6 Sep

1860 Rosenheim brennt auf weiteren Auswärtssieg – der TSV gegen den Aufsteiger aus Unterföhring

Am zehnten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 08.09.17 um 18:30h beim FC Unterföhring, der im Sportpark in Heimstetten seine Heimspiele austrägt, antreten.

Der Aufsteiger aus dem Münchener Vorort belegt aktuell mit lediglich vier Zählern den 17. und damit drittletzten Platz der Regionalliga. Die Schützlinge von Trainer Thomas Seethaler sind als einziges Team der Liga noch ohne Dreier. Jedoch konnte man gegen die ambitionierten Mannschaften aus Bayreuth und vom FC Bayern München II mit jeweils einem 2:2 Unentschieden beachtliche Punkteteilungen auf dem heimischen Geläuf in Heimstetten einfahren. Zuletzt holten Kapitän Andreas Brandstetter und Co. in Buchbach beim 1:1 einen verdienten Punkt. Und von dort wurden ja bereits neben dem TSV 1860 München auch der aktuelle Gegner aus Rosenheim ohne was Zählbares wieder nach Hause geschickt.

Schon diese Resultate allein lassen darauf schließen, dass den TSV 1860 mit dem FC Unterföhring eine hart zu knackende Nuss erwartet. Zudem wollen die Liganeulinge unbedingt den ersten Sieg in Bayerns höchster Amateurliga erzielen. Dabei verzichten muss Coach Thomas Seethaler jedoch auf Arijanit Kelmendi, der sich in Buchbach, wie schon so manch anderer Gästespieler, eine rote Karte einfing. Das Aus im Toto-Cup beim TSV 1860 München bei den Nico-Karger-Festspielen (0:4) unter der Woche wird das Team vermutlich schon verdaut haben – der Gegner aus der Innstadt hofft aber sicherlich, dass die Jungs vom FCU noch dran knabbern müssen.

Dagegen kommen die Gäste aus Rosenheim nach einem sehr überzeugenden 6:2 Sieg beim FC Sturm Hauzenberg in derselben Pokalrunde mit breiter Brust in den Münchener Vorort. Dabei konnte Angreifer Korbinian Linner mit drei Treffern und einer uneigennützigen Torvorlage besonders auftrumpfen. Nach dem deutlichen 5:1 Halbzeitstand fuhren Kapitän Georg Lenz und seine Mannen den ungefährdeten Sieg souverän nach Hause. Auch Neuzugang Leopold Krueger trug sich dabei in die Torschützenliste ein.

Jedoch stellt die am Freitag in Heimstetten stattfindende Begegnung wieder eine ganz andere Herausforderung für das Team von Trainer Tobias Strobl dar. Torhüter Enrico Caruso und dessen Vorderleute werden bei allem Respekt vor den Niederbayern sicherlich deutlich schwerer zu überwinden sein als die Abwehr des Landesligisten aus Hauzenberg.
Dabei mitwirken kann auch wieder Sturmtank Markus Einsiedler, der unversehrt aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Dass er jedoch von Beginn an auflaufen wird, ist nach längerer Trainingsabstinenz nicht zu erwarten. Auch Neuzugang Leopold Krueger wird sicherlich zum Kader der Rosenheimer zählen. Somit fehlen aktuell nur noch die Langzeitverletzten Michael Wallner (Kreuzbandriss) und Mathias Heiß (Muskelbündelriss) sowie vermutlich auch Fatih „Pato“ Eminoglu und Markus Hartl (beide Grippe).

So können die beiden Verantwortlichen auf der Trainerbank des Gastes, Tobi Strobl und Co. Robert Mayer, wieder aus einem etwas größerem Reservoir an Akteuren auswählen und die Taktik darauf ausrichten. Zudem haben die Stürmer Danijel Majdancevic und Korbinian Linner ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor wiedergefunden und hoffen nun auf weitere Treffer gegen den FC Unterföhring. Nach der wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallenen Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth II vom letzten Wochenende und der damit verbundenen kurzen Zwangspause brennen die Jungs vom Inn noch mehr auf den nächsten Ligaeinsatz und ein positives Resultat.

„Wir wollen unseren positiven Lauf unbedingt fortsetzen und auch gegen Unterföhring punkten. Da beide Kontrahenten unter der Woche 90 Minuten im Einsatz waren, erwarten wir eher eine Begegnung, in der der Kampf im Vordergrund steht. Wir werden uns darauf einstellen und gehen durchaus optimistisch in die Partie“, so Trainer Tobias Strobl.
Was dabei in der „Fifty-Fifty-Begegnung“ am Ende für die Tiplix-Elf rauskommt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wären weitere Zähler zu den bisher geholten elf Punkten aus der Auseinandersetzung gegen den FCU für die Rothemden nicht unbedingt schädlich. Das letzte Wiesn-Wochenende könnte dann nochmal richtig genossen werden.