5 Mrz

Toll gekämpft bis zum Schluss – Regionalliga-Herren holen Punkt in Memmingen

Rosenheims neuer Coach Thomas Kaparetti darf sich zum Debüt zumindest über einen Zähler freuen. Danach sah es lange Zeit aber überhaupt nicht aus. 

Wie zu erwarten waren die Bedingungen in der Memminger Arena schwierig, vor einer Woche war der Platz noch schneebedeckt. Es war klar, dass spielerisch dadurch kein Leckerbissen zu erwarten war. Trotzdem gaben die Hausherren von Anfang an Gas und versuchten auch immer wieder, ´durch Kombinationen vor des Gegners Kasten zu kommen. Memmingens Neuzugang Nico Helmbrecht, der im Winter von den Münchner Löwen gekommen war, machte deutlich, dass er eine richtige Verstärkung für den FCM sein kann und avancierte direkt zu einem Aktivposten über die linke Seite. Michael Heilig und Furkan Kircicek vergaben die ersten Gelegenheiten, nach einer Viertelstunde kamen die Rosenheimer besser ins Spiel. Just in einer Phase, als die Sechziger die Partie eigentlich gut im Griff zu haben schienen, schlugen die Gastgeber eiskalt zu. Nico Helmbrecht zog in der 27.Minute einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum. Mario Jokic verlängerte gekonnt per Hinterkopf und die Kugel senkte sich sehenswert hinter Rosenheims Keeper Marius Herzig genau ins lange Eck. Nur 120 Sekunden später nutzte  die Baierl-Elf die kurzzeitige Konfusion bei den Rosenheimern erneut aus. Wieder war es Helmbrecht, der von links flanken durfte. Furkan Kircicek lief dem Ball entgegen und nahm das Leder artistisch mit dem linken, torentfernten Fuß direkt. So streichelte er das Spielgerät an seinem Gegenspieler vorbei und auch Herzig konnte nur noch zusehen, wie der Ball an den rechten Innenpfosten titschte und von dort zum 2:0 ins Netz sprang (29.). Den Sechzigern merkte man nun an, dass der Doppelschlag erst  einmal verdaut werden musste. Kurz vor der Pause hätte Danijel Majdancevic den Anschluss herstellen können, doch seinen Drehschuss aus 13 Metern Torentfernung parierte Memmingens Schlussmann Martin Gruber in überragenden Manier und kratzte das Spielgerät mit der rechten Pranke noch raus (41.). Und so gingen die Memminger mit einer beruhigenden Zwei-Tore-Führung in die Pause. 

In Hälfte zwei bot sich zunächst das gewohnte Bild. Memmingen hatte das Geschehen unter Kontrolle, ohne aber richtig zwingend zu werden. Der TSV hatte große Probleme, gefährlich vor das Tor zu kommen. Und so plätscherte die Partie vor sich hin. Die Elf von Coach Thomas Kasparetti schaffte es nicht, den FCM in Verlegenheit zu bringen. Torchancen gab`s so gut wie keine, es war harte Kost für die 512 Zuschauer. Als es schon stark nach einem souveränen Memminger Heimsieg aussah, rafften sich die Sechziger doch noch einmal auf. Ein Freistoß von Ludwig Räuber aus dem rechten Halbfeld wurde  per Kopf zweimal verlängert. Danijel Majdancevic machte es dann technisch hochwertig und nahm den Ball mit dem Außenrist direkt aus der Luft und versenkte aus acht Metern Entfernung zum 2:1 ins rechte lange Eck (83.). Ging da doch noch was? Zweite Minute der Nachspielzeit, Pius Krätschmer brachte flankte von der rechten Seite und kurz vor dem Fünfmeterraum war Markus Einsiedler zur Stelle und nickte ins rechte lange Eck zum 2:2-Ausgleich ein (90.+2).

Quelle: FuPa.net