9 Mrz

1860 rutscht nach Pleite gegen Heimstetten auf Abstiegsplatz

„Abstiegskampf pur“ hieß es am Samstagnachmittag im Jahnstadion: Nach einer ziemlich dürftigen Leistung und einer letztlich verdienten 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten SV Heimstetten ist der TSV 1860 Rosenheim nach dem 24. Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz in der Regionalliga Bayern abgerutscht.
In einer zerfahrenen ersten Halbzeit setzte Heimstetten das erste Ausrufezeichen, als Marcel Ebeling in der 2. Minute nur knapp über den Kasten zielte. Obwohl die Gäste anschließend zunächst mit cleverem Angriffspressing tonangebend blieben, hatte die Emilo-Elf die besseren Chancen.
Nach einem schweren Fehler von Paul Thomik stand Ludwig Räuber halblinks frei vor SVH-Keeper Maximilian Riedmüller, zielte aber am langen Eck vorbei (3.). Die Direktabnahme von Christoph Wallner nach einer Ecke klärte Riedmüller stark zur Ecke (25.). Und einmal konnte sich auch Markus Einsiedler in Szene setzen, er wurde allerdings aus spitzem Winkel in höchster Not abgeblockt (33.). Zu dieser Zeit hatten die Sechziger bereits mehr Spielkontrolle.
Zwischendurch rasselten Matthias Heiß und Moritz Hannemann im Luftduell heftig mit den Köpfen zusammen. Beide Akteure erlitten stark blutende Wunden. Während der Rosenheimer Kapitän nach kurzer Behandlung weitermachen konnte, musste Hannemann mit dem Sanka ins Krankenhaus gebracht werden. Die letzte Szene vor der Pause gehörte wieder den Gästen. Ebeling versuchte es diesmal per Freistoß, doch 1860-Keeper Marius Herzig lenkte das Leder zur Ecke (38.).
Auch nach dem Pausentee bekamen die 300 Zuschauer über weite Strecken nur schwer verdauliche Fußball-Kost präsentiert. Ein Drehschuss von Mohamad Awata (46.) und ein Fernschuss von Fabio Sabbagh (66.), der zur Ecke geblockt wurde, blieben lange die einzigen Höhepunkte. Heimstetten bekam dabei mit zunehmender Spieldauer jedoch immer mehr Oberwasser.
In der 82. Minute leisteten sich die Hausherren im Mittelfeld einen üblen Ballverlust. Beim folgenden Konter wurde Ebeling steil geschickt und traf schließlich aus halbrechter Position flach ins lange Eck – 0:1. Erst jetzt erwachten die Hausherren aus ihrer Lethargie und hatten im Finish durch Korbinian Linner (83.), Danijel Majdancevic (88.) und Einsiedler (90.+1) noch drei Riesenchancen.
Bei den beiden letzten Szenen war die Partie jedoch bereits entschieden, da Awata in der 86. Minute einen Foulelfmeter sicher zum 0:2 verwandelt hatte. Die Berechtigung des Pfiffes des ansonsten guten Schiedsrichters Luka Beretic war aber ganz nicht unumstritten (Rempler von Ludwig Räuber gegen Tim Schels).

Das Spiel in der Statistik:
TSV 1860 Rosenheim – SV Heimstetten 0:2 (0:0)
TSV 1860 Rosenheim: Herzig – Köhler (74. Linner), Heiß, C. Wallner, Lenz – Shabani (61. Mushkolaj), Krätschmer (28. Jahic) – Mayerl, Räuber, Majdancevic – Einsiedler – Trainer: Kasparetti.
SV Heimstetten: Riedmüller – Thomik, Regal, Beierkuhnlein, Ulusoy – Sabbagh, Schels – Hannemann (34. Hintermaier), Ebeling (87. Sengersdorf), Laverty (80. Date) – Awata – Trainer: Schmitt.
Schiedsrichter: Beretic (Augsburg).
Tore: 0:1 (82.) Ebeling, 0:2 (86.) Awata (Foulelfmeter).
Gelb: Lenz, Mayerl, Majdancevic, Einsiedler, Heiß / Ebeling, Ulusoy.
Zuschauer: 300.
Bes. Vorkommnisse: keine.