8 Sep

1860 holt verdienten Punkt in umkämpftem Derby

Zum dritten Mal in Folge ungeschlagen, zum zweiten Mal in Serie zu Null gespielt: Der TSV 1860 Rosenheim hat dem haushohen Favoriten SV Wacker Burghausen einen überaus verdienten Punkt abgetrotzt. Das umkämpfte Innsalzach-Derby endete vor 600 Zuschauern letztlich leistungsgerecht 0:0.

Den besseren Start erwischten die Gäste. Und nach einem schweren Fehler von Danijel Majdancevic war es nur der starken Fußparade von 1860-Keeper Mario Stockenreiter zu verdanken, dass es beim Schuss von Sascha Marinkovic nach 150 Sekunden nicht schon 0:1 stand (3.). Nach einem langen Einwurf war dann außerdem Stefan Wächter plötzlich ziemlich frei, wobei Pius Krätschmer noch in höchster Not zur Ecke retten konnte (10.).

Danach waren die Hausherren aber im Spiel und gestalteten den weiteren Verlauf der ersten Hälfte ausgeglichen. Von Torchancen zu sprechen wäre allerdings des Guten zuviel gewesen. Immerhin schafften Andrija Bosnjak von halbrechts (21.) und Krätschmer mit einem Weitschuss (23.) zwei Torannäherungen.

Der zweite Durchgang begann mit einem Aufreger, als ausgerechnet der Ex-Sechziger Marinkovic im Sechzehner schreiend zu Boden sank und Elfmeter forderte. Für FIFA-Schiedsrichterin Angelika Söder war’s aber zu wenig und sie ließ – letztlich wohl zurecht – weiterspielen (52.). Anschließend war Philipp Maier nach einer Maßflanke von Krätschmer fast schon zu frei und setzte seinen Kopfball in leichter Rückenlage am Wacker-Kasten vorbei (69.) – es sollte die beste 1860-Chance der Partie sein.

In der Schlussphase rutschte der eingewechselte Manuel Omelanowsky auf der Gegenseite zwar an einer Hereingabe knapp vorbei (77.), doch insgesamt war Rosenheim nun die aktivere Mannschaft und dem „Lucky Punch“ einen Tick näher. Das lag auch daran, dass bei Burghausen, das das dritte Spiel binnen sechs Tagen absolvieren musste, die Beine immer schwerer wurden. Omer Jahic hätte dies beinahe mit einem tückischen Aufsetzer ausgenutzt, doch Keeper Franco Flückiger lenkte die Kugel zur Ecke (87.).

Stimmen zum Spiel:

Wolfgang Schellenberg (Trainer SV Wacker Burghausen): „Wir haben heute ein kampfbetontes Spiel gesehen. Beide Teams haben sich nichts geschenkt. Wir hätten nach einem Abwehrfehler früh in Führung gehen können. Am Ende haben wir noch zittern müssen, da Rosenheim viel Dampf gemacht hat. Rosenheim ist eine spielstarke Mannschaft und die Qualität des Gegners hat heute nicht zugelassen, dass wir heute nicht mehr mitgenommen haben.“

Ogi Zaric (Trainer TSV 1860 Rosenheim): „Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen, je länger aber das Spiel dauerte, desto besser waren wir im Spiel. Am Ende wollten wir noch das Siegtor, aber so ist es ein Punkt gegen Burghausen geworden. Positiv ist auch, dass wir nun das dritte Spiel in Folge gepunktet haben und das zweite Mal zu Null gespielt haben.“

Das Spiel in der Statistik:

TSV 1860 Rosenheim – SV Wacker Burghausen 0:0

TSV 1860 Rosenheim: Stockenreiter – Krätschmer, Lenz, Heiß, Köhler – Räuber – Majdancevic (57. Einsiedler), Tobias, Maier, Neumeier (85. Linner) – Bosnjak (68. Jahic) – Trainer: Zaric.

SV Wacker Burghausen: Flückiger – Coskun, Buchner, Hingerl, Schulz – Aigner (50. Bachschmid), Stingl – Winklbauer (46. Omelanowsky), Wächter, Richter – Marinkovic – Trainer: Schellenberg.

Schiedsrichterin: Söder (Ochenbruck).

Zuschauer: 600.

Tore: Fehlanzeige.

Gelb: Heiß, Räuber / Hingerl, Bachschmid.

Bes. Vorkommnisse: keine.