2 Aug

1860 Rosenheim vor schwieriger Auswärtshürde – Zaric-Elf zu Gast im Frankenland

Am fünften Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Samstag, den 04.08.18 um 14:00h bei der U23 des 1. FC Nürnberg im Sportpark Valznerweiher antreten.

Die Gastgeber haben einen Start nach Maß in die neue Regionalliga-Saison hingelegt. Alle drei bisher absolvierten Begegnungen gewannen die Schützlinge von Trainer Reiner Geyer und konnten somit schon neun Zähler einheimsen. Dies bedeutet nach aktuellem Stand den dritten Tabellenrang. Nachdem man die ersten beiden Partien, die jeweils auf heimischen Gelände stattfanden, gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg (2:1) und dem TSV Buchbach (1:0) siegreich gestalten konnte, wurde auch die erste Auswärtsbegegnung am letzten Wochenende bei der U23 des FC Augsburg deutlich mit 3:0 Toren gewonnen.

Diese famose Bilanz wollen Kapitän Erik Engelhardt und Co. nun mit einem weiteren Dreier, beim dritten Heimspiel der noch jungen Saison möglichst noch weiter ausbauen. Wie bei so vielen Zweitvertretungen von Bundesligisten gab es aus bei der U23 des 1. FCN vor der Saison gewaltige Veränderungen im personellen Bereich. Satten zwölf Abgängen, darunter den Ex-Rosenheimer und vorherigen Kapitän Chris Wallner, stehen elf Zugänge gegenüber. Dass trotzdem die bisher zu verzeichnende fantastische Punkteausbeute zustande kam ist mehr als bemerkenswert. Da haben Trainer Reiner Geyer, dessen Co. Vincent Novak und der gesamte Staff wirklich sehr gute Arbeit geleistet.

Ähnliches kann man auf der Gegenseite sicherlich auch vom neuen Trainer-Team bei 1860 Rosenheim Ogi Zaric und Thomas Kasparetti behaupten. Die spielerischen Darbietungen in den vier gespielten Begegnungen bewegten sich bis dato auf sehr hohem Niveau. Dies wurde ihnen jeweils auch von den Gegnern so bestätigt. Jedoch ist die Punkteausbeute noch nicht ganz so zufriedenstellend. Mit nur vier Zählern befinden sich Kapitän Matze Heiß und seine Mannen derzeit im unteren Tabellendrittel. Doch dieser Umstand ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so aussagekräftig.

Man weiß auf Seiten der Gäste genau, woran man noch arbeiten muss. Wird es den Gegnern bist jetzt zumeist sehr leicht gemacht Tore zu erzielen, können die 60er Angreifer im Gegenzug selbst hervorragend herausgespielte Top-Chancen nicht konsequent nutzen. In dieser Situation ist es nun am Wichtigsten, Ruhe zu bewahren und den eingeschlagenen Weg, mit spielerischer Klasse überzeugen zu wollen, weiter zu gehen. Der Erfolg wird sich dann von selbst einstellen, es ist nur eine Frage der Zeit. „Wir müssen weiter an unsere vorhandenen Qualitäten glauben und dort wieder ansetzen wo wir aufgehört haben. Es ist wirklich von Spiel zu Spiel eine Weiterentwicklung bei meinem Team festzustellen, damit sind wir sehr zufrieden. Wer säht, wird auch irgendwann ernten und die Früchte seiner harten Arbeit einfahren. Davon sind wir felsenfest überzeugt“, so Trainer Zaric.

Es ist zu hoffen, dass die Rosenheimer Jungs den Bock schon beim schweren Auswärtsspiel in Nürnberg umstoßen können. Es ist sicherlich wieder alles drin für Heiß, Räuber, Mayer, Majdancevic und Co. Denn schon beim Testspiel unter der Woche gegen die erste Mannschaft des 1. FC Nürnberg in Südtirol (1:4) zeigten die Jungs, dass sie selbst auf diesem Niveau durchaus mithalten bzw. mitspielen können. „Das war zum jetzigen Zeitpunkt für uns ein super Test gegen einen Bundesligisten, der unsere Fehler eiskalt bestraft. Wir haben wieder daraus lernen können. Ich bin wahrlich begeistert von meinen Jungs, wie wissbegierig sie in jedem Spiel und jeder Trainingseinheit ans Werk gehen und sich weiter verbessern wollen“ schwärmt der Coach von 1860 Rosenheim.

Bei der Auswärtsfahrt ins Frankenland steht dem Trainer-Team Zaric / Kasparetti vermutlich derselbe Kader wie zuletzt beim Derby in Buchbach zur Verfügung. Lediglich Kapitän Mätze Heiss ist mit einer leichten Zerrung noch fraglich. Und ob Neuzugang Andrija Bosnjak nun schon eine Option für die Startelf ist, bleibt auch noch offen. Grundsätzlich sind die Sechzger mittlerweile so variabel ein- und aufgestellt, dass viele Varianten personell und taktisch möglich sind. Das macht es den jeweiligen Gegnern sicher nicht einfacher sich auf Rosenheim einzustellen.

Natürlich wäre es positiv, wenn der TSV 1860 Rosenheim bei hoch einzuschätzenden Nürnbergern was mitnehmen könnte, aber auch ohne weitere Punkte könnten die Innstädter zum jetzigen Zeitpunkt der Saison noch damit leben. Die spielerische und taktische Entwicklung des Teams ist gut bis sehr gut, nur an der nicht ganz unbedeutenden „Punkte-Schraube“ muss noch nachjustiert werden.