10 Jul

Helfen gewinnt – Benefizspiel gegen Unterhaching ein toller Erfolg

Das genaue Ergebnis wird erst Ende der Woche feststehen. Aber mit „mehreren tausend Euro“ rechnet der Freundeskreis Andi Grimm als Erlös des Benefiz-Fußballspiels, das zwischen dem TSV 1860 Rosenheim und der SpVgg Unterhaching auf dem Sportplatz der Pauline-Thoma-Schule ausgetragen wurde.

Herbert Willeitner aus dem „Freundeskreis Andi“ betont, dass noch nicht alle Abrechungen erledigt werden konnten. Er und vor allem auch Andi Grimm und seine Frau Tina freuen sich aber schon jetzt über die gelungene Veranstaltung, die harmonisch und familiär abgelaufen sei. Die Familie sei wirklich gerührt gewesen über die Unterstützung, so Willeitner. Der Kolbermoorer Andi Grimm ist heute, mit 55 Jahren, ein Pflegefall. Mit Anfang 50 hatte er einen Herzstillstand erlitten. Er bekommt ein Spenderherz – aber insgesamt sieben Hirninfarkte bedingen dann, dass Grimm weder alleine atmen, noch sprechen oder sich bewegen konnte. Nach Reha- und Heimaufenthalten hat er es geschafft, dass er im Juni wieder nach Hause kann. Er wird als Pflegegrad 5 eingestuft, bekommt aber, da er vor der Erkrankung selbstständig war, keine Rente. Tatkräftig hilft ihm der „Freundeskreis für Andi“ (www.freundeskreis-andi.de). Diese Arbeitsgruppe, dem Verein „Kolbermoorer helfen“ unterstellt, hat auch ein Spendenkonto eingerichtet (DE 30 7116 0000 0007 2444 44 bei der Volksbank-Raiffeisenbank Kolbermoor, Verwendungszweck „Andi“).

Das Benefiz-Fußballspiel zwischen dem Regionalligisten Rosenheim und dem Drittligisten Unterhaching war eine Idee von Unterhachings Präsident Manni Schwabl gewesen. Zwischen den beiden Vereinen findet eine Kooperation im Jugendbereich statt. Einmal im Jahr trägt Unterhaching ein Benefizspiel aus – und als man auf das tragische Schicksal Grimms aufmerksam geworden war, entschied man sich für die Aktion zugunsten des Kolbermoorers.

Das Spiel, das gleichzeitig das letzte Testspiel des TSV 1860 Rosenheim vor der neuen Saison war, verloren die Rosenheimer zwar 1:4 – aber der wirkliche Gewinner war sowieso ein anderer, wie sich auch die über 300

Besucher des Spiels einig waren.

Quelle: OVB