheimer TSV 1860 die Frage im Raum, wer das Spiel machen – und wie es ausgehen würde. Danach ob die selbstbewussten Rosenheimer Außenseiter würden punkten können – oder ob die Löwen würden einen Zahn zulegen können und die Gäste vom Platz fegen.

Die Antwort darauf lieferte ein spannendes und höchst sehenswertes Fußballmatch auf „Giesings Höhen“. Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst – und das betrifft nicht nur das dramatische Ende. Die Begegnung lieferte nicht nur jede Menge Gesprächsstoff, sondern war auch bestes Anschauungsbeispiel dafür, welch interessanter und teilweise technisch hochwertiger Fußball in der Vierten Liga mittlerweile gespielt wird.

Das Spiel war kaum angepfiffen waren, da hinterließen die Rosenheimer ihre ersten Duftmarken – sie sollten den nicht so Regionalliga bewanderten Teil des Münchner Publikums noch des öfteren verwundern und schließlich verärgerte Anerkennung gewinnen. Es war nicht der Löwen-Wirbelwind, der nach der Schmach von Buchbach loslegte wie die berühmte Feuerwehr – um innerhalb von Minuten alles wieder gut zu machen – es waren die Gäste, die forsch, mutig und zielstrebig begannen. Nach nur vier Minuten unterstrich Danijel Majdancevic dies mit einem Volley von der linken Strafraumecke. Der Ball war schwierig zu nehmen und ging um einiges vorbei – aber allein der mutige Versuch mit Risiko war Programm. Es sollte neunzig Minuten dauern – und den Titel „Vollgas-Fußball made in Rosenheim“ tragen.

Die Kulisse konnte die Gäste mit all ihrer Lust auf Fußball offensichtlich nicht allzu nachhaltig beeindrucken – wenn, dann motivierte sie diese nur noch mehr, all ihr Können zeigen zu wollen. Die ersten etwas mehr als zehn Minuten zeigten dann auch ein ein völlig ausgeglichenes Spiel. Der Ballbesitz war relativ gleichmäßig verteilt. Beide Teams wollten die Kugel haben und das Spiel gestalten. Es waren, für viele überraschend, sogar die Rosenheimer Sechziger, die ein wenig öfter in des Gegners Hälfte zu finden waren.

Die erste große Gelegenheit der flotten Partie aber bekamen die Gastgeber: Löwen-Spielmacher Timo Gebhart brachte einen Freistoß von der rechten Außenbahn in die Mitte. Sieben Meter vor dem Kasten kam Jan Mauersberger frei zum Kopfball, die 12.500 sahen den Ball schon im Netz zappeln – doch Rosenheims Keeper Dominik Süßmaier packte eine Glanzparade aus und fischte das Leder noch aus dem Eck (12.)! Der Treffer hätte allerdings auch nicht gezählt – denn Mauersberger stand bei der Ausführung des Standards minimal im Abseits.

Doch der Fast-Treffer gab den durch die peinliche Buchbach-Pleite psychisch vorbelasteten Giesingern mehr Mut. Das Publikum kam – und die Heimelf riss in den Folgeminuten das Spiel etwas mehr an sich, versuchte Druck zu entwickeln. Doch die Rosenheimer, bei denen man manchmal staunt, wie „angstfrei“ sie doch sind, steckten diesen ersten Aufreger ganz locker weg. Und stellten auch die Heimfans schnell wieder ruhig. Den ab etwa der zwanzigsten Minute gehörte ein Großteil der verbleibenden Spielzeit im ersten Durchgang den Roten von Inn und Mangfall – und das überraschend klar. Viel effizienter, zielstrebiger, zupackender – und damit auch torgefährlicher waren sie.

Das hätte ihnen um ein Haar die Führung beschert: Abschlag von Löwen-Keeper Marco Hiller, Rosenheims Kapitän Matthias Heiß gewann Mitte der eigenen Hälfte gewohnt souverän eines seiner Kopfballduelle, Maximilian Mayerl von außen einlaufend energisch einen ganz wichtigen Zweikampf im zentralen Mittelfeld. Der Umschaltmoment der Rosenheimer war perfekt – und fast tödlich. Mayerl nutzte sofort die Gunst der Stunde – und steckte herrlich durch auf Majdancevic. Der hatte völlig freie Bahn, scheiterte jedoch im zentralen Sechzehner der Löwen am überragend den Winkel verkürzenden Hiller (19.)! Eine Wahnsinns-Szene – und die hundertprozentige Chance zur Gästeführung.

Es folgte der schönste Spielzug der gesamten Partie – wieder von den Rosenheimern: Über sieben Stationen, bei denen die Giesinger nur hinterherschauen konnten, fand der Ball ausgehend von Neuzugang Pius Krätschmer, der ebenso intelligent wie mutig eröffnete, über Ludwig Räuber, Mayerl, Majdancevic und Michael Denz über den linken Flügel und wieder Räuber im Zentrum ganz nach rechts hinüber in dem Löwen-Strafraum in den Lauf von Markus Einsiedler. Doch der Haching-Rückkehrer konnte das Leder nicht richtig verarbeiten – und der erneut reaktionsschnell herausstürzende Hiller konnte es sich vor ihm krallen (23.)! Tolle Ballstafette!

Diese spielerischen Glanzpunkte innerhalb kurzer Zeit waren vielleicht die größten Fingerzeige dafür, wie das Spiel nun lief. Hatte man mit einem vermehrten Aufkommen des vermeintlichen Favoriten nach dessen erster Gelegenheit vor eigenem Publikum gerechnet, schüttelten die Rosenheimer nur kurz – und schlugen umgehend stärker zurück. Mit Punches, die Wirkungstreffer erzielten. Die Blauen waren – die erste Halbzeit gegen Wacker, das Debakel in Buchbach und die möglichen Folgen einer Heimniederlage gegen einen bärenstarken Gegner immer im Hinterkopf – durchaus beeindruckt. Und das merkte man ihnen an. Genau an diesem Punkt wollten die Rosenheimer die Löwen haben – und genau an diesem Punkt hatten sie die erneut verunsicherte Elf von Daniel Bierofka. Um diese Chance zu wissen, ist das Eine – das dann auch umzusetzen und so mutig daraufhin zu spielen, das Andere.

Vom Mini-Zwischenhoch der Löwen war nichts mehr zu sehen – die Roten übernahmen das Kommando im Grünwalder: Nach einem Räuber-Freistoß von der linken Seite, der zunächst abgewehrt wurde, flankte Philipp Maier aus dem rechten Halbfeld, die Löwen-Abwehr hat den aufgerückten Georg Lenz nicht auf dem Schirm, der nahm das Leder im linken Strafraum freistehend aus zehn Metern mit der Innenseite volley – aber verfehlte das lange Eck weit (26.)! Wenn der Rosenheimer Innenverteidiger den besser trifft, kann auch dieser Ball drin sein.

In der 35. Minute meldete sich der ehemalige Proficlub aus München-Giesing zurück – mit der nächsten eigenen Großchance. Und die war richtig groß! Die Löwen mussten es eher über Standards machen – aber wenn sie welche bekamen, von denen die Rosenheimer vielleicht zu viele produzierten, dann teilweise gewaltig gefährlich: Nach einer Gebhart-Ecke von der rechten Seite, waren die Blauen am kurzen Fünfereck wieder zuerst dran – und Daniel Wein köpfte aus der Drehung nur ganz knapp drüber (34.)! Wenn der auf die Kiste gekommen wäre, hätte es wahrscheinlich nichts zu halten gegeben.

Danach beruhigte sich das Geschehen ein wenig, ohne dass sich an dem vorherrschenden Kräfteverhältnis großartig etwas geändert hätte. Die Rosenheimer legten überhaupt keine Scheu vor dem „großen Auswärtsspiel“ an den Tag – und spielen es wirklich souverän. Das bescherte ihnen noch zwei weitere Möglichkeiten unmittelbar vor der Pause. Die Defensive der Löwen ließ dies aber auch irgendwo zu einfach zu – eine derartige Vielzahl an besten Einschussmöglichkeiten für den Gegner darf man sich als Viertligateam in einem Heimspiel einfach nicht leisten.

Bei einer erneut guten Konterattacke der Rothemden ging es wieder ganz schnell – und schon war das Spielfeld überbrückt. Aus der eigenen Abwehr fand das Leder trotz Bedrängnis zu Räuber, der bediente den auf den linken Flügel ausgewichenen Majdancevic, bekam von diesem umgehend das Spielgerät zurück in den Lauf gelegt – und hätte freie Bahn haben können. Doch er legte sich die Kugel zu weit vor – und der aufmerksame Hiller war einmal mehr zuerst am Ball (43.).

Die nächste Chance die „Wiggerl“ Räuber bekam, war allerdings unvergleichlich größer – eigentlich fast mehr als hundertprozentig: Nach einem weit geschlagenen Freistoß der Gäste aus dem linken Mittelfeld durch Krätschmer verloren die in dieser Situation indiskutabel verteidigenden Löwen trotz Überzahl zweimal im eigenen Strafraum das Kopfballduell – und der Ball erreichte zehn Meter zentral vor dem Kasten den mutterseelen allein dort stehenden Räuber. Der hätte das Leder auch mit dem Fuß nehmen und Hiller fragen können, wo er es den gerne hin haben möchte – entschied sich aber für einen Kopfball. Doch diesen drückte er nicht in die Maschen – sondern setzte ihn in hohem Bogen drüber (45.)!

Ein Wahnsinn. Das die Löwen dies noch einmal zugelassen hatten. Aber spätestens in dieser Situation hätte folgerichtig das 0:1 fallen müssen. Es hätte der unglaublich wichtige Psycho-Punch für die Rosenheimer sein können – so kurz vor der Halbzeitpause. So aber ging es trotz eines Verhältnisses von 4:2 Großchancen für die Gäste mit einer Nullnummer in die Kabinen.

Der Matchplan der Rosenheimer ging bis dahin fast perfekt auf. Sie spielten es sogar noch mutiger als erwartet – und stellten die Löwen gleich reihenweise vor echte Probleme. Hinten stand die Null, fußballerisch sah die Anlage richtig gut aus – aber es gab ein entscheidendes Manko: Sie ließen zu viele richtig gute Chancen liegen. Wenn man die als formidabel aufspielender Außenseiter bei einem schwächelnden Favoriten herausspielt – muss man sie eben auch nutzen, um sich zu belohnen.

Die Löwen ihrerseits hatten zwar um Einiges besser begonnen als bei der desolaten Vorstellung in Buchbach, waren jedoch hinten zu anfällig – und vorne fehlt gegen ganz stark verteidigende Rote die Durchschlagskraft. Bei äußerst gefährlichen Kopfbällen nach Standards hätten aber auch sie treffen können. Das Chancenplus gehört allerdings eindeutig den Rosenheimern, die oft einen Tick flinker waren und fußballerisch das bessere Spiel boten. Es war kräftige Eigenwerbung, welche die Innstädter hier im ersten Durchgang betrieben hatten.

Bierofkas Anweisungen in der Halbzeitpause schienen erneut etwas bewirkt zu haben, denn die Löwen erschienen nach dem Seitenwechsel verbessert zurück auf dem Feld. Sie investierten jetzt mehr, waren ballsicherer und gewannen an Kontrolle. Dadurch gelang es ihnen nun auch vermehrt Druck zu erzeugen. Die Rosenheimer wurden erst einmal in die Defensive gedrängt.

Diese dominantere Phase der Münchner Löwen dauerte etwa eine Viertelstunde an, ehe die Rosenheimer, welche auch diese Prüfung bestanden hatten, wieder mehr Situationen unter Kontrolle bekamen und das Spielgeschehen beruhigten. Das Gute für die Gäste war – bis auf Halbchancen und einige gefährliche Momente war aus den Drucksituationen für die Hausherren nichts herausgesprungen. Im Anschluss entwickelte sich ein erneut ausgeglichenes und offenes Spiel.

In der 58. Minute bekamen die Rosenheimer schon wieder eine hochprozentige gute Gelegenheit: Die Löwen-Abwehr war einmal mehr nicht auf der Höhe, Mayerl passte auf Höhe der Mittellinie von links außen blitzgescheit lang in den Lauf von Räuber, doch der kam ganz allein vor Hiller nur noch minimal mit der Fußspitze an den Ball – und konnte ihn nicht mehr am Torhüter vorbeispitzeln.

Grundsätzlich aber galt: Das hohe Tempo der ersten Hälfte war mittlerweile gewichen. Beide zollten dem Tribut – die unter Profibedingungen trainierenden Blauen, die allerdings einen Tag weniger Pause gehabt hatten, etwas weniger. Die Heimelf hatte jetzt im Gegensatz zu Halbzeit Eins mehr Spielanteile beziehungsweise Ballbesitz. Die Rosenheimer ließen den Löwen in ungefährlichen Räumen den Ball – und blieben bei Kontern zwar brandgefährlich, konnten diese aber nicht mehr so zielgerichtet ausspielen wie vor der Pause. Da ging dann auch mal ein Pass ins Leere. Ihr tolles Spiel im ersten Durchgang hatte die Gäste doch einiges an Körnern gekostet. Die Giesinger verteidigten jetzt aber auch konzentrierter.

Während sich die Löwen weiterhin nicht entscheidend durchsetzen konnten, schafften es die Rosenheimer in regelmäßigen Abständen immer wieder zu dicken Möglichkeiten zu kommen: Einem tollen Angriff der Gäste nach Balleroberung über den linken Flügel, der gerade noch abgewehrt werden konnte, folgte die Räuber-Ecke von links – und am Fünfmeterraum bekam Einsiedler die große Chance einzuköpfen – zielte allerdings über das Tor (68.)!

In der folgenden Schlussphase machten die Löwen dann noch einmal mächtig Druck – wollten es endgültig wissen. Rosenheim musste dagegenhalten und sich dessen erwehren: Erst ein Freistoß der Löwen aus nur achtzehn Metern zentraler Position, der in die Mauer ging, dann eine Serie von mehreren Eckbällen (73.) – die Rosenheimer überstanden auch diese brenzligen Situationen. Doch die Gäste machten das gut, riskierten nicht kopflos zuviel – sondern achteten mit Blick auf ihren Kräftehaushalt lieber darauf, nicht die Ordnung zu verlieren. Die Löwen bemühten sich weiter, allzu viel dabei herum kam unter dem Strich dennoch nicht. Zu hartnäckig und laufbereit war ihr Gegenüber.

Und der bekam auch noch eine weitere glänzende Möglichkeit zum Siegtreffer: Rosenheims Maier profitierte von einem schlimmen Fehlpass der Löwen-Abwehr von der Außenbahn, bekam zentral vor dem Strafraum den Ball, schlug noch einen Haken und ließ dabei einen Gegner ins Leere rutschen. Maier hatte freie Schussbahn – aber schlenzte vorbei (87.).

Als bereits alle im Grünwalder Stadion und vor allem die Anhänger und Akteure der Gäste von einem Unentschieden ausgingen, ereilte die Rosenheimer schließlich doch noch die harte Strafe für ihren lässlichen Umgang mit mindestens sieben besten Torgelegenheiten – und zwar in ihrer bitterst möglichen Form: In der 89. Minute brachten sie sich selbst auf selten unglückliche Weise um die Punkte: Nach einer Löwen-Ecke von rechts kamen am kurzen Pfosten zwei Rote um Haaresbreite nicht an den Ball. Das Leder flog durch zum völlig überraschten Süßmaier, der dann mit einer unglücklich aussehenden Faustabwehr den vor ihm stehenden Heiß traf, von dessen Körper das Spielgerät ins Tor prallte. Was für ein Slapstick. 1:0 für die Löwen. Die Rosenheimer hatten den Punktgewinn hergeschenkt.

Das dann auch noch ein zweites Tor für die Heimelf fiel, tat eigentlich nichts mehr zur Sache. Die kuriose Szene zur Führung für die Giesinger hatte das Match entschieden. Bei einem letzten Eckball waren alle Roten im gegnerischen Strafraum zu finden, auch Torwart Süßmaier war mit vorne. Die Blauen wehrten den Eckstoß ab – und vollendeten den anschließenden Konter aufs leere Rosenheimer Gehäuse durch Gebhart zum 2:0 (94.).

Trainer-Stimmen zum Spiel:

Daniel Bierofka (Löwen):

„Gratulation an Rosenheim für diese Leistung! Das muss man auch als Gewinner anerkennen. Ich glaube, dass da eine Idee dahinter steckt. Ich wusste was sie können. Sie haben uns alles abverlangt, uns das Spiel richtig schwer gemacht – und auch spielerisch richtig was drauf. Wir hatten schon am Mittwoch ein schweres Spiel auf tiefem Platz – da haben sie uns richtig Probleme bereitet. Das ist fußballerisch eine der besten Mannschaften in der Regionalliga!“

„Wir müssen uns auch bei unserem Keeper Marco Hiller bedanken, der mehrere Male die Eins-gegen-eins-Situationen gut meistert. So sind wir im Spiel geblieben und haben es in der zweiten Halbzeit besser gemacht. Wir haben uns in dieses Spiel reingebissen. Manchmal muss man auch über den Willen gewinnen. Man darf auch nicht die nervliche Belastung für die Spieler nicht vergessen. Es ist sehr emotional, was da alles auf die Jungs einprasselt. Für das Selbstvertrauen war dieser Sieg wichtig. Auch wenn wir kein wirklich gutes Spiel gemacht haben, haben wir hinten raus gefightet. Es gibt diesen alten Spruch: Für Siege gibt es keinen Ersatz.“
Tobias Strobl (Rosenheim):

„Wir haben über 80 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht – wenn ich vielleicht die zehn Minuten nach der Pause ein bisschen rausnehme. Wir sind mutig aufgetreten – waren in der ersten Hälfte sogar phasenweise überlegen. Es war für uns als Trainerteam interessant zu sehen, wie die Jungs vor so einer Kulisse auftreten – sie haben es außerordentlich gut gemacht. Aber – wir haben es eben versäumt ein Tor zu machen. Wer weiß, was dann möglich gewesen wäre? Doch wir haben es trotz vieler guter Chance verpasst zuzustechen – und somit leider eine kleine Sensation für uns verpasst.“
„Es war ein ausgeglichenes Spiel, indem wir eigentlich fast nur bei Standards etwas zugelassen haben. Zum Schluss entscheidet dann so ein Standard. Wir haben trotzdem großartig Fußball gespielt. Nach der allerersten Enttäuschung finde ich aber nicht, dass wir als Underdog am Ende doch noch alles verloren haben. Wir haben hier schon etwas mitgenommen – und zwar ganz viel Anerkennung. Das war beste Werbung für unseren Fußball in Rosenheim, denke ich!“

Quelle: beinschuss.de