10 Mai

Fan-Unterstützung erforderlich – 1860 Rosenheim bei wiedererstarkten Burghausenern

Am 38. und letzten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 12.05.2018 um 14:05h beim SV Wacker Burghausen in der dortigen Wacker-Arena antreten.

So, jetzt zählt es für die Sechziger! Nach der bitteren 1:4 Heimklatsche vom letzten Wochenende gegen den FC Memmingen müssen die Rosenheimer nun zwingend in Burghausen punkten um der möglichen Relegation nochmal definitiv zu entkommen. Der Abstand auf den ersten Relegationsplatz, den aktuell die SpVgg Bayreuth mit 38 Punkten einnimmt, beträgt nur noch zwei Zähler. Ansonsten kann kein weiteres Team mehr ein Wörtchen um den direkten Klassenerhalt mitreden. Mit zumindest einer Punkteteilung wären aber die Schützlinge von Trainer Tobias Strobl bei einem deutlich besseren Torverhältnis gegenüber den Oberfranken schon mal sicher gerettet.

Wer hätte schon einen derart desolaten Auftritt der Rothemden wie zuletzt in den ersten 45 Minuten im Heimspiel gegen Memmingen inklusive zwei Platzverweisen erwartet? Aber das Thema ist durch, der Blick muss nach vorne gerichtet werden. Eine neue Chance den Abwärtstrend zu stoppen steht mit der Begegnung in Burghausen schon bevor. Aber da hätten es die Strobl-Mannen durchaus auch leichter erwischen können.

Nachdem Trainer Ronald Schmidt die Burghausener Mannschaft von Patrick Mölzl übernommen hat, gestalteten die Wackeraner satte vier Partien am Stück siegreich – wirklich eine Wahnsinns Leistung! Somit konnte man dem Abstiegsgespenst schon frühzeitig entwischen, bei derzeit 49 Punkten auf der Habenseite kann nichts mehr anbrennen – auch wenn es noch vor ein paar Wochen ganz anders aussah.

Erst die deutliche 0:3 Niederlage im Derby beim TSV Buchbach – der sich damit aller Abstiegssorgen entledigen konnte – am letzten Wochenende beendete die bemerkenswerte Siegesserie der Burghausener. Das macht die Aufgabe für die Gäste aus Rosenheim wahrscheinlich nicht gerade einfacher. Die Heimelf möchte sich vermutlich erstens für die Niederlage rehabilitieren und zweitens vor dem eigenen Publikum mit einem Sieg verabschieden.

Besonders wichtig wird für die Gäste sein, dass sie nicht erneut die erste Halbzeit völlig verschlafen. In den beiden Partien zuletzt in Illertissen und gegen Memmingen lag die Tiplix-Elf zur Pause jeweils bereits mit 0:3 Toren hinten. Man muss also gleich mit dem Anpfiff voll da sein und dagegenhalten. „Nun gibt es kein Wenn oder Aber mehr, wir müssen punkten! Wir wollen unbedingt noch das Beste draus machen und probieren mit einem blauen Auge die Saison beenden zu können. Es wäre für uns dabei sehr wichtig, wenn wir am Samstag auf die zahlreiche Unterstützung unserer Fans setzen könnten. Wir brauchen Euch!“ so der Aufruf von Trainer Tobias Strobl, der ebenso wie sein Co. Robert Mayer bei einem erfolgreichen und glücklichen Spielausgang seine letzte Begegnung auf der Trainerbank von 1860 Rosenheim verbringen wird.

Neben den beiden rotgesperrten Akteuren Kapitän Matze Heiss und Markus Hartl fehlen mit Sicherheit auch Bruno Goncalves (Bänderverletzung im Knie) sowie Markus Zant (Muskelzerrung). Der zuletzt beruflich verhinderte Sebastian Weber ist hingegen wieder dabei. Ansonsten sind alle Mann einsatzbereit und wollen bei der Mission „Klassenerhalt“ aktiv mitwirken. Für den scheidenden Gäste-Trainer Tobias Strobl wird die Partie in Burghausen doppelt schwer: „es tut uns wirklich sehr leid, dass es zum Ende nochmal so eng wird. Die Serie von Misserfolgen zuletzt spiegelt bei weitem nicht die überragende Zeit in Rosenheim wieder, die wir erleben durften. Uns wird das alles hier sehr fehlen, vor allem alle Personen, die im Verein und drum herum tätig sind und eine überragende Arbeit abliefern. Wir haben die Zeit in Rosenheim wirklich sehr genossen und haben viele Freunde gewonnen“.

Bevor die Saison hoffentlich ein positives Ende für 1860 Rosenheim nehmen wird, müssen die Jungs um Ersatzkapitän Georg Lenz nochmal zwingend definitiv 90 und nicht nur 45 Minuten Vollgas geben sowie Schwerstarbeit bei einem sehr starken Gegner abliefern. Einsatz, Wille, Leidenschaft und den Ehrgeiz bis an die Leistungsgrenze (oder darüber hinaus) gehen zu wollen müssen ohne Einschränkung wieder abgerufen werden. Dass sie dazu fähig sind, haben sie im Laufe der Saison, vor allem in der Vorrunde, oftmals unter Beweis stellen können.
Man will dem Ganzen möglichst selbst den Punkt drunter setzen und nicht nach Bayreuth oder sogar einen Tag später nach Fürth schauen müssen.