16 Apr

Als Underdog in die Landeshauptstadt – 1860 Rosenheim bei der Zweitvertretung des FC Bayern München

Am 34. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim bereits am Dienstag, den 17.04.2018 um 19:00h gegen die U23 des FC Bayern München im Grünwalder Stadion antreten.

Die zweite Mannschaft des FC Bayern München rangiert aktuell mit 59 Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz. Zum Ligaprimus, dem TSV 1860 München beträgt der Abstand satte elf Punkte, zu den drittplatzierten Ingolstädtern weisen die Tim Walter-Schützlinge bereits sechs Zähler Vorsprung auf. In den letzten sechs Spieltagen dürfte sich also vermutlich an der Platzierung des Gastgebers nicht mehr allzu viel verändern. Somit können die Mannen um Kapitän Niklas Dorsch am Dienstag gegen 1860 Rosenheim befreit und ohne größeren Druck aufspielen.

Die letzten beiden Partien konnten die Münchner jeweils deutlich für sich entscheiden. Dem 5:0 Erfolg vom letzten Montag gegen Wacker Burghausen folgte ein 3:0 Auswärtssieg bei heim- und kampfstarken Buchbachern. Die kleinen Bayern sind also gut drauf und wollen sicherlich ihr vorhandenes Selbstvertrauen weiterhin auf den grünen Rasen zaubern. Dass aber die Kontrahenten der Roten derzeit jeweils nicht ganz chancenlos sind, bewies das 0:0 Unentschieden bei stark abstiegsbedrohten Memmingern von vor zwei Wochen.

Und genau da möchten und müssen auch die Sechziger aus Rosenheim ansetzen. Man kann derzeit nicht gerade einen sehr positiven Lauf aufweisen – das Pokal-Halbfinale in Bayreuth ging letzten Dienstag mit 0:3 Toren verloren, ebenso wie die Partie vergangenen Samstag im heimischen Jahnstadion beim 0:2 gegen den FC Augsburg II -, aber mit der Position des klaren Außenseiters kann sich die Tiplix-Elf in der derzeitigen Situation gut zurechtfinden. „Es erwartet derzeit niemand von uns, dass wir in München was Zählbares mitnehmen. Das kann aber ganz klar auch unsere Chance sein. Wir können ohne jeglichen Druck im Grünwalder Stadion auflaufen. Das kommt uns durchaus entgegen, da sich derzeit meine Jungs einfach zu viele Gedanken machen, sich selbst unter Druck setzen und daher verkrampfen. Wir werden sehen, was für uns als klarer Underdog möglich ist, ganz chancenlos sind wir sicher nicht“, so der Coach von 1860 Rosenheim im Hinblick auf die Begegnung am Dienstag.

Erfreulich ist die Rückkehr des zuletzt gelbgesperrten Philipp Maier, auch Mario Stockenreiter steht zumindest als Ersatzmann für das Tor wieder parat. Mit Markus Einsiedler fehlt beruflich bedingt allerdings ein wichtiger Offensivakteur. Ansonsten bleibt der Kader der Gästemannschaft unverändert.

Maximilian Mayerl

Auch sicher wieder mit der von der Partie sein wird Dauerspieler und –läufer Maximilian „Maxi“ Mayerl. Der quirlige Linksverteidiger mit starkem Offensivdrang hat gegen den FC Augsburg II mal eine Stunde pausieren dürfen, er wurde dabei vom wiedergenesenen Sebastian Weber ersetzt. „Auf solche Spiele freut man sich immer noch ein bisschen mehr als auf andere Liga-Partien. Das Grünwalder Stadion und die Reservemannschaft des Rekordmeisters sind Motivation genug, da will jeder sein Bestes geben und zeigen. Sie haben immer noch geringe Chancen auf die Meisterschaft. Wenn man sie spielen lässt, kann man auch schnell unter die Räder kommen (siehe z.B. Burghausen). Wir wollen nach der 0:2 Hinspiel-Niederlage auf keinen Fall ein zweites Mal gegen die U23 des FC Bayern verlieren“, so der Kiefersfeldener Zweifach-Vater.

Natürlich wissen Trainer Tobi Strobl und dessen Co Robert Mayer, dass man in der jetzigen Tabellensituation unbedingt punkten sollte bzw. sogar muss. Der erste Relegationsplatz ist zwar noch sechs Zähler entfernt, jedoch weisen die dort positionierten Bayreuther zwei Partien weniger auf. Aber die Innstädter sind realistisch genug, um die Lage richtig einzuschätzen. Die Chancen, was Zählbares aus München mitzunehmen, was dringend notwendig wäre, sind derzeit alles andere als wahrscheinlich. Mit der Position des eindeutigen Außenseiters können sich Kapitän Matze Heiss und seine Jungs aber durchaus anfreunden. Das Spiel beginnt wie jedes andere auch beim Stand von 0:0 und die 90 Minuten müssen erst noch gespielt werden. Mal sehen, wie hoch die Trauben für die Rosenheimer Mannschaft in der Landeshauptstadt tatsächlich hängen.

Nach der Begegnung dürfen sich die Sechziger mal eine ganze Woche ausruhen (spielfrei), ehe es am Dienstag, den 24. April mit der nicht ganz unwichtigen Partie gegen den SV Seligenporten im heimischen Jahnstadion weitergeht. Dann geht es darum, bis dahin die Köpfe wieder freizubekommen und sich auf den aktuell Drittletzten akribisch vorzubereiten