5 Sep

Derbytime zur Wies‘n-Zeit – Top-Team aus Burghausen gastiert in der Innstadt

Am zehnten Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 07.09.18 um 19:00h den SV Wacker Burghausen zu Gast im heimischen Jahnstadion.

Yes, endlich ist es geschafft! Mit dem 1:0 Sieg bei der Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth vom letzten Spieltag konnten die Sechzger mit dem ersten erzielten Auswärtstor der Saison gleich den ebenfalls ersten Dreier auf des Gegners Platz holen. „Wir haben uns mittlerweile gefestigt und entwickeln uns weiter sehr positiv. Mit dem Dreier im Rücken können wir nun selbstbewusst in das Derby gegen extrem starke Burghausener gehen, die bisher eine wahrlich phänomenale Runde spielen“, so Trainer Ogi Zaric.

Mit beachtlichen 21 Zählern aus neun Begegnungen auf der Habenseite liegt die Elf von Trainer Wolfgang Schellenberg auf einem fantastischen zweiten Tabellenplatz. Nach der kleinen Durststrecke zwischendurch mit zwei Niederlagen (1:3 in Garching und 1:2 gegen Aschaffenburg) fing sich die Truppe um Kapitän Kevin Hingerl schnell wieder und gewann die beiden Partien zuletzt in Augsburg mit 3:1 sowie vor acht Tagen gegen den TSV Buchbach mit 2:1 Toren. Somit kommt das Gäste-Team auf eine bisherige Saisonbilanz von sieben Siegen bei lediglich zwei Niederlagen. Davor kann man nur den Hut ziehen. Das unglückliche Ausscheiden im Toto-Cup gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching nach Elfmeterschießen diesen Dienstagabend wird am gewaltigen Selbstvertrauen der „Wackeraner“ nun sicherlich auch nicht großartig nagen und man ist fest gewillt, auch aus Rosenheim was mitzunehmen.

„Wir nehmen klar die Aussenseiter-Rolle im Derby ein, werden uns aber auf alle Fälle akribisch auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereiten und vor allem im taktischen Bereich einiges einstudieren. Unser Gegner hat sich vor der Saison sehr gut verstärkt, vor allem auf der Trainerbank mit Wolfgang Schellenberg einen exzellenten und sehr erfahrenen Fußball-Lehrer verpflichtet. Wir werden hochmotiviert in das Topspiel gehen, aber gleichzeitig wird es uns an der notwendigen Demut vor einem qualitativ brutal starken Gegner nicht fehlen. Unsere positive Wies’n-Bilanz möchten wir unbedingt weiter ausbauen“, so der zuversichtliche Sechzger-Coach.

Eine besondere Partie wird es nicht nur für Gästetrainer Wolfgang Schellenberg – er war selbst vor einigen Jahren noch auf der Bank von 1860 Rosenheim tätig -, sondern auch für Ersatztorwart Robert Mayer, der in der letzten Saison noch Co-Trainer bei den Rothemden war. Außerdem ist es für einen der gefährlichsten Angreifer der Liga, Sascha Marinkovic, immer wieder ein Vergnügen gegen seine Ex-Kollegen aufzulaufen. Alle 60er wünschen dem sympathischen und äußerst freundlichen Stürmer sicherlich stets jede Menge Abschlussglück, nur dieses Mal definitiv nicht. Die Innenverteidigung der Heimelf um Kapitän Matze Heiß und Georg Lenz freut sich schon auf heiße Duelle mit Sascha „Prince“ Marinkovic.

Tja, der Dreier in Mittelfranken tat den Jungs von Trainer Ogi Zaric richtig gut und war Balsam für die hart geschundene Seele der stets wacker und aufopferungsvollen Truppe. Mit nunmehr acht Zählern auf dem Punktekonto hat man wieder etwas mehr den Anschluß an das untere Tabellenmittelfeld erzielen können. Jetzt gilt es unbedingt dran zu bleiben und weiter zu punkten. Dass dies im heimischen Jahnstadion auch gegen ein Topteam möglich ist, unterstrichen die Rosenheimer vor 14 Tagen bereits gegen die Profimannschaft aus Schweinfurt, gegen die man zweimal einen Rückstand aufholen konnte und letztlich verdient ein 2:2 Unentschieden erreichte. Außerdem ist der TSV 1860 während der Wies’n-Zeit grundsätzlich besonders erfolgreich, das soll auch weiterhin so bleiben.

Nach seiner dreiwöchigen Sperre ist nun auch wieder Offensiv-Akteur Omer Jahic spielberechtigt. Für ihn speziell ist diese Begegnung sicherlich durch seine beiden erzielten Treffer in der Vorbereitung beim 4:3 Heimsieg gegen das Schellenberg-Team was ganz besonders. Ebenso ist Leopold Krüger nach kurzfristiger Krankheit (Erkältung) wieder dabei. Trainingsblessuren unter der Woche mussten sowohl Korbi Linner (Kapselverletzung) als auch Markus Einsiedler (Bänderdehnung) einstecken, deren Einsätze sehr fraglich sind. Besonders den erfahrenen Sturmtank hat es dabei ggf. schwerer erwischt. Auch der Siegtorschütze von letzter Woche Mike Neumeier hat mit seiner Platzwunde am Auge noch sehr zu kämpfen. Es sieht derzeit eher nicht so aus, als könnte der pfeilschnelle Angreifer im Derby dabei sein. Neben den Langzeitverletzten Fatih Eminoglu und Ilija Tomic fehlt auch noch Max Mayerl mit einer Verletzung am Mittelfinger. Ansonsten stehen den Trainern Ogi Zaric und Thomas Kasparetti die üblichen Verdächtigen zur Verfügung.

Natürlich möchte die Heimelf den bevorstehenden gemeinsamen Wies’n-Abend am letzten Herbstfestwochenende möglichst mit einem positiven Derby-Resultat ausgiebig feiern. Um diesen Wunsch jedoch erfüllen zu können, stehen den Kickern aus dem Voralpenraum noch 90 leidenschaftlich und hochkonzentriert geführte Minuten bevor, an denen zwingend die Leistungsgrenze erreicht werden muss.